Auftaktbesuch zur Sternsingeraktion bei Christoph Kardinal Schönborn

Bereits Tradition, aber dennoch jedes Jahr etwas Besonderes: Der erste offizielle königliche Besuch der Heiligen Drei gilt traditionsgemäß Kardinal Christoph Schönborn. Im erzbischöflichen Palais am Wiener Stephansplatz wurde eine Gruppe aus der Pfarre Krim (Wien Döbling) stellvertretend für ihre 85.000 Kolleg/innen vom Vorsitzenden der österreichischen Bischofskonferenz gesegnet und ausgesandt.
Obwohl an den Besuch seiner Sternsinger/innen gewohnt, staunte Kardinal Schönborn beim Einmarsch von Caspar, Melchior und Balthasar. Die Weisen aus dem Morgenland, bzw. ihre Stellvertreter/innen aus dem 19. Wiener Gemeindebezirk kamen in tierischer Begleitung eines Kamels, eines Elefanten und eines Pferdes - eine besondere Tradition der Pfarre Krim.
„Ihr seid die tollsten Botschafter der weihnachtlichen Friedensbotschaft. Ihr erinnert die Menschen bei eurem Besuch auch daran, dass es viele notleidende Menschen auf der Welt gibt, die Hilfe brauchen. Euer Weg führt euch nicht nur von Tür zu Tür, sondern auch direkt zu den Herzen der Menschen.“ würdigte Christoph Kardinal Schönborn das Engagement der österreichischen Sternsingerinnen und Sternsinger und weiters: „Wann immer ich auf meinen Reisen nach Afrika, Lateinamerika oder Asien auf Projekte der Dreikönigsaktion stoße, erzähle ich den Menschen, dass es Kinder sind, die bei jedem Wetter unterwegs sind, um die Spenden zu sammeln.
Stellvertretend für die 85.000 Sternsingerinnen und Sternsinger, die bis zum 8. Jänner 2012 in ganz Österreich unterwegs sind, segnete Kardinal Schönborn die Wiener Sternsingergruppe und sandte sie auf ihre Tour der Nächstenliebe aus: „Geht unter gutem Stern durch ganz Österreich, von Tür zu Tür von Haus zu Haus von Herz zu Herz.“
Sternsingen: Zeichen globaler Gerechtigkeit
Sternsingen ist Verkündigung der Geburt Christi. 2.000 Jahre danach ist dieser Auftrag aktueller denn je: An vielen Orten auf unserer Welt zählen Not und Unrecht zur Tagesordnung. Mit der Sternsingeraktion lässt die Katholische Jungschar ihre Vision einer gerechten Welt für alle Menschen ein Stück weit Wirklichkeit werden.
Die Sternsingerinnen und Sternsinger der Katholischen Jungschar erheben ihre Stimme gegen das Unrecht der weltweiten Armut. Mit dem Geld, das die Drei Heiligen König/innen sammeln, knüpfen engagierte Menschen in Entwicklungsländern ein Netzwerk der Veränderung.
In rund 500 Entwicklungsprojekten in Afrika, Asien und Lateinamerika kommt das von den Sternsingerkindern gesammelte Geld zum Einsatz. Entwicklung ist dann wirksam, wenn die Menschen vor Ort ihre Sache selbst in die Hand nehmen. Bildung, Sicherung von Lebensgrundlagen, Stärkung der Menschenrechte und die Förderung von Kindern und Jugendlichen - das sind die Grundvoraussetzungen, um den Teufelskreis von Armut und Ausbeutung auf Dauer durchbrechen zu können.