Eine Frau steht auf – trotz allem
Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März 2026 macht die Caritas Kärnten mit prägnanten Zahlen darauf aufmerksam, dass die Armut im Land weiblich ist. Sie bittet eindringlich um Spenden, um Frauen helfen zu können. – Wie Ida F., einer starken Frau und Tierfreundin, die voll Zuversicht aufsteht und kämpft, obwohl ihr das Leben immer wieder die Füße vom Boden wegzieht. Bitte unterstützen Sie Frauen in Not: www.caritas-kaernten.at/inlandshilfe
Ida F. (Name geändert) aus Kärnten ist Mitte 50, alleinstehend, wohnt in einem kleinen Mietshaus mit Garten, hat keine Kinder, dafür aber schwere Schicksalsschläge erlebt. Diese haben die Natur- und Tierfreundin in akute finanzielle Not gebracht. Arm sei sie deshalb aber nicht, betont Ida F., denn: „Ich bin keine große Verbraucherin, rauche nicht, trinke nicht, habe meinen Garten mit Gemüse, ein Dach überm Kopf und trotz hoher Lebenskosten mit vernünftigem Einkauf auch genug zu essen.“ Aber Hilfe hat sie ungeachtet dessen auf jeden Fall gebraucht.
Ein Leben für die Tiere
Schon vor ihrem Unfall, der alles veränderte, war das Leben von Ida F. mehr als herausfordernd. Eine 70-prozentige Behinderung hatte die Frau aufgrund einer schweren Rheumaerkrankung mit zuweilen unerträglichen Schmerzen nach 22 Jahren Tätigkeit als Angestellte aus dem Berufsleben und vor ein paar Jahren schließlich in die Berufsunfähigkeitspension „gefegt“. Auch ihr Wohnumfeld machte es ihr nicht leicht, musste sie aufgrund eines „problematischen Nachbarns“ doch umziehen. Statt Sicherheit gab es jedoch Streit, Gerichtskosten samt Folgesummen aus fehlgeschlagenen Verfahren und am Ende mehrere tausend Euro Schulden, aber gleichzeitig auch das schlecht isolierte „neue“ Häuschen mit dem Garten für die von ihr so sehr geliebten Tiere. Die Tierschützerin sorgt liebevoll für eine Schar an Hühnern und für einen Hahn, die deren Besitzer*innen „vor geraumer Zeit schlachten wollten, weil sie kaum mehr Eier gelegt haben oder schwer krank sind“, wie sie erzählt. Ida F.: „Sie leben bei mir aber noch immer, fressen, buddeln sich ein, liegen in der Sonne, genießen das Leben und sind für mich, wenn sie rund um mich herum gackern und flattern, ein Geschenk.“ Und wohl auch ein Trost. Auch ihr Hund, ein Spitz-Mischling, und treuester Gefährte wich Ida F. nicht von der Seite, bis er vor Kurzem starb. – Ein weiterer Verlust in einem Leben voller Schicksalsschläge.
Lebenswichtige Unterstützung
Im Jahr 2023 wurde sie Opfer eines schweren Unfalls und ihr Auto von einem anderen voll gerammt. Die Folgen waren mit schwersten körperlichen Verletzungen dramatisch. Auch die Seele leidet noch bis heute. Und dennoch ist Ida F. dankbar: „Ich habe hunderte Schutzengel gehabt, denn die Ärzt*innen erzählten, dass 98 Prozent der Betroffenen für gewöhnlich einen derartigen Aufprall nicht überleben oder querschnittgelähmt sind.“ Schmerzen gehören dennoch zum Alltag der starken Frau – genauso wie unzählige Therapien, die sie dringend braucht, aber selbst bezahlen muss und sich nicht leisten kann. Physisch und psychisch kämpft sie jeden Tag darum, weiterzumachen. Doch die Sorgen sind groß: ausbleibende Zahlungen der unfallverursachenden Person, Rechtsanwaltsinterventionen – doch statt Hilfe blieb sie auf den Verfahrenskosten sitzen. Als sie dann im Winter auch noch eine Pelletsrechnung in Höhe von 1.200 Euro zahlen musste, bat Ida F. um Hilfe bei der Caritas – und fand sie: Dank Spenden konnte die größte finanzielle Not gelindert werden. Die Frau sagt dankbar: „Ich war schon sehr verzweifelt, als mir in der Sozialberatung geholfen wurde.“
„Lage hat sich weiter verschärft“
Rund 60 Prozent aller Hilfsansuchen, die diesen Jänner bei der Sozialberatung der Caritas Kärnten eingetroffen sind, stammen von Frauen. „Armut in Kärnten ist und bleibt weiblich“, weiß Mario Slamanig als Teamleiter der Caritas-Sozialberatung aus seinem Beratungsalltag. Slamanig, weiter: „Bereits im Vorjahr mussten über 2.000 Frauen bei uns um Hilfe ansuchen – und die Lage hat sich seither weiter verschärft. Hinter jeder dieser Zahlen steht eine Frau – alleinstehend, im Familienverband, alleinerziehend oder eine Frau im Ruhestand. Sie alle versuchen, ihr Leben trotz anhaltend hoher Wohn-, Energie- und Lebenshaltungskosten zu bewältigen.“ Slamanig dankt allen Spenderinnen und Spendern für die bisherige Unterstützung und bittet inständig, dranzublieben: „Dank Ihrer direkten Spenden konnten wir allein im Jahr 2025 Frauen und teils auch deren Familien in akuten Notlagen mit knapp 220.000 Euro beistehen. Und das gezielt dort, wo die Sorgen am größten sind: beim Wohnen, bei der Energieversorgung und beim täglichen Lebensunterhalt. Frauen tragen die Lasten der Armut häufiger. Gemeinsam können wir sie leichter machen. Bitte unterstützen Sie Frauen in Not!“
Spenden Sie bitte auf das Spendenkonto der Caritas Kärnten
Kärntner Sparkasse
IBAN: AT40 2070 6000 0000 5587
Spendenzweck: Inlandshilfe
oder online auf www.caritas-kaernten.at/inlandshilfe