19. März, hl. Josef
25 Kirchen in der Diözese Gurk sind dem Landespatron von Kärnten geweiht

Klagenfurt, 17. 03. 11 (pgk). Am Samstag, dem 19. März, gedenkt die Katholische Kirche des hl. Josefs, des Landespatrons von Kärnten. In der Diözese Gurk sind 25 Kirchen dem heiligen Josef geweiht. Neben den Kirchen in Klagenfurt/Siebenhügel und in Villach/Auen sind unter anderem auch Bodensdorf am Ossiacher See, wo sogar zwei Kirchen unter dem Patrozinium des hl. Josef stehen, oder das Dominikanerinnenkloster in Friesach zu erwähnen.
Während Josef, der Bräutigam der Gottesmutter Maria und Ziehvater Jesu, in frühester christlicher Zeit eine nur geringe kultische Bedeutung besaß, ist er mittlerweile einer der meistverehrten Kirchengestalten überhaupt. Die Verehrung des hl. Josef lässt sich im Orient früher nachweisen als im Abendland, wo die früheste Erwähnung seines Festes am 19. März im Martyrologium von Reichenau um 850 aufscheint – als Gedenktag wahrscheinlich festgelegt in der Absicht, das Fest der Minerva, der römischen Göttin der Handwerker, zu ersetzen. Papst Sixtus IV., der Erbauer der „Sixtinischen Kapelle“, erklärte 1479 den 19. März zum offiziellen Festtag des Heiligen.
Dargestellt wird der hl. Josef meist mit Zimmermannswerkzeug, das Christuskind tragend, mit Lilien, bei der Geburt Jesu im Stall, auf der Flucht nach Ägypten sowie sterbend in den Armen Jesu und Mariens. Eines der berühmtesten Gemälde, „Joseph mit dem Jesusknaben in der Werkstatt“ von Georges de La Tour hängt im Pariser Louvre. Nicht weniger bemerkenswert ist das Bild „Die heilige Familie“ von Bartolome Esteban Murillo im Prado zu Madrid. Eine der ältesten Darstellungen überhaupt – sie wird dem 3. Jahrhundert zugeschrieben – findet sich auf dem Epitaphium der Severa im Lateranischen Museum in Rom: Sie zeigt Joseph an der Krippe Jesu, die Hand schützend über das Kind und dessen Mutter ausgebreitet.