© Foto: Deuer
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Die Wehrkirchen als Kärntner Phänomen am Übergang vom Spätmittelalter zur Frühen Neuzeit

Gurk- und Metnitztal

Samstag 09:00 - 10:00
Referent/innen: Dr. Wilhelm Deuer, MAS
Veranstalter: Bildungshaus Stift St. Georgen am Längsee

Exkursion

Fünf schwere Einfälle leicht bewaffneter, dafür aber schneller türkischer Reiterverbände verwüsteten zwischen 1473 und 1483 Kärnten und verunsicherten die ohnehin durch Naturkatastrophen, Fehdewesen und politische Unsicherheiten bereits hart geprüfte Bevölkerung. Während sich der Adel in seinen Burgen und Schlössern und die Bürger innerhalb ihrer Stadtmauern verschanzen konnten, blieb die bäuerliche Landbevölkerung weitgehend sich selbst überlassen und begann, die Kirchen durch Mauern, Türme und Tore zu befestigen. Nach der ersten Türkenbelagerung 1529 und einem verheerenden Einfall eines osmanischen Heeres in die Oststeiermark wurden die Wehrkirchen weiter ausgebaut. Am besten sind sie in Unterkärnten und besonders auf der Saualm erhalten geblieben und stellen ein anschauliches Beispiel sowohl für bäuerliche Selbsthilfe als auch Gottesvertrauen in schwierigen Zeiten dar.

TERMIN II
Samstag, 31.10.2020 - Gurk- und Metnitztal (St. Wolfgang ob Grades, Deutsch-Griffen, Glödnitz, Altenmarkt und Zammelsberg)

BEITRAG
€ 60,-/Termin

REFERENT
Dr. Wilhelm Deuer, MAS, ehem. stellv. Direktor des Kärntner Landesarchivs, Austria Guide

ZIELGRUPPE
Interessierte an der Kirchen- und Kulturgeschichte Kärntens.

HINWEIS
Die Kosten für ein Mittagessen sind nicht im Beitrag enthalten. 

ANMELDESCHLUSS
21. Oktober 2020