Organisation

Allg. öffentl. Krankenhaus der Elisabethinen Klagenfurt GmbH

Live aus dem OP-Saal

Kärntner Chirurgie-Technik sorgt international für Aufmerksamkeit

Live aus dem OP-Saal des Elisabethinen-Krankenhauses Klagenfurt: Chirurg:innen aus 17 Ländern verfolgten die minimalinvasive Leistenbruchoperation von OA Dr. Andreas Grün und seinem Team in Echtzeit. (Bild: © EKH/Listo Academy)
Live aus dem OP-Saal des Elisabethinen-Krankenhauses Klagenfurt: Chirurg:innen aus 17 Ländern verfolgten die minimalinvasive Leistenbruchoperation von OA Dr. Andreas Grün und seinem Team in Echtzeit. (Bild: © EKH/Listo Academy)

Das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt rückt mit einer Live-Operation die moderne Hernienchirurgie in den internationalen Fokus. Chirurg:innen aus 17 Ländern verfolgten in Echtzeit einen minimalinvasiven Eingriff bei einem Leistenbruch und erhielten dabei praxisnahe Einblicke in eine besonders schonende Operationsmethode, die in Kärnten bereits erfolgreich angewendet wird.

Bilder © EKH/Listo Academy<br />
Live aus dem OP-Saal des Elisabethinen-Krankenhauses Klagenfurt: Chirurg:innen aus 17 Ländern verfolgten die minimalinvasive Leistenbruchoperation von OA Dr. Andreas Grün und seinem Team in Echtzeit.

Live aus dem OP-Saal des Elisabethinen-Krankenhauses Klagenfurt (Bild: © EKH/Listo Academy)

Im Mittelpunkt stand die sogenannte MILS-TAPP-Technik – eine Weiterentwicklung der bewährten minimalinvasiven TAPP-Methode. Durch den Einsatz extrem feiner Instrumente mit nur rund drei Millimetern Durchmesser kann das operative Trauma deutlich reduziert werden. Für Patient:innen bedeutet das weniger Schmerzen nach dem Eingriff, kleinere Narben und eine schnellere Erholung.

Moderne Hernienchirurgie mit internationalem Interesse

Leistenbrüche zählen weltweit zu den häufigsten chirurgischen Erkrankungen. Besonders Männer sind davon betroffen. Unbehandelt kann ein Leistenbruch nicht nur Schmerzen verursachen, sondern auch zu ernsthaften Komplikationen führen. Entsprechend groß ist das internationale Interesse an modernen, möglichst schonenden Operationsverfahren.

Das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt hat sich in den vergangenen Jahren gezielt auf innovative Methoden in der Hernienchirurgie spezialisiert und ist heute zertifiziertes Hernien-Kompetenzzentrum. Mit der Live-Übertragung aus dem Operationssaal wurde nun auch der internationale fachliche Austausch intensiviert.

Während des Eingriffs konnten die zugeschalteten Chirurg:innen den gesamten Operationsablauf in Echtzeit verfolgen und sich direkt mit dem OP-Team austauschen. Gerade dieser unmittelbare Praxisbezug macht das Format für die medizinische Weiterbildung besonders wertvoll.

Lernen direkt aus der Praxis

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Live aus dem OP-Saal des Elisabethinen-Krankenhauses Klagenfurt (Bild: © EKH/Listo Academy)

Durchgeführt wurde die Operation von OA Dr. Andreas Grün, Leiter der Allgemeinchirurgie am Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt, gemeinsam mit seinem Team. Für ihn liegt der große Vorteil der Methode in der möglichst schonenden Behandlung der Patient:innen.

„Durch den Einsatz kleinster Instrumente können wir das operative Trauma deutlich reduzieren“, erklärt Grün. Davon profitieren die Patient:innen durch weniger postoperative Schmerzen und eine raschere Mobilisation. Gleichzeitig ermögliche das Live-Format einen intensiven fachlichen Austausch und eine praxisnahe Weiterbildung von Kolleg:innen auf internationaler Ebene.

Seit der Einführung der MILS-TAPP-Technik wurden im Elisabethinen-Krankenhaus bereits mehr als 50 Patient:innen erfolgreich operiert.

Teil eines internationalen Netzwerks

Als einziges Krankenhaus in Kärnten ist das Elisabethinen-Krankenhaus Teil der international vernetzten LiSTO Academy. Ziel dieser Plattform ist es, moderne chirurgische Verfahren weltweit zugänglich zu machen und den Wissenstransfer zwischen Spezialist:innen verschiedener Länder zu fördern.

Die Live-Operation zeigt eindrucksvoll, dass medizinische Innovation und internationale Vernetzung längst auch in Kärnten stattfinden. Gleichzeitig unterstreicht das Projekt den hohen Stellenwert von Weiterbildung und interdisziplinärem Austausch in der modernen Medizin.

Medizinische Innovation mit nachhaltigem Anspruch

Das Projekt leistet laut Krankenhaus auch einen Beitrag zu mehreren Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Dazu zählen insbesondere hochwertige Gesundheitsversorgung, internationale Bildungskooperationen sowie globale Partnerschaften im Gesundheitsbereich.

Das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt gehört seit 2006 zur Gesundheitsgruppe der Barmherzigen Brüder Österreich und ist Teil der heutigen „Barmherzige Brüder Ordensprovinz Europa Mitte“.

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