Erste Kärntner Ärztin erhält Diplom für interventionelle Endoskopie
Gleich mehrere Erfolge bei der 59. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH)
Oberärztin Dr. Karin Steidl vom Krankenhaus der Barmherzigen Brüder St. Veit setzt einen Meilenstein. Auch weitere Auszeichnungen und wissenschaftliche Erfolge unterstreichen die hohe fachliche Kompetenz der Abteilung für Innere Medizin.
Ass. Dr. Bernhard Fischer (2. von rechts.), ist Förderpreisträger für Nachwuchsendoskopiker 2026 (Bild © Privat)
Die Abteilung für Innere Medizin des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder St. Veit konnte bei der 59. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH) gleich mehrere Erfolge verzeichnen. Einen besonderen Meilenstein erreichte Oberärztin Dr. Karin Steidl: Die Fachärztin für Innere Medizin erhielt als erste Ärztin Kärntens das ÖGGH-Diplom für interventionelle Endoskopie. Österreichweit verfügen derzeit erst zwei Ärztinnen über diese hochspezialisierte Qualifikation.
Moderne Endoskopie eröffnet neue Behandlungsmöglichkeiten
Die interventionelle Endoskopie verbindet Diagnostik und Therapie in einem Eingriff. Blutungen können gestillt, Polypen entfernt oder Engstellen im Verdauungstrakt erweitert werden – häufig ohne Operation. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das schonendere Behandlungen, kürzere Erholungszeiten und oftmals einen stationären Aufenthalt von deutlich kürzerer Dauer.
„Viele Verfahren haben sich in den vergangenen Jahren stark weiterentwickelt. Eingriffe, die früher operiert werden mussten, können heute oft endoskopisch erfolgen. Diese Möglichkeiten möchten wir unseren Patientinnen und Patienten auch in St. Veit anbieten und weiter ausbauen“, betont OÄ Dr. Karin Steidl. Der Schwerpunkt liege dabei auf spezialisierten diagnostischen und therapeutischen Eingriffen nach Überweisung durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte.
Neue Endoskopie stärkt den Standort St. Veit
Mit der neuen Spezialisierung geht auch ein weiterer Ausbau des medizinischen Angebots einher. Noch im Laufe dieses Jahres nimmt die neue Endoskopie des Krankenhauses ihren Betrieb auf. Zusätzliche Untersuchungsräume und moderne Ausstattung schaffen die Voraussetzungen, das diagnostische und therapeutische Leistungsspektrum weiter auszubauen.
„Mit der neuen Endoskopie schaffen wir die Voraussetzungen, unser Leistungsspektrum gezielt auszubauen. Gleichzeitig investieren wir in die Spezialisierung unserer Mitarbeitenden. Beides gehört zusammen und kommt unmittelbar der Versorgung unserer Patientinnen und Patienten zugute“, erklärt Prim. Dr. Hans Peter Gröchenig, Vorstand der Abteilung für Innere Medizin.
Weitere Auszeichnungen für das Team
Auch der medizinische Nachwuchs konnte bei der Jahrestagung überzeugen: Ass. Dr. Bernhard Fischer wurde mit dem Förderpreis für Nachwuchsendoskopiker 2026 ausgezeichnet. Die Fachgesellschaft würdigt damit junge Ärztinnen und Ärzte, die sich durch besonderes Engagement und fachliche Leistungen in der Endoskopie hervorheben.
Darüber hinaus präsentierten OÄ Dr. Karin Steidl, Ass. Dr. Florian Strasser und Ass. Dr. Antonia Müller wissenschaftliche Poster. Ärztinnen und Ärzte der Abteilung gestalteten außerdem Programmpunkte der Jahrestagung mit. Ass. Dr. Antonia Müller organisierte zudem das vierte Pre-Symposium der Young ÖGGH, das sich an den gastroenterologischen Nachwuchs richtet.