Dekanat

Dekanat Krappfeld

Harley und Halleluja

Firmung, eine Mopedwallfahrt und Erntedank - das waren die Schwerpunkte des zweiten Tages der Kontaktwoche

Mit Gottvertrauen (und mit Helm) unterwegs- Kaplan Bernd Wegscheider dreht bei der Mopedwallfahrt eine Ehrenrunde (© Foto: i.tautscher)
Mit Gottvertrauen (und mit Helm) unterwegs- Kaplan Bernd Wegscheider dreht bei der Mopedwallfahrt eine Ehrenrunde (© Foto: i.tautscher)

Eine Kontaktwoche ist ein "Mix" aus Bewährtem und Neuen und Besonderen - das zeigte sich auch am zweiten Tag der Kontaktwoche des Dekanates Krappfeld. Während in den Pfarren des Dekanates laut Gottesdienstordnung die heiligen Messen gefeiert wurden, war die Messe in Silberegg heute eine besondere- schließlich spendete Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz jungen Christ/innen das Sakrament der Firmung und ließ sich nicht die Gelegenheit entgehen, mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen.

Etwas Neues wagte die "junge Kirche" am frühen Nachmittag - sie lud zu einer Moped-und Motorradwallfahrt von Althofen zur Wallfahrtskirche Maria Hilf oberhalb Guttarings. Von H bis V, von Harley bis Vespa, spann sich das Spektrum der teilnehmenden Modelle, die Bergwertung nach Maria Hilf wurde problemlos geschafft, oben angekommen spendete Jugendseelsorger Gerhard Simonitti den Teilnehmer/innen den Wallfahrtssegen und segnete auch gleich die unterschiedlichen Zweiräder mit. Vielleicht entsteht durch diese erstmalige Aktion so etwas wie eine "neue Tradition".

Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz feierte am Nachmittag in der Pfarre St. Oswald oberhalb Ebersteins das Erntedankfest. Im Rahmen des Festgottesdienstes, der vom Quartett Noreia musikalisch gestaltet wurde, verwies der Kärntner Bischof auf die neue Enzyklika Papst Francescos, die "Umweltenzyklika laudato si". Der Papst lobe u.a. die kleinräumige Landwirtschaft als Möglichkeit, Landschaft zu schützen und die Welt zu ernähren - kleinräumige Landwirtschaft geschehe in Kärnten und dieser Region: "auch bei uns heißt es daher kleinräumig zu achten auf die Gaben der Schöpfung, auf die Gaben des Lebens", so Bischof Schwarz. Die Feier des Erntedankfestes sei ein Zeichen um das Wissen des Menschen, dass er trotz allen Engagements und Einsatzes nicht alles selbst in der Hand habe. Erntedank heiße, so der Bischof: "Gott, wir vergessen nicht, dass das, was wir ernten, Gabe deiner Schöpfung ist". Bischof Schwarz bestärkte die Mitfeiernden der kleinen Bergpfarre in ihrem Entschluss, vor Ort Lebens-Raum zu gestalten: "Sie leben in einer Region, wo das Ursprüungliche noch greifbar ist. Pflegen sie das Miteinander, das Miteinander-Gestalten des Lebens. Ertragen sie einander, vergeben sie einander - seien wir erfinderisch im Zugehen aufeinander. Zeigen wir der großen Welt, dass wir im Kleinen Lebens-Mittel - schützend miteinander leben". Im Anschluss an die Messe kam es noch im Volksliedhaus zur Begegnung mit dem Bischof.