Pfarre

Himmelberg

Pfarrkirche St.Martin Himmelberg

Kirchenführer

Ansicht der Pfarrkirche (© Foto: Bruno Zwatz)
Ansicht der Pfarrkirche (© Foto: Bruno Zwatz)

Pfarrkirche St. Martin an der Straße

Martin war Soldat und wurde nach seiner Bekehrung und Taufe Bischof von Tours (316 - 397).

Am 11. November wird seiner mit einem Laternenumzug und mit dem Spiel der Mantelteilung gedacht. Die erste Erwähnung der Kirche war ca. 1060, der Ort hieß damals noch Sulca.

Die ursprünglich romanisch-gotische Kirche wurde 1711 nach einem Großbrand eingeäschert,1770 wiederhergestellt und im Stile des Barock erweitert. Der barocke Zwiebelturm musste wegen Baufälligkeit im 19. Jhdt. durch einen Spitzhelm ersetzt werden.

Innenraum: 3 goldstrahlende Altäre mit ausgezeichneten Heiligenfiguren und phantasievollen Rokokoornamenten (Rocaille Kartuschen).

Hauptaltar: Tafelbild mit Darstellung der Heiligenlegende, linker Seitenaltar Nikolaus mit den 3 Kugeln auf seinem Buch. Rechter Seitenaltar: Maria im Strahlenkranz.

In der südlichen Seitenkapelle ein 14-Nothelfer- Altar und die schöne Kanzel vier Kirchenlehrern.

An der Außenfront Standbildrelief des Ritters Balthasar von Pibriach 1556.

Neben der Kirche achteckiger gotischer Karner. Im Gewölbe zarte Bänderrankenstukkaturen von 1725. Heute dient dieser Bau als Aufbahrungshalle.

Die Orgel wurde im Jahre 1923 von der Orgelbaufirma Cäcilia  angefertigt und am 14.Oktober 1923 geweiht.

Die Orgel besteht aus zwei Manualen und einem Pedal, wobei die beiden Manualen 56 Töne (entspricht C-g‘‘‘) und das Pedal 27 Töne (entspricht C-d‘) umfassen.

Das Manual 1 besitzt sechs, das  Manual 2 fünf und das Pedal zwei Register.

Die Orgel wird derzeit von Richard Orasch und Maximilian Senk betreut.

Im gotischen Turm der Pfarrkirche hängen drei Glocken (cis, e, gis) mit einem Gesamtgewicht von beinahe 3600kg, die zusammen einen selten schönen Klang besitzen.

Die größte Glocke ist eine Stahlglocke (cis) mit einem Gewicht von 1900 kg, gegossen im Jahr 1921 bei der Firma Böhler in Kapfenberg.

Die mittlere Glocke mit den Aufschriften ,,Der Friede sei mit euch‘‘ und ,,Wenn ihr wüßtet wie sehr ich euch liebe‘‘ ist eine Bronzeglocke (e) mit einem Gewicht von 1116 kg, gegossen im Jahr 1968 bei der Firma Graßmayer in Innsbruck.

Die kleine Glock, die Totenglocke, mit der Aufschrift ,,Herr, gib den armen Seelen die ewige Ruhe‘‘ ist auch eine Bronzeglocke (gis) mit einem Gewicht von 561 kg, gegossen ebenfalls im Jahre 1968.

Der hölzerne Glockenstuhl musste im Jahre 1982 durch einen Glockenstuhl aus Metall ersetzt werden , das Läutewerk ist elektrisch und vollautomatisch.