Pfarre

Weißenstein

Christihimmelfahrt

mit Heilondaufziagn

Jesusfigur auf der Wolke (© Foto: Sabine Zehentner)
Jesusfigur auf der Wolke (© Foto: Sabine Zehentner)

Zu Christi Himmelfahrt wird eine langjährige Tradition in der Kirche in Weißenstein hochgehalten: das "Heiland aufziagn". Nach der Festtagsmesse, die der Kirchenchor musikalisch umrahmt, findet eine kleine Prozession um die Kirche statt. Die Jesusfigur, die auf einer Wolke steht, wird um die Kirche durch den Friedhof getragen. Währenddessen begeben sich vier Männer: Günther Seidler, Seppi Gatternig, Peter und Franz Zehentner, mit Engeln, Seilen und Hacken in das Kirchengewölbe - in den Himmel sozusagen. Seit über 20 Jahren halten die Vier diese Tradition Jahr für Jahr aufrecht. Die Pfarrgemeinde nimmt im Kirchenraum wieder Platz. Der Heiland wird an einem Seil befestigt und alle warten gespannt, dass die Engel Jesus entgegenkommen und ihn in den Himmel begleiten. Sehr anschaulich wird so Christi Himmelfahrt dargestellt. Wenn die Kinder später einmal in den Glockenturm und in das Dachgewölbe steigen dürfen, fragen sehr viele nach dem vermeintlichen Himmelstor, in das jedes Jahr der Heiland aufgezogen wird. Die ältere Bevölkerung achtet auch sehr darauf, in welche Himmelsrichtung die Jesusfigur knapp vorm Verschwinden schaut, denn aus dieser Richtung sollen im kommenden Jahr die Unwetter kommen. Für das Jahr bis zum nächsten Heilondaufziagn kann eigentlich nichts schiefgehen - Jesus auf der Wolke entschwand nach kurzem Zögern - mit Blick nach Süden!