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Geschichte der Pfarre

 
 
 

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Pfarradmin / CW

Kunst und Geschichte

© Foto m. hofer

(© Foto: m. hofer)

Streifzug durch die Geschichte

Schon in der Spätantike kamen christliche Missionare aus Aquileja in die damalige römische Provinz Noricum, um hier das Christentum zu verbreiten. Gegen Ende des 6. Jahrhunderts drangen slawische Stämme in das Land ein und nahmen es in Besitz. Das Land fiel wieder in das Heidentum zurück. Um 740 gewannen die Baiern die Oberhoheit in Karantanien. Um diese Zeit setzte die zweite Christianisierung ein.

Die Kirchengründung von Maria Gail dürfte – wie Historiker annehmen – von den Langobarden erfolgt sein, denn die Landschaft „Zeilia“ (= Gail) gehörte zu ihrem Herrschaftsgebiet. Allerdings fehlen uns für den Ort und die Kirche von Maria Gail frühe schriftliche Quellen. Die erste urkundliche Erwähnung („villis in plebe sancte Marie de Villach“ = Dorf in der Pfarre der heiligen Maria von Villach) lesen wir in der Gründungsurkunde des Klosters St. Gallus in Moggio in Friaul aus dem Jahre 1136, einer Zusammenfassung älterer Besitzurkunden.
Im Jahre 811 schlichtete Karl der Große einen Kompetenzstreit zwischen den beiden Kirchenprovinzen Salzburg und Aquileja, in dem er den Draufluss als Grenze festlegte. Der Kirche an der Gail als „Urpfarre“ unterstanden damals rund 25 Filialkirchen. Daraus sind später 10 eigene Pfarren hervorgegangen.

Kriegerische Türken,
lutherisches Gotteshaus, Turmeinsturz

In mehreren Wellen suchten im 15. Jahrhundert kriegerische Türken unser Land heim. Im Jahre 1478 kamen die „ Renner und Brenner“ auch  „Zu Unser Frawen an der Geyl“. Die von den Türken geschändete Kirche wurde im Jahre 1486 neu geweiht. Die noch heute vorhandene „Türkenglocke“ aus dem Jahre 1473 erinnert an jene stürmischen Zeiten.
Alle Pfarrkirchen im einstigen Bereich der „Urpfarre“, sowie die Patronatsherrschaft, waren im 16. Jahrhundert lutherisch geworden. Auch in der Pfarrkirche von Maria Gail traten über mehrere Jahrzehnte lutherische Prädikanten auf. Ein Ereignis besonderer Art war der Einsturz des Kirchturms im Jahre 1580. Die Ursache dürfte wohl in der Vernachlässigung der Bausubstanz durch die Grundherrschaft gelegen sein. Erst 1606 wurde der Turm wiedererrichtet.
Seit dem Jahre 1973 gehört die Pfarre Maria Gail mit ihren ca. 1600 Katholiken durch Eingemeindung zum südlichsten Stadtteil von Villach. Durch die 1981 fertig gestellte Johanneskirche in Drobollach besitzt Maria Gail wieder eine eigene Tochterkirche.

 

In der Pfarrkirche Maria Gail gibt es zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten.

Die beiden barocken Seitenaltäre und der barocke Hochaltar mit der Schutzmantelmuttergottes aus der Zeit um 1600 sind erwähnenswert. Dieses Hochrelief gilt heute als Gnadenbild der Wallfahrtskirche. An der Nordseite sind drei spätgotische Statuen, Maria mit Kind, Barbara und Margaretha zu sehen.

Der spätgotische Flügelaltar ist das Glanzstück des Gotteshauses. Er ist ein letztes wichtiges Erzeugnis der älteren Villacher Werkstätte, vermutlich in der Zeit zwischen 1505 und 1515. Der Schrein zeigt die Marienkrönung, während auf den Innenseiten der Schreinflügel Szenen aus dem Marienleben dargestellt sind, können wir auf den Flügelaußenseiten vier Bilder bewundern, die dem Meister des Lazarinischen Veronika-Altars zugeordnet werden. Die mystische Einhornjagd mit Maria im „Hortus conclusus“ und die Auferstehung Christi verdienen eine besondere Erwähnung. Die Predella zeigt in der Mitte die hl. Anna Selbdritt mit der heiligen Sippe. Die kleinen Schreinflügel  wurden aus  Sicherheitsgründen entfernt. Das Gesprenge ist bis auf das Kruzifix leider verloren gegangen.
An den Außenmauern der Kirche sind sehenswerte Steinplastiken eingefügt, eine spätgotische Gottesmutter, Tierkampfszenen und eine Georgslegende. Die beiden Engel der Weltgerichtsdarstellung – St. Michael mit Schwert und Seelenwaage, der zweite Engel mit Posaune und Kreuz – sind wohl vor 1300 entstanden.

 

Kontaktperson für Wallfahrten: Johann Hasslacher, Tel.: +43 (0) 664 56 99 387

Spätgotischer Flügelaltar, ca. 1515
Late Gothic winged altar, 1515
Polittico tardo gotico, 1515
Poznogostki grilni otar, 1515

Fresken 13. Jhdt: Geißelung Christi
Fresco, 13th century: Flagellation of Christ
Affreschi del secolo XIII: Flagellazione di Cristo
Bicanje Kristusa, freska iz 13. stoletja

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