Dienstag 19:00 - 21:00
Referent/innen: Dr. Eduard Mahlknecht (KursleiterIn / Vodja tečaja)
Veranstalter: Sodalitas Tainach
Fachbereich: Gesund / Zdravo

Die Romanik umfasst als überwiegend sakrale Kunst in Kärnten den Zeitraum vom 12. ins 13. Jh.. und lässt trotz der wirtschafts- und kirchenpolitischen Zersplitterung eine einheitliche Formensprache erkennen. So ist die Architektur durch massige Kuben und Rundformen, die den Eindruck von Wehrhaftigkeit vermitteln, charakterisiert. Repräsentative Bauten (Bischofskirche, Stiftskirchen) werden zudem mit Doppelturmfassaden bzw .Westwerken (Gurk, Millstatt, St. Paul, Völkermarkt) und einer dreischiffigen Anlage sowie mit reich abgestuften Tür- und Fenstergewänden ausgezeichnet. Die Plastik (Protalreliefs in Gurk, Millstatt, Lieding.u.a.,), die sich allmählich aus der Architekturgebundenheit befreit (Kruzifixus v. Höllein), aber auch die Wandmalerei (Maria Wörth, Rosenkranzk.; Griffen Alte Pfarrk.; Gurk, Westempore; St. Helena am Wieserberg u.a.) sind durch eine strenge Stilisierung (Reduktion auf Grundformen) bzw. Einbindung in übergeordnete geometrische Strukturen bestimmt. Dies verdeutlicht die Überordnung der Symbolhaftigkeit bzw. der Sinnbildlichkeit über die naturnahe Gestaltung. E. M.