Organisation

Sekretariat des Diözesanrates

Diözesanrat im Herbst beschäftigte sich mit PGR-Kongress in Mariazell

Rückschau auf die Plenarsitzung des Diözesanrates am 19./20. November 2010 in St. Georgen

Der Pfarrgemeinderatskongress in Mariazell, das 40 Jahr-Jubiläum der Kärntner Diözesansynode und die Vergabe des pastoralen Innovationspreises waren Themen der Sitzung.

Vertreter/innen der Pfarre Ludmannsdorf nahmen den ersten pastoralen Innovationspreis entgegen (© Foto: gotthardt-nedelja)
Vertreter/innen der Pfarre Ludmannsdorf nahmen den ersten pastoralen Innovationspreis entgegen (© Foto: gotthardt-nedelja)

„Wir brauchen einander auf dem Weg der Heiligkeit“

Die Herbstsitzung des Diözesanrates beschäftigte sich mit dem PGR-Kongress in Mariazell und dessen Weiterwirken durch einen Kärntner Delegiertentag im kommenden Jahr.

„Mariazell war ein Aufbruch mit engagierten Frauen und Männern, mit Begeisterten“. Dieses Resumee zog Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz bei der Herbstsitzung des Diözesanrates in St. Georgen am Längsee, welche am 19./20. November stattfand. Mariazell war ein Dialog auf Augenhöhe und mit einem offenen Herzen, den anderen wohlwollend anzunehmen, so der Kärntner Bischof, ein Dialog, der offene Fragen für die Kirche formulierte, deren Beantwortung Auftrag und Aufgabe sei. Als offene Fragen nannte der Bischof: „wie kann die Mitverantwortung der Laien in der Gemeindeleitung gestärkt werden“ oder „wie kommen wir in der Kirche zu einer Wertschätzung von Geschlechtlichkeit und Sexualität als Gabe Gottes“ - damit hängen alle Fragen zusammen von Beziehungen und Beziehungsgefügen. Da sind offene Fragestellungen mitten im Volk Gottes und da ist die Frage, wie die Kirche sich als gute und aufmerksame Gesprächspartnerin erweisen kann. Entscheidend ist auch, wie Gott in unseren Pfarren zu Sprache kommt, und wie in diesen Pfarren Evangelisierung geschehen kann.

Die Kirche ist eine Erzähl- und Erinnerungsgemeinschaft

Weiters verwies der Bischof auf das 40 Jahr - Jubiläum der Kärntner Diözesansynode, deren konstituierende Sitzung am 12. Dezember 1970 stattgefunden hatte. Die Kirche sei "eine Erzählgemeinschaft und eine Erinnerungs-gemeinschaft, im Erinnern von beglückenden Begegnungen liegt eine große Kraft. Die Synode war auch die Zeit der Geburtstunde der Kärntner Pfarrgemeinderäte, auch der Diözesanrat ist damals festgelegt worden. Oft wird von der Synode über das markante Ereignis, das Zusammenleben der beiden Volksgruppen, geredet. Das war damals etwas, das Begeisterung in die Kirche gebracht hatte", so unser Bischof. Ein für das kommende Jahr geplanter Kärntner Delegiertentag sei ein Widererwecken dieser Begeisterung, sei eine Fortführung von Mariazell und der Kärntner Diözesansynode.

"Wir brauchen einander auf dem Weg der Heiligkeit", so Bischof Schwarz.
Der Kärntner Delegiertentag soll im November 2011 in Klagenfurt stattfinden, der Vorstand des Diözesanrates wurde von Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz mit der Bildung einer Arbeitsgruppe und der Vorbereitung des Tages betraut. Dieser Delegiertentag soll "Lebensdialoge" führen und die Sehnsucht nach dem Glauben (wieder)wecken. 

Pastoraler Innovationspreis

Am Freitag Abend wurde beim Diözesanrat der pastorale Innovationspreis erstmals vergeben. Die Pfarre Ludmannsdorf/Bilčovswurde für ihr umweltfreundliches Pfarrfest mit dem ersten Preis, einer Skulptur des Künstlers Franz Pipp, ausgezeichnet, weitere Preisträger für ihre nachhaltige Feierkultur waren die Pfarren Saak, St. Peter im Katschtal, Gottestal und Rangersdorf. Dr. Michael Kapller, Mitglied der Jury, schilderte die Idee und das Werden jenes pastoralen Preises. Dieser Preis solle „Frauen und Männer auszeichnen, die vielleicht nicht in der ersten Reihe stehen, die aber in ihrer ehrenamtlichen Arbeit für die Verkündigung des Evangeliums brennen“. Schwerpunkt der eingereichten Projekte war die Frage nach „schöpfungsfreundlichen Pfarrfesten“. Fünf Pfarren wurden ihre umwelt- und schöpfungsfreundliche Feste ausgezeichnet. Der diözesane Umweltbeauftragte Mag. Ernst Sandriesser stellte die Kriterien vor, die ein Pfarrfest zum schöpfungsverantwortlichen macht: das bewusste Gestalten des Festes, die Frage nach dem Einkauf der Produkte, ihrer Erzeugung, die Frage nach fairem Preis und der eigenen Auseinandersetzung mit Fragen der Schöpfung und Umwelt. Punktegleich auf den dritten Platz kamen die PfarrenSaak, Gottestal/Skočidol und Pfarre St. Peter im Katschtal. Der zweite Platz ging an die Pfarre Rangersdorf. Den ersten Preis für das schöpfungsverantwortlichste Pfarrfest geht an die Pfarre Ludmannsdorf/Bilčovs. Die Preise wurden von Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz, Bischofsvikar Dr. Josef Marketz, dem Geschäfstführer von Klimabündnis Kärnten Christian Salmhofer und dem Obmann von BioAustria Hans Kreschischnig übergeben

Wechsel an KA-Spitze

Für die ehemalige Präsidentin der Katholischen Aktion Kärnten, Frau Eva-Maria Wernig hieß es bei dieser Herbstsitzung Abschied nehmen. Ihre Arbeit für den Vorstand des Diözesanrates wird der neue Präsident der Katholischen Aktion, Hofrat Dir. Mag. Wilfried Hude übernehmen. Eva-Maria Wernig wird aber weiterhin für den Deutsch-Slowenischen Koordinationsausschuss tätig sein, einem Ausschuss des Diözesanrates, auch dieser ein Ergebnis der Kärntner Diözesansynode der Jahre 1970/71.