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Dekanat Villach-Stadt

Weil Gott Liebe ist …

Entwicklungsprozess in der Diözese Gurk

„Weil Gott Liebe ist“, lautet der Titel des vom Bischof Josef initiierten Entwicklungsprozesses der Diözese Gurk. Dieser Prozess ist methodisch und inhaltlich mit der Vorbereitung zur Weltsynode verschränkt. Das Leitwort greift das Wesen Gottes auf. Die Menschwerdung Gottes macht diese Liebe in Raum und Zeit sichtbar. Jesus Christus ist die Offenbarung der Liebe Gottes. Die Wintersonnenwende bedeutet den Tiefpunkt des Sonnenstandes und das Zunehmen des Tageslichtes. Mit der Geburt des Messias Gottes, die zur Wintersonnenwende angesiedelt ist, ist eine Zeitenwende eingeleitet. Mit der Zunahme des Lichtes werden die Menschen zur Erkenntnis Gottes geführt. Gott liebt die Menschen und öffnet deren Herz für Gemeinschaft, Versöhnung und Liebe.

Der Entwurf der Grundorientierung des Entwicklungsprozesses unserer Diözese führt zwei Untertitel. Der erste lautet in der Fortschreibung, weil Gott Liebe ist, „…für eine Welt.“ Gemeint ist, dass die Erde das Zuhause aller Lebewesen ist. Für Menschen, Pflanzen und Tiere ist die Erde deren aller Zuhause. Der Mensch ist weder Herr der Welt noch Eigentümer der Erde. Allerdings trägt er Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung, für die Umwelt.

Der zweite Untertitel setzt den Gedanken der einen Welt fort und lautet, …“in der Menschen füreinander da sind.“ Soziale Kälte weicht der Solidarität. Das Grundgebot der Nächstenliebe findet hier seinen Raum. Christentum steht für Gemeinschaft ohne Grenzen. Ich und ich ergeben das Wir. Ein Wir wiegt mehr als das Ich. Ein Ich ohne Wir ist der entfremdete Mensch. Anteilnahme, Respekt, Toleranz, soziale Gerechtigkeit, Menschen- und Freiheitsrechte bestimmen das gesellschaftliche Miteinander.

Die Methode der Weltsynode und des Entwicklungsprozesses ist vorerst das Zuhören. Hören braucht Zeit. Diese Zeit wollen wir einander schenken. Am Ende des diözesanen Entwicklungsprozesses stehen drei Ziele: 1) Die Beziehung zu Christus bestimmt mein Leben. Der Glaube prägt den Alltag. Glaube ist kein Fremdwort. Sinnsuche und Gottsuche bedingen einander. 2) Menschen stehen füreinander ein, sind füreinander da und tragen Verantwortung für die Umwelt. 3) Die Begegnung untereinander ist durch das Hören geprägt. Dem Beraten und Entscheiden geht das Hören voraus.

Mit dem Bischof lade ich Sie zur Lektüre des Entwurfs der Grundorientierung ein, die auf der Webseite unserer Diözese abrufbar ist: www.kath-kirche-kaernten.at/kirchenentwicklung. Sie ist mehr als eine gedankliche Anregung, überzeugen Sie sich!

Dechant Herbert Burgstaller