Organisation

Jugendzentrum „St. Jakob“

“Baum des Lebens” im Jugendzentrum

Sonderprojekt Semesterferien 2018

In den Semesterferien 2018 wurde das zweite große Wandgemälde im Jugendzentrum „St. Jakob“ angefertigt. Sinn und Ziel dieses Projektes war es wieder Gott zu ehren, die Gemeinschaft unter jungen Leuten zu stärken, das Jugendzentrum in Villach zu verschönern und darüber hinaus den Glauben zu vertiefen. Gewissermaßen eine Hinführung zum Glauben mit christlicher Kunst und kreativen Gestalten. Das Bild wurde zuerst mit einer Bleistiftskizze auf der Wand vorgezeichnet und dann mit Acrylfarben ausgemalt. Insgesamt waren in dieser Zeit über 9 Jugendliche daran beteiligt. Gemalt wurde es im Stil des österreichischen Jugendstilkünstlers Gustav Klimt, inspiriert von seinem Werk, dem sogenannten „Stoclet-Fries“ (1911). Im Jugendzentrum hingegen wurde dieser „Lebensbaum“ von Klimt in einen christlichen Kontext gesetzt und mit einem Kreuz verbunden, das ja der eigentliche „Baum des Lebens“ ist! Denn aus dem Schmerz und dem Tod entsteht Auferstehung und neues Leben. Das soll auch die tiefste und eigentliche Botschaft dieses Bildes sein!

Am gemalten Kreuz befinden sich am senkrechten Balken ein A und ein O für Christus als das Alpha und das Omega und am Querbalken sind ein M und ein R aufgezeichnet als Buchstaben für „Maria Regina“, also Maria Königin, die ja die „Mutter des Lebens“ ist. Inmitten dieses Kreuzes befindet sich eine gebrochene Hostie mit drei Blutstropfen und dem Namen Jesus, die für den gekreuzigten Herrn steht, der sich für uns hingegeben hat, um uns Erlösung und neues Leben in seinem Tod zu schenken. Ganz unten im Bild steht in lateinischer Sprache die Stelle aus Genesis 2,9 (Lignum etiam vitae in medio paradisi), in der über den „Baum des Lebens“ erzählt wird, der inmitten des Paradieses steht. Die großen, prächtigen und spiralförmigen Verästelungen (über 200) symbolisieren alle die verschiedenen Früchte des neuen Lebens wie Liebe, Barmherzigkeit, Freudschaft, die Heiligen,… Diese Mächtigkeit soll die unendliche Güte und Liebe Gottes zum Ausdruck bringen. In der oberen Hälfte des Baumes erstreckt sich ein Spruchband, dessen Bibelvers sich infolge über die Decke des Jugendzentrums zieht. Wer ihn lesen will, muss bald einmal weiter hinauf schauen und sich umdrehen, um weiterlesen zu können. Es soll ein Zeichen sein dass wir uns immer wieder „bekehren“ müssen und unseren Blick auf Gott richten sollen! Gewählt wurde dafür die Stelle aus der Offenbarung des Johannes vom „Baum des Lebens“: „Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende. Selig, wer sein Gewand wäscht: Er hat Anteil am Baum des Lebens und er wird durch die Tore in die Stadt eintreten können.“ – Offb 22, 13-14. Dieser Vers spiegelt genau das wieder, was das Bild und das Kreuz am Bild aussagen sollen! Fertiggestellt wurde das Gemälde schließlich am 22. Februar 2018, dem Fest Kathedra Petri.

Danke an all jene, besonders der Jugendzentrumsleiterin Irene Tautscher, die zum Gelingen dieses Projektes beigetragen haben!

Text: Luca Fian