Gefährdung von Kindern und Jugendlichen durch Internet und soziale Netzwerke

Soziale Netzwerke, wie facebook&co, Cyber-Mobbing, Cyber-Grooming...

 (© Foto: Bildquelle:  AP (Michael Probst))
(© Foto: Bildquelle: AP (Michael Probst))

Wissen SCHÜTZT Kinder und Jugendliche vor Gefahren aus dem Internet und im verantwortungsvollen Umgang mit sozialen Netzwerken


Kinder und Jugendlich sind heute in besonderer Weise auch durch Gefahren bedroht, die die unbedachte Verwendung des Internets und sozialer Netzwerke mit sich bringt. Die vielen tragischen Fälle von Cyber-Mobbing,  Cyber-Grooming (die gezielte Kontaktaufnahme durch Personen im Internet mit dem Ziel der Anbahnung sexueller Kontakte) zeigen auf, wie sehr Eltern und auch Lehrere/innen, Jugendleiter/innen usw. aufmerksam hinhören und hinsehen sollen, wie sich Kinder und Jugendliche im Internet bewegen. Nur, wer als Erwachsene/r sich auskennt und selbst Einblick hat, kann Kinder und Jugendliche wirksam schützen.
Junge Menschen haben auf heute auf vielfältigste Weise Zugang zu pornographischen Inhalten, werden von Tätern über facebook und andere social networks bewusst kontaktiert und ausgesucht, aber auch unter den Jugendlichen selbst ist Cyber mobbing immer mehr eine traurige Realität!
Da werden beschämende und diskriminierende Fotos veröffentlicht, via Smartphones im Freundeskreis herum geschickt, Kinder und Jugendliche massiv unter Druck gesetzt, was leider, wie auch der letztjährige Fall in Kärnten gezeigt hat, bis zum Suizid führen kann.
Man kann nur an alle für Kinder und Jugendliche verantwortlichen Personen appellieren, hinzuschauen statt wegzuschauen, anzusprechen statt zu schweigen, aktiv in facebook und sonstigen Aktivitäten einzugreifen und Erwachsene, die in auffälliger Weise Kontakte zu Kindern aufnehmen, diese vielleicht sogar zu persönlichen Treffen auffordern, wie in der Steiermark geschehen, unmissverständlich darauf hinzuweisen, dass sie den Kontakt zum betreffenden Kind/Jugendlichen zu beenden haben, ihnen auch mit einer Anzeige drohen.
Täter scheuen Transparenz und Offenheit, allein das ist schon ein wichtiger Beitrag zur Prävention!
Je besser Kinder/Jugendliche/Eltern informiert sind, desto besser können sie mit solchen Situationen umgehen, die Gefahren erkennen und sich bzw. auch ihre Kinder wirksam schützen.

Rolanda Honsig-Erlenburg, Leiterin der Stabsstelle für Prävention gegen Missbrauch und Gewalt
Kontakt unter: rolanda.honsig-erlenburg@kath-kirche-kaernten.at, 0676-8772-6487