Für Notfallsituationen gerüstet

"Wochen für des Leben" - Das Katholische Familienwerk organisierte Kindernotfallkurs in Wolfsberg

Praktische Übungen mit Frau Karin Kügele  (© Foto: Maria Traußnig)
Praktische Übungen mit Frau Karin Kügele (© Foto: Maria Traußnig)

Unsere Kinder sind das Kostbarste was wir haben. Alle Eltern und Großeltern wollen nur das Beste für sie und hoffen, dass ihnen nichts passiert. Was tun, falls doch einmal ein Ernstfall eintritt? Bei einem Kindernotfall ruhig zu bleiben und das Richtige zu tun, ist nicht einfach.
In der Rotkreuzstelle Wolfsberg gab die Lehrbeauftragte des Roten Kreuzes, Frau Karin Kügele, eine sechsstündigen Theorie- und Praxiseinheit zum Thema Kindernotfall, welche vom Katholischen Familienwerk organisiert wurde.

Die meisten Unfälle passieren zu Hause

Gerade in den ersten Lebensjahren sind Kinder durch ihren Entdeckungsdrang extrem gefährdet. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen - das gilt gerade in der Medizin und auch in der Ersten Hilfe.
Ein Teil des Kindernotfallkurses beschäftigte sich mit Maßnahmen der Ersten Hilfe bei verschiedenen Notfällen und Erkrankungen im Säuglings- und Kindesalter. Entgegen der Einschätzung der Eltern, passieren die meisten Unfälle nicht im Verkehr, sondern zu Hause und in der Freizeit. Der zweite Teil befasst sich mit den Gefahren im Freien, Haushalt usw., die unseren Kindern drohen, und den Maßnahmen, um diesen Gefahren vorbeugen zu können.

Man kann nichts falsch machen

Die Teilnehmer sollten befähigt werden, bei Notfällen rasch und richtig zu reagieren und Maßnahmen zu setzen, um ihre Kinder vor den Gefahren ihrer Umwelt zu schützen.
„Das Wichtigste im Notfall ist etwas zu tun. Man kann nichts falsch machen, außer man macht nichts“, sagt Frau Kügele. „Bei Unfällen ist es ganz wichtig auf die Kinder beruhigend einzuwirken und sie niemals alleine zu lassen, auch nicht auf dem Weg ins Krankenhaus“, so die Vortragende.

Übung macht den Meister

Ein wesentlicher Teil des Kurses sind die praktischen Übungen. Neben dem korrekten Anlegen von verschiedenen Verbänden, wurden auch die Mund zu Mund Beatmung, Herzdruckmassage und der Umgang mit dem Defibrillator an Kinderdummys geübt.


Am Ende des Kurses waren die Kursteilnehmer mit der Hilfeleistung nach Unfällen oder bei Eintritt plötzlicher Erkrankungen so vertraut, dass sie selbstständig und eigenverantwortlich Erste Hilfe leisten können. Sie bekamen dafür eine Bescheinigung über den Kurs und eine umfangreiche Notfall-Fibel mit Maßnahmen bei Säuglings- und Kindernotfällen.