Vom Cortile del Belvedere führt der linke Eingang im Quertrakt zum Archiv, der rechte zur Bibliothek. |  © Foto: Jean-Pol GRANDMONT [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], von Wikimedia Commons
Vom Cortile del Belvedere führt der linke Eingang im Quertrakt zum Archiv, der rechte zur Bibliothek. | © Foto: Jean-Pol GRANDMONT [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], von Wikimedia Commons

“Vera Pazzia” “Wahrer Wahnsinn” - Österreichs “Anschluss” 1938 im Spiegel vatikanischer Quellen

Vortrag von Univ.-Prof. MMag. DDr. Rupert Klieber, Prof. für Kirchengeschichte, Universität Wien

Freitag 19:00 - 20:00
Veranstalter: Kath. Bildungswerk; Pfarre Klagenfurt-St. Egid
Fachbereich: Glaube, Weltanschauung

Der Einmarsch Hitlers in Österreich bedeutete für die österreichische Kirche eine enorme moralische und politische Heraus-forderung. Wie weit konnte man sich den Machthabern, deren kirchenfeindliche Haltung aus dem „Altreich“ hinlänglich bekannt war, entgegen stellen? Oder sollte man sich besser arrangieren, um von Österreich aus einen „neuen Frühling“ im Verhältnis von Kirche und NS-Staat einzuleiten?
Der Aufruf des Episkopats, die Volksabstimmung am 10. April zu unterstützen, oder Innitzers „Heil Hitler“ unter der feierlichen Erklärung der Bischöfe zum Anschluss sind hinlänglich bekannt und werden wie vieles Andere bis heute kontrovers diskutiert. Seit Kurzem hat nun auch der Vatikan seine Geheimarchive zur Ära Pius XI. geöffnet. So ist es erstmals möglich, die Ereignisse im Licht der päpstlichen Diplomatie zu betrachten und teilweile ganz neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Univ.Prof. DDr. Rupert Klieber lehrt Kirchengeschichte am Institut für Historische Theologie an der Universität Wien und leitet das internationale Projekt „Pius XI. und Österreich“ im Vatikanischen Geheimarchiv.

Regiebeitrag € 5,- erbeten