Organisation

Referat für Mission und Entwicklungszusammenarbeit

Piel

Unterstützung der Diözese Rumbek

Ernst Ulz mit seinen Mitarbeitern (© Foto: Ernst Ulz)
Ernst Ulz mit seinen Mitarbeitern (© Foto: Ernst Ulz)

PIEL ist der Solidaritätsfond für Einheimische Priester in Entwicklungsländern, der seit Jahren Priester in ihrer Tätigkeit für die Menschen unterstützt.

Seit 2014 wird die Arbeit des steirischen Missionars Ernst Ulz in der Diözese Rumbek im Südsudan unterstützt. Der Südsudan zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Durch den wütenden Bürgerkrieg leiden die Menschen an bitterer Armut.  Das Projekt stellt die Grundversorgung (Nahrung, medizinische Versorgung) für die Bevölkerung im Raum der Diözese Rumbek sicher und kommt für den Unterhalt der Priester, Missionarinnen und Missionare und deren finanziell schwachen Pfarren auf. Tausenden von Menschen konnte auf diesem Wege schon geholfen werden, dennoch entspannt sich die Situation nicht und die Menschen sind weiterhin auf unsere Unterstützung angewiesen.

Südsudan

Nach der Unabhängigkeit Sudans  wüteten zwei Sezessionskriege (1955-1972 und 1983-2005), die alles zerstörten und heute zählt es zu den ärmsten Nationen der Welt. Nach der Euphorie über die Unabhängigkeit der Republik Südsudans im Juli 2011, brach im Dezember 2013 ein noch verheerender und zerstörender Bürgerkrieg aus. Noch immer halten die Konflikte an, die Menschen verlieren alles was sie besitzen. Das Land  ist vom Ölexport und von der Entwicklungshilfe angewiesen. Die Landstriche mit Ölvorkommen werden stark umkämpft. Die Korruption ist außer Kontrolle und wird nicht überwacht oder gestraft.

Das Land verfügt über keine Infrastruktur, es ist schlechter als in den 50er Jahren. Im ganzen Land gibt es nur 400km Asphaltstraßen. In der Diözese von Rumbek gibt es keine einzige Asphaltstraße. In der Regensaison sind die Sand/Schotterstraßen kaum befahrbar und zerstören die Straßen, dass sie auch nach dem Regen kaum mehr befahrbar sind, da große Rinnsale entstehen. Repariert werden die Straßen nicht. Das größte Problem dadurch entsteht, dass keine Lebensmittel und andere Hilfsgüter nach Rumbek transportiert werden können.

Der Großteil der Bevölkerung sind Rinderzüchter und Halbnomaden. Ihr Leben zentriert sich auf die Rinderzucht, den sogenannten „Rinder-Camps“. Die Menschen bewegen sich mit ihren tausenden von Rindern von Wasserstelle zu Wasserstelle, angelehnt an die Jahreszeit. Die ganze Kultur basiert auf der Rinderzucht.

Diözese Rumbek

Die Diözese wurde 1955 gegründet. Durch die Kriege im Südsudan wurde die Arbeit für Jahrzehnte unterbrochen und erst 1991 wieder durch Mons. Cesare Mazzolari aufgenommen. Seit 2013 ist Fr. John Mathiang Machol der Leiter der Diözese. Die Diözese arbeitet auf folgenden Sektoren: Pastoral, Liturgie, Katechese, Priesterberufungen, Bildung, Gesundheit, Gerechtigkeit und Frieden, Kinder- und Frauenrechte, 2 Radiostationen, Erste Hilfe und Entwicklungsprojekte in Gemeinden. Detailierte Infomationen zur Tätigkeit der Diözese finden sie im Jahresbericht (unten angehängt).

Leitbild der Diözese: „Geht hinaus und macht euch eure Hände schmutzig und zeigt die Liebe Gottes den Schwächsten durch konkrete Hilfe“ - Hl. Papstes Franziskus. Liebe, Liturgie und Verkündigung sind die Grundelemente des kirchlichen Lebens. Wenn Menschen hungern, reicht es nicht nur das Wort Gottes zu verkünden, sondern die Menschen müssen auch verpflegt werden. Es ist nutzlos über die Liebe Gottes zu seinem Volk zu sprechen, wenn dieselben Personen am Verhungern sind oder keinen Zugang zur medizinischen Versorgung haben. 

Wie wurde Ihre Spende 2015 eingesetzt?

EUR 2.800 wurden verwendet um die monatlichen Unterhaltskosten von Priestern und Ordensleuten zu decken.

EUR 3.080 wurden den Pfarrern anvertraut um damit den Bedürftigsten in ihren Pfarreien zu helfen. Es wurden Lebensmittel und Medikamente gekauft und Arztkosten bezahlt. Die Pfarrer wurden führen eine einfache Liste mit dem Namen der Empfänger, einer kurzen Situationsbeschreibung, welche Art von Hilfe diese Person erhalten. Die Empfänger bestätigten das dann mit ihrem Fingerabdruck (da die meisten von ihnen ja Analphabeten sind).

Ernst Ulz

Der steirische Missionar Ernst Ulz war 6 Jahre lang für die Finanzen der Diözese verantwortlich. Er beendete diese Tätigkeit mit 30. April 2016 um in der Fokolar-Gemeinschaft in Tansania mit zu helfen. Sein Nachfolger ist sein bisheriger Mitarbeiter Mr. Simon Muchiri den Hr. Ulz als sehr zuverlässig beschreibt. Wir können also weiterhin auf gute Zusammenarbeit zählen.