Pfarre

Karnburg

Karnburger Sommerkino 2020

Auch in diesem Jahr findet in unserem Pfarrstadl in den Sommerferien jeweils an den Freitagen am späten Nachmittag bzw. am Abend das Karnburger Sommerkino statt.

Drei Großen der Filmgeschichte ist dabei ein kleiner Schwerpunkt gewidmet:

Der 1999 verstorbene Regisseur Stanley Kubrick gehört für Filmschaffende und – kritiker zu den bedeutendsten Filmemachern aller Zeiten, wenngleich er selbst nie einen Oscar als bester Regisseur bekommen hat. Kubrick hat die verschiedenen Genres analytisch zerlegt, um deren Bestandeile zu etwas völlig Neuem zusammenzusetzen. Jede Szene wurde bis ins kleinste Detail perfektioniert. Zu seinen bekanntesten Filmen zählen „Wege zum Ruhm (einer der besten Antikriegsfilme aller Zeiten)“, „Spartacus“, „Lolita“, „Eyes wide shut“ und „Full Metal Jacket“. Wir zeigen den Science-Fiction Film „2001 - Odyssee im Weltraum“, nach einer Romanvorlage von Artur C. Clarke, „Shining“ – einen Horrorthriller mit Jack Nicholson und „Wege zum Ruhm“, einen der besten Antikriegsfilme mit der im heurigen Februar verstorbenen Hollywoodlegende Kirk Douglas in der Hauptrolle.

Der zweite kleine Programmschwerpunkt ist dem einzigartigen Komikerduo Stan Laurel und Oliver Hardy gewidmet. Ihre Filme, die zeitlos berühren und zum Lachen bringen, scheinen v.a. beim jüngeren Publikum immer mehr in Vergessenheit zu geraten. Dem wollen wir entgegenwirken.

Auch für unsere Kinder, Jugendlichen und Junggebliebenen gibt es jeden zweiten Freitag um 16 Uhr einen Film im Pfarrstadl (gelb hinterlegt).

Freitag, 3. Juli, 16 Uhr: „Michel aus Lönaberger in der Suppenschüssel“ (von Astrid Lindgren) (1971)
Freitag,3. Juli, 19 Uhr: „Onkel Paul, die große Pflaume (der Familienschreck)“, mit Louis de Funés
(1969): Das Leben des Fabrikanten Paul de Tartas und dessen Familie wird völlig auf den Kopf gestellt, als der im ewigen Eis vor 65 Jahren verschollene Großvater seiner Frau in einem Eisblock wiedergefunden und aufgetaut wird.

Freitag: 10. Juli, 19 Uhr: „2001 – Odyssee im Weltraum“ von Stanley Kubrick (1968):
Der Film beschreibt eine Reise zum Jupiter mithilfe des Supercomputers HAL, nachdem ein mysteriöser Monolith entdeckt worden ist, der die menschliche Evolution beeinflusst. Der Film befasst sich mit den Themen Existenzialismus, menschliche Evolution, künstliche Intelligenz und der Existenz außerirdischen Lebens. Bahnbrechende Spezialeffekte und die großartige Filmmusik (u.a. Also sprach Zarathustra von Richard Strauss) machen den Film zu einem einzigartigen Kinoerlebnis.

Freitag, 17. Juli, 16 Uhr: „Auf hoher See“ mit Stan Laurel und Oliver Hardy (1940)
Freitag, 17. Juli, 17 Uhr 30: „Laurel und Hardy in Oxford“ (1940)
Freitag, 17. Juli, 19 Uhr: „die Wüstensöhne“ mit Stan Laurel und Oliver Hardy (1933)

Freitag, 24. Juli, 19 Uhr: „The Wall“ von Pink Floyd, ab 16 Jahren!
Verfilmung des gleichnamigen Albums mit Bob Geldof in der Hauptrolle. Der Film folgt keiner stringenten Handlung, sondern lässt Erinnerungen, Ängste und Träume des Hauptdarstellers Revue passieren oder in Form von Comicstrips und Videoclips sichtbar werden. Der Film setzt sich mit der Geschichte des Kindes Pinky, das seinen Vater im 2. Weltkrieg verliert und von seiner überfürsorglichen Mutter quasi erdrückt wird, und dem Leben des erwachsenen, nunmehr unter Drogeneinfluss und Einsamkeit leidenden Rockstars Pink auseinander. Realität und Phantasie mischen sich immer weiter ineinander. Einsamkeit, totalitäre Systeme, angefangen von der Schule bis zum Staat, zerstören Menschen und Gesellschaft. Am Ende sind es die Kinder, die die Trümmer wegräumen. Letztlich macht auch die Filmmusik von Pink Floyd den Film zu einem absoluten Muss v.a. für die jüngere Generation und die Junggebliebenen.

Freitag, 31. Juli, 16 Uhr: „Bambi“, Zeichentrickfilm von Walt Disney (1942)
Freitag, 31. Juli, 19 Uhr: „Shining“, Horrorfilm von Stanley Kubrick mit Jack Nicholson in der
Hauptrolle nach einer Romanvorlage von Stephen King (1980), ab 16 Jahren!

Freitag, 7. August, 19 Uhr: „The Birdcage – Ein Paradies für schrille Vögel“, Komödie (1996).
Ausnahmsweise steht hier das Remake mit Robin Williams und Gene Hackman in den Hauptrollen dem Original „ein Käfig voller Narren“ in nichts nach. Die Tochter des konservativen und erzkatholischen Senators Kevin Keely will heiraten - ausgerechnet den Sohn des Besitzers eines Nachtklubs, Almand, in dem dessen Lebensgefährte Albert als Travestiekünstler die Hauptattraktion ist. Der Senator glaubt, der zukünftige Schwiegervater seiner Tochter wäre ein griechischer Kulturattaché. Damit die Hochzeit nicht gefährdet wird, willigt Armand ein, beim Besuch des Senators eine traditionelle Familie vorzutäuschen. Die Katastrophe nimmt ihren Lauf.

Freitag, 14. August, 16 Uhr: „Michel bringt die Welt in Ordnung“ (Michel aus Lönaberger von Astrid
Lindgren, 1971)
Freitag, 14. August, 19 Uhr: „Wege zum Ruhm“ (1957) von Stanley Kubrick, ab 16 Jahren!
Der ehrgeizige französische General Mireau gibt den Befehl, eine deutsche Festung zu stürmen. Ein aussichtsloses Unterfangen - die Soldaten verweigern den Gehorsam. Um die “Moral der Truppe” wiederherzustellen, wird an drei Soldaten ein Exempel statuiert. Ihr Regimentskommandeur Colonel Dax (Kirk Douglas) will vor dem Kriegsgericht die eigentlichen Schuldigen zur Verantwortung ziehen: die Generäle. Einer der besten Antikriegsfilme überhaupt, ein flammender Appell gegen übertriebene Moralvorstellungen und sinnlosen Gehorsam. In der Hauptrolle brilliert Hollywood- Legende Kirk Douglas.

Freitag, 21. August, 16 Uhr: „La stanza del figlio“ – italienische Originalfassung (von und mit Nanni
Moretti, 2001)
Freitag, 21. August, 19 Uhr: „Das Zimmer meines Sohnes“ – deutsche Fassung (von und mit Nanni
Moretti). Sehr sensibel inszenierte Studie über den Zerfall einer Familie durch die Unfähigkeit, mit dem Gefühl der Trauer zurechtzukommen.

Freitag, 28. August, 16 Uhr: „Lassie kehrt zurück“ mit Peter o´Toole (2005)
Freitag, 28. August, 19 Uhr: „die Jagd“ dänischer Spielfilm von Thomas Vintenberg mit Mads
Mikkelsen (2012), ab 16 Jahren!
Nach einer schwierigen Scheidung hat der 40jährige Lucas eine neue Freundin, einen neuen Job in einem Kindergarten und beginnt die Beziehung mit seinem Sohn im Teenageralter wiederherzustellen. Die daher gesagte Lüge eines Kindergartenkindes, noch dazu der Tochter seines besten Freundes, verbreitet sich wie ein Virus und die ganze Gemeinde befindet sich in einem kollektiven hysterischen Ausnahmezustand. Die Hexenjagd auf den vermeintlichen Täter beginnt. Der Film zeigt eindringlich, wie schwer es ist, Opfer vor Übergriffen zu schützen und gleichzeitig mit Augenmaß zu reagieren. Ein filmisches Meisterwerk, dicht erzählt und großartig gespielt.