Diözesanbischof
Dr. Alois Schwarz

Bischof Dr. Alois Schwarz

Et verbum caro factum est
Und das Wort ist Fleisch geworden

Anleitung

Sie haben Fragen oder Anregungen und wollen mit uns in Kontakt treten? Verwenden Sie einfach das Kontaktformular auf der rechten Seite, füllen Sie die Felder aus und klicken Sie auf “Senden“.

SCHLIESSEN

Kontakt

Ihre E-Mail an: Internetredaktion

Montag

17.07.2017

Geschichten vom Helfen oder so wirkt die Caritas

 
 
 

Veröffentlicht von:

Internetredaktion/HT

Der druckfrische Wirkungsbericht 2016 zeigt das vielfältige Helfen und Schaffen der Caritas Kärnten und legt auch offen, wohin die 2,4-Millionen-Euro-Spendengelder fließen.

Mag. Marion Fercher und Caritasdirektor Dr. Josef Marketz, © Foto Caritas Kärnten

Mag. Marion Fercher und Caritasdirektor Dr. Josef Marketz (© Foto: Caritas Kärnten)

Die Caritas Kärnten kann viele Geschichten vom Helfen erzählen: von der alleinerziehenden, dreifachen Mutter, die durch eine Finanzspritze doch in der Wohnung bleiben kann;  vom Kriegsflüchtling, der Deutsch gelernt und nach positivem Asylbescheid auch einen Job bekommen hat;  vom jungen, depressiven  Mann, der beruflich unter Druck gekommen ist, zum Alkohol gegriffen hat und durch eine Therapie wieder Sinn im Leben sieht; von der einsamen, alten Frau, der der Besuchsdienst Abwechslung und Freude in den Alltag bringt; vom ugandischen Familienvater, der seine Familie doch wieder ernähren kann. 

Die Caritas hilft Menschen in allen Lebenslagen und verdankt das zu einem großen Teil ihren Spenderinnen und Spendern. Sie haben der Hilfsorganisation der Katholischen Kirche im Vorjahr 2.443.049 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, damit diese Menschen in Not unter die Arme greifen kann. Das zeigt der Wirkungsbericht 2016, der eben erschienen ist, und offenlegt, was mit den Mitteln im vergangenen Jahr geschehen ist.  ,,Wir helfen mit den Spenden direkt und unmittelbar den Betroffenen“, zeigt sich Caritasdirektor Josef Marketz für die Solidarität der KärntnerInnen sehr dankbar. ,,Die großartige Hilfe von privaten SpenderInnen und Unternehmen bedeutet für uns eine große Verantwortung. Wir gehen mit diesen Mitteln umsichtig und transparent um“, sagt Marion Fercher als kaufmännische Geschäftsführerin der Caritas Kärnten.   

Von den 2,4 Millionen Euro Spendengeldern ging der Löwenanteil von 1.149.524 Euro an die Hilfe in Kärnten, konkret an die Sozialberatung und Unterstützung von Einzelfällen, an den psychosozialen Dienst und die Suchtberatung sowie an die Telefonseelsorge und das ,,Eggerheim“ als Tagesbetreuungszentrum für Wohnungslose.  Mit 607.576 Euro fand die Auslands- und Katastrophenhilfe Unterstützung.

349.137 Euro bekam der Bereich Asyl, Migration & Integration für seine Hilfe in Kärnten.

Die Caritas ist aber nicht nur eine Hilfsorganisation, sondern auch ein Dienstleistungsunternehmen in den Bereichen Pflege, Menschen mit Behinderung, Schulen und Kinderbetreuung. Sie hat 2016 in allen Bereichen rund 40 Millionen Euro eingesetzt. ,,Mit 3,8 Prozent der Mittel ist die Verwaltung schlank“,  so Fercher. Für die Caritas arbeiten gegenwärtig 1200 hauptamtliche und knapp 700 freiwillige MitarbeiterInnen.

Alte & neue Wege

Die Caritas Kärnten setzt bei ihrem Einsatz gegen Armut und Not im In- und Ausland auf Altbewährtes, wie die Caritas-Läden, in denen sich 2016 Menschen in Not mit Kleidung, Hausrat und anderen Waren im Wert von rund 250.000 Euro versorgen konnten. Sie beschreitet aber auch neue, innovative Wege und startete 2016 zwei mutige Beschäftigungsprojekte –  den SPAR-Caritas-Supermarkt in der Tirolerstraße in Villach und magdas LOKAL auf dem Stauderplatz in Klagenfurt. ,,Beide werden von den Kundinnen und Kunden bzw. Gästen sehr gut angenommen“, freut sich der Caritasdirektor. Während im Supermarkt, der als sozialökonomischer Betrieb geführt und mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds, des AMS Kärnten und des Landes Kärnten gefördert wird, Menschen der Gruppe ,,50 Jahre plus“ und Langzeitarbeitslose mit dem Ziel der Reintegration auf dem Arbeitsmarkt eine befristete Beschäftigung erhalten, werden im magdas LOKAL, das ein ,,social business“ ist, Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund zu Gastronomie-Fachkräften ausgebildet.

,,Wir nehmen Probleme wahr, einerseits die Arbeits- und Beschäftigungslosigkeit vieler Landsleute, andererseits die Perspektivenlosigkeit von Menschen mit Fluchthintergrund. Mit diesen beiden Projekten bieten wir Lösungen an“, sagt Marketz. Denn: ,,Keinen Job zu haben, macht häufig arm und oft krank.  Das ist unsere Erfahrung mit arbeitssuchenden Menschen.“ 28 langzeitarbeitslose und/oder arbeitslose Menschen ab 50 Jahren erhielten ab Juli 2016 bis Ende des Vorjahres im SPAR-Caritas-Supermarkt eine Beschäftigung. Sie wurden fachlich am Arbeitsplatz geschult und dabei auch sozialpädagogisch individuell unterstützt.     

Als Erfolg entpuppt sich auch magdas LOKAL, in dem im vergangenen Jahr sechs Schlüsselkräfte, drei Lehrlinge mit integrativer Lehre beziehungsweise Teilqualifizierung und sechs Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund beschäftigt waren. Die Weltoffenheit des Lokals zeigt sich auch dadurch, dass Frauen und Männer aus zehn Nationen im magdas gearbeitet haben.  

Den gesamten Wirkungsbericht 2016 samt Jahresrechnung finden Sie auf unserer Homepage http://www.caritas-kaernten.at zum Herunterladen.