Raum geben - Grenzen wahren

Fortbildung für die Begleitung älterer Menschen im Alten- und Pflegeheim

Bereits abgelaufen
Referent/innen: Andrea Unger, Msc, Psychotherapeutin
Veranstalter: Referat für Seniorenpastoral
Fachbereich: Altenheimseelsorge

Die eigenen Grenzen wahrzunehmen ist wohltuend und heilsam. Oft werden jedoch die eigenen Grenzen überschritten, mal aus Unachtsamkeit, mal aus Unwissenheit und manchmal einfach aus Grobheit. Dabei ist es mitunter gar nicht so einfach, die Grenzüberschreitung sofort wahrzunehmen, geschweige denn sich dagegen zu wehren. Eine wichtige Frage ist daher, wo sind meine inneren Grenzen und wie gehe ich konstruktiv mit Grenzüberschreitungen um, ja, wie kann ich diese vielleicht auch verhindern. Ein anderer Aspekt von Grenzen ist das Erleben der eigenen Begrenztheit, das Leid so groß, der eigene Beitrag so klein. Wie kann ich mit meiner eigenen Begrenztheit gut umgehen? In Beziehungen geht es auch immer wieder um Grenzen und Nähe. Grenzen zu anderen Menschen können wir flexibel gestalten und immer wieder neu definieren, dafür braucht es eine gewisse Achtsamkeit für die eigenen Grenzen und die der anderen. Grenzen setzten heißt oft „Nein“ zu sagen, das macht es manchmal schwer. Grenzen setzen heißt aber auch „Ja“ zu sagen, und das macht es leicht. Ja zu mir selbst, zu dem, was mir im Herzen wichtig ist.