Pfarre

Maria Gail

Tiefe Trauer um unseren geschätzten Mesner Hannes Hasslacher

Treu, pflichtbewusst, tiefgläubig, engagiert und (kunst)geschichtlich versiert – das sind nur einige Eigenschaften, die unser Mesner besaß.

Am 15. März wurde Hannes Hasslacher nach langer Krankheit von Gott heimgerufen. Er wurde 1937 in Mailberg (Niederösterreich) geboren. Er war beim Österreichischen Bundesheer beschäftigt, kam 1965 nach Wien, wo er unter anderem die Musikakademie besuchte. Als Angestellter der Gebietskrankenkasse landete er in Kärnten. 1968 lernte er seine Frau Maria kennen und 1970 folgte die Heirat in Maria Gail. Ab 1972 war er Referent der Baupolizei und ab 1976 arbeitete er als Fremdenverkehrsreferent für den Bereich Faaker See am Magistrat Villach.

Vor fast 30 Jahren, am 1. September 1990, übernahm er den Mesnerdienst, eine Tätigkeit, die er leidenschaftlich ausübte und die ihm stets Freude bereitete.
Er hat sich über die vielen Jahre liebevoll um das Gotteshaus gekümmert. Gewissenhafter Dienst bei den hl. Messen, Sauberkeit, Verlässlichkeit und schöner Blumenschmuck waren Merkmale seines Dienstes, den er viele Jahre auch gemeinsam mit seiner Frau Maria geführt hat. Hannes Hasslacher war ebenso der Ansprechpartner für die zahlreichen Kirchenführungen für Wallfahrtsgruppen und die auswärtigen Kirchenbesucher. Er war an der Geschichte und Kunstgeschichte interessiert und in diesen Bereichen sehr belesen. In seinen ansprechenden Führungen konnte er Vieles weitergeben.

Sein Organisationstalent und seine Mitarbeit in der Liturgie wurden in der Pfarre ebenfalls besonders geschätzt.

Hannes Hasslacher war auch über seinen Dienst als Mesner hinaus engagiert. In den Jahren 1976 bis 1990 leitete er den Kirchenchor in Maria Gail.
Seine Liebe zum Schauspiel veranlasste ihn, im Jahr 1972 mit einer Gruppe von Dorfbewohnern die „Laienspielgruppe Maria Gail“ (die heute unter dem Namen "Kulturspektrum Maria Gail" geführt wird) zu gründen und er stand selbst gerne und oft auf der Bühne, führte Regie oder half mit, wo es nötig war. Dafür hat er als Anerkennung Auszeichnungen erhalten, wie die Georg Bucher Medaille vom Landestheaterverein und das Kulturehrenzeichen der Stadt Villach.

Die gesamte Pfarre trauert um einen liebenswerten Menschen, der Ausgeglichenheit, Geduld und sehr viel Herzlichkeit ausstrahlte. Als Zeichen der Anteilnahme und Wertschätzung beten sehr viele Pfarrangehörige gemeinsam von zu Hause aus den Rosenkranz für ihren Mesner.

Herr, vollende du nun sein Leben in deinem großen Frieden, schenke ihm bei dir Geborgenheit und gib ihm Anteil an der ewigen Freude!

BP