Organisation

Bistum Gurk

Hl. Hemma von Gurk

Hl. Hemma in der Klosterkapelle (© Foto: Stift St. Georgen)
Hl. Hemma in der Klosterkapelle (© Foto: Stift St. Georgen)

Die Hl. Hemma von Gurk vereinigte als Witwe (vermutlich seit 1036) das Erbe zweier mächtiger Adelsgeschlechter mit Besitzungen im heutigen Kärnten, Slowenien und der Steiermark. Sie stiftete zwei Klöster und zahlreiche Kirchen.

Die Erinnerung an sie als großzügige Stifterin und gerechte Herrin führte bald nach ihrem Tod (vermutlich 1045, der 27. Juni wird als ihr Todestag begangen) zu einer Pilgerbewegung zu ihrem Grab, das sich zuerst in dem von ihr gestifteten Kloster und ab 1174 in der Krypta des Gurker Domes befand.

„Die hl. Hemma war eine große Frau, die sich mit besonderer Leidenschaft dafür einsetzte, dass es ein gutes Miteinander im Land gab“,

sagte der Kärntner Bischof beim Festgottesdienst, den er am 27.6.2011 gemeinsam mit dem Gurker Domkapitel feierte.

„Wir leben auch heute von der Großzügigkeit der heiligen Hemma und haben dieses Erbe gut zu verwalten“,

so Bischof Schwarz. Wenn die Katholische Kirche heute in vielfacher Weise Kärnten gestalte, dann brauche es dazu die Fürsprache und das Vorbild der hl. Hemma. Aufgabe der Kirche sei es,

„den Himmel offen zu halten und die irdischen Dinge nicht zu wichtig zu nehmen“.

Gurk sei, so Bischof Schwarz, durch die heilige Hemma ein „heiliger Ort, an dem gebetet und Glaube sichtbar wird“.

Die mehr als 3.000 MitarbeiterInnen der Katholischen Kirche Kärnten würden sich, so der Kärntner Bischof, in den verschiedensten Bereichen für die Menschen dieses Landes einsetzen. In Gurk beispielsweise sei dies mit Blick auf die Orientierungstage der Einsatz für junge Menschen, während im Hemma-Haus in Friesach der Einsatz für Alte und Notleidende im Mittelpunkt stünde.


Durch das bischöfliche St.-Hemma Gymnasium Gurk wird in besonderer Weise die intellektuelle und emotional religiöse Begabung von Jugendlichen als Kulturauftrag der katholischen Kirche gefördert.
Die Kirche setze sich für eine „besondere Qualität des Mensch-Seins aus der Berufung durch Gott“ ein, sagte der Kärntner Bischof.

Chronik:

  • 1227 – 1228 sind die ersten wunderbaren Heilungen an ihrem Grab überliefert.
  • 1287 wird eine Kultbestätigung (Seligsprechung) ausgesprochen.
  • 1938 erfolgt die Heiligerklärung durch Rom.
  • Die Hl. Hemma schafft durch ihre Stiftung über 1000 Jahre hinweg Lebensraum.
  • Die Kirche an ihrem Herzen steht für das Brot des Himmels.
  • Sie gibt Speise / Brot / Nahrung – Brot des Lebens.
  • Sie steht auf dem Grundbuch und hat das Landeswappen zu Füßen.
     

Widmungsauftrag  aus der Geschichte
Da die Kirche nur über die im Inhalt verfälschten Dokumente aus der späteren Zeit , etwa 150 Jahre nach Hemmas Tod verfügt, kann die Widmung ihrer Güter nicht genau definiert werden. Auch Hemmas letzter Wille findet sich in einer Fälschung aus den Jahren zwischen 1200 und 1203. Immerhin lässt sich aber sagen, dass die Güter des Gurker Nonnenklosters, die Hemma unter den besonderen Schutz des Erzbischofs von Salzburg stellte, von diesem nicht für weltliche Zwecke verwendet werden sollten, sondern einer "geistlichen Stiftung dienstbar zu machen" waren (Jaksch, MDC I, S. 3), was mit der Zuweisung dieses Besitzes an das 1072 von Salzburg aus gestiftete Bistum Gurk in diesem Sinne realisiert wurde.