Donnerstag 19:00 - 20:00
Referent/innen: Peter Strauß (KursleiterIn / Vodja tečaja)
Veranstalter: Sodalitas Tainach
Fachbereich: Kunst

Wir leben in einer Welt, deren wirklicher Ursprung wissenschaftlicher Erklärung trotzt, die Suche nach der alles erklärenden Weltformel ist bisher erfolglos geblieben. Die Religionen versuchen die Entstehung der Welt mit bildhaften Erklärungen darzustellen. Auch mir ist es seit längerer Zeit ein Anliegen dem Werden der Welt und ihrem Sein in Bildern Ausdruck zu geben. Wir sind auch in unserer Lebenszeit mit großen Umbrüchen und schwerwiegenden Entwicklungen konfrontiert und ich sehe die Aufgabe und Möglichkeit unterstützend mitzuwirken.

Den Erlös meiner Ausstellung werde ich aus diesem Grund der Umwelt-Ausbildung der Kärntner Jugend und der Unterstützung und Bildung der tibetischen Jugend im Exil in Indien widmen.





Peter Strauß , Klagenfurt, im Oktober 2020



Malerischer Werdegang:

Der erste besondere Anstoß erfolgte 1992 bei einem Wochenend-Aquarell-Seminar bei Franz Weiß in OÖ. Erste für mich "herzeigbare Bilder".

Daraus Motivation für die selbständige Weiterarbeit am Aquarell. Fast ausschließlich Arbeit im der Natur. Mehrere erfolgreiche Ausstellungen in den folgenden Jahren.



Eine neue Herausforderung war ab dem Beginn des neuen Jahrtausends eine intensive Auseinandersetzung mit der Aktmalerei bei Alexander Mitterlechner in Salzburg, dessen kritische und pointierte Kommentare sehr hilfreich waren und den zweiten wichtigen Anstoß in der Malerei darstellten. Diese Arbeiten mit Bleistift, Kohle und besonders mit Pastellkreiden waren über mehrere Jahre die Hauptrichtung.



Durch eine Malreise in die Toskana wurde ich nicht nur mit den klassischen Motiven dieser Region, sondern - für mich ungeplant und überraschend - auch mit der Technik der Acrylmalerei konfrontiert. Ich habe diese Technik mit Interesse angenommen und arbeite seitdem überwiegend daran. Diese Zeit in der Toskana mit der Künstlerin Katrin Freudenberger aus Deutschland sehe ich als dritten besonderen Anstoß in meiner Malarbeit.



Am Acrylbild beeindruckt die leuchtende Farbe. Aber auch Formen und Strukturen gewinnen an Bedeutung. Zunehmend war die Frage zu lösen, wie viel weggelassen, wie weit vereinfacht werden kann, ohne die Erkennbarkeit des Motivs zu verlieren.



Dabei war mir aber auch die Auseinandersetzung mit abstrakter Malerei wichtig und herausfordernd. Sie ist ein Anliegen vor allem der jüngeren Zeit. Hier entstanden gute Kontakte und interessante Arbeit in den Workshops bei Jan Reudink und Veronika Erhart in Sachsenburg und Gmünd.



Thematisch ist seit über 15 Jahren die Entstehung und das Sein der Welt und ihre Darstellung eine wiederkehrende Auseinandersetzung (die Genesis).

Ergänzend dazu war mir nach eindrucksvollen Reisen nach Asien und Afrika das Festhalten und die Nachbereitung besonderer Eindrücke ein Anliegen.

In den letzten Jahren haben mich besondere Erlebnisse auch zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema Leben in abstrakterer Form geführt.

Ich möchte aber auch der Aktmalerei immer wieder Raum geben. Das Aquarell ist zeitlich in den Hintergrund treten, bleibt aber als Arbeit des Augenblickes immer ein besonderes Erleben.



Über das Interesse an meinen Arbeiten und über Rückmeldungen freue ich mich!



Die Ausstellung ist bis Samstag, 27. November 2021 geöffnet.