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Allg. öffentl. Krankenhaus der Elisabethinen Klagenfurt GmbH

Verletzungen bei der Fußball-WM: Prävention bleibt der wichtigste Schutz

Als Teamarzt im Nachwuchsbereich des Österreichischen Fußballbundes begleitet OA Dr. Peter Ambrozy regelmäßig junge Leistungssportler

Wenn bei einer Fußball-Weltmeisterschaft die besten Spielerinnen und Spieler der Welt aufeinandertreffen, geraten nicht nur Taktik und Technik in den Fokus, sondern auch die körperliche Belastung. Hohe Intensität, enge Spielpläne und enorme Erwartungen erhöhen das Risiko für Verletzungen. Welche Verletzungen besonders häufig auftreten und wie sie sich vermeiden lassen, erklärt der Klagenfurter Orthopäde und Traumatologe OA Dr. Peter Ambrozy vom Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt.

Knieverletzungen zählen zu den häufigsten und folgenschwersten Problemen im Fußball. OA Dr. Peter Ambrozy erklärt im Interview, warum gerade Kreuzbandrisse für Spieler:innen oft monatelange Folgen haben.  (Bild © Depositphotos.com/@ AndreyPopov)
Knieverletzungen zählen zu den häufigsten und folgenschwersten Problemen im Fußball. OA Dr. Peter Ambrozy erklärt im Interview, warum gerade Kreuzbandrisse für Spieler:innen oft monatelange Folgen haben. (Bild © Depositphotos.com/@ AndreyPopov)

Knie, Sprunggelenk und Muskulatur besonders gefährdet

Im Spitzenfußball zählen Verletzungen an Knie- und Sprunggelenken sowie Muskelverletzungen zu den häufigsten Problemen. Gerade in Spielsituationen mit schnellen Richtungswechseln, abrupten Stopps oder intensiven Zweikämpfen wirken enorme Kräfte auf den Bewegungsapparat. Nicht jede Verletzung muss operiert werden, doch bei schweren Schäden kann ein chirurgischer Eingriff notwendig werden. Dazu zählen etwa Kreuzbandrisse, größere Knorpelschäden, verschobene Knochenbrüche oder blockierende Meniskusverletzungen. Ziel einer Operation ist es, die Stabilität des Gelenks langfristig zu erhalten und Folgeschäden vorzubeugen.

Prävention ist die beste Therapie

Für Dr. Ambrozy steht fest: Die wirksamste Maßnahme gegen Verletzungen ist eine konsequente Prävention. Eine gut trainierte Rumpfmuskulatur und eine ausgeprägte neuromuskuläre Kontrolle helfen dabei, Gelenke auch in Extremsituationen zu stabilisieren. Spezielle Aufwärmprogramme können die Verletzungsrate deutlich senken. Besonders wichtig sind darüber hinaus ausreichend Schlaf, eine ausgewogene Ernährung und eine konsequente Regeneration nach Belastungen. Wer Warnsignale des Körpers ignoriert oder dauerhaft ermüdet trainiert, erhöht das Verletzungsrisiko erheblich.

Junge Talente brauchen die richtige Belastungssteuerung

Als Teamarzt im Nachwuchsbereich des Österreichischen Fußballbundes begleitet Ambrozy regelmäßig junge Leistungssportler. Dabei beobachtet er eine zunehmende Zahl an wachstumsbedingten Überlastungserscheinungen. Viele Jugendliche trainieren bereits in jungen Jahren mit sehr hohen Umfängen. Kommt zusätzlich ein starker Wachstumsschub hinzu, reagieren häufig Sehnenansätze an Knie, Schienbein oder Ferse empfindlich.

Die jungen Spielerinnen und Spieler seien oft hochmotiviert und würden ihre körperlichen Grenzen überschreiten, um sportlich voranzukommen. Deshalb komme der medizinischen Betreuung eine besondere Verantwortung zu. Nicht selten müsse man junge Talente bremsen, damit sie langfristig gesund und leistungsfähig bleiben.

Sportmedizin als wichtiger Beitrag für nachhaltige Gesundheit

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OA Dr. Peter Ambrozy (Bild © Lydia Schumer/Privat)

Dr. Peter Ambrozy ist Oberarzt an der Abteilung für Orthopädie und Traumatologie des Elisabethinen-Krankenhauses Klagenfurt. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in der Sportorthopädie, der Kniechirurgie und modernen Gelenkchirurgie. Neben seiner Tätigkeit im Krankenhaus betreut er Nachwuchsmannschaften des Österreichischen Fußballbundes als Teamarzt.

Die Aussagen des Experten zeigen: Erfolg im Sport hängt nicht allein von Training und Talent ab. Entscheidend sind ebenso eine professionelle Belastungssteuerung, ausreichende Regeneration und gezielte Präventionsmaßnahmen. Gerade auf höchstem Niveau können diese Faktoren darüber entscheiden, ob eine Karriere langfristig gesund verläuft.

Ein Beitrag nach einem Interview mit OA Dr. Peter Ambrozy, Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt.