Organisation

Bistum Gurk

Fischerei in der Gurk

Kärntner Urforelle (© Foto: Bistum Gurk)
Kärntner Urforelle (© Foto: Bistum Gurk)


Autochtone Bachforelle

Besatzmaßnahmen im Einzugsgebiet der Gurk mit der autochtonen (heimischen) Bachforelle

Grundlegende Ziele:

  • Besatzmaßnahmen im Einzugsgebiet der Gurk für Bachforellen sollten schrittweise durch den autochtonen Bachforellenstamm  stammen
  • Die autochtone Bachforelle soll in ihrer Bestandsdichte wieder zum typischen Leitfisch in der Forellenregion der Gurk und ihren Nebenflüssen (Metnitz, Görtschitz….) werden.
  • Sicherung der natürlichen Reproduktion.
  • Aufklärungsarbeit aller Gewässerbewirtschafter im Einzugsgebiet der Gurk

Bachforelle - allgemein

Die Bachforelle (Salmo trutta forma fario) ist von Europa bis West Asien weit verbreitet und wurde auch in Fließgewässer Afrikas, Nord- und Mittelamerikas, Australiens und Ostasiens eingebürgert.
Durch die bevorzugte, eher stationäre Lebensweise der Bachforelle haben sich viele Unterarten oder auch Lokalrassen gebildet.
Diese Unterarten und lokalen Formen sind in ihrer Existenz stark gefährdet.

In Europa unterscheidet man fünf große Linien. Es handelt sich dabei um die atlantische, adriatische, donaustämmige, mediterrane und marmorierte Bachforelle.
Durch die Arbeiten in den Fischzuchten wurde in den letzen dreißig Jahren hauptsächlich die atlantische Linie gezüchtet und aufgezogen. Dadurch wurden die natürlichen und autochtonen (gewässereigenen, heimischen)  Bachforellen Populationen durch den Besatz des Atlantischen Typs stark vermischt und zum Teil auch verdrängt.
Bedingt durch eine Vielzahl von anthropogenen (durch den Menschen beeinflussten) Einflüssen, wie Kraftwerksbau, Flußbegradigung, Umweltbelastung und Verschmutzung, fand bei vielen Gewässerbewirtschaftern ein Umdenken hinsichtlich Herkunft der Fische statt. Es wird versucht hochwertige Besatzfische in die zum Teil stark beeinflussten Gewässer zu besetzen. Auch fand ein Umdenken hinsichtlich der Genetik der Bachforellen statt.
Einige Gewässerökologen, Gewässerbewirtschafter und Fischzüchter versuchen die heimischen Fische wieder aufzuziehen und zu besetzen.


Maßnahmen zum erreichen der Ziele

  •  Genetische Untersuchung
  •  Laichfischfang – Laichgewinnung - Laichfischhaltung
  •  Erbrütung – Aufzucht
  •  Besatzmaßnahmen
  •  Bestandserhebung zu Projektende (genetische Untersuchung)


Vorteile des Besatzes mit der heimischen Bachforelle

  •  Sicherung der natürlichen Reproduktion
  •  Hohe Standorttreue (geringeres Abwandern)
  •  Die Fische verfügen über Eigenschaften, die ihnen bei extremen Umweltbedingungen ein Überleben ermöglichen
    -   starke Hochwasserereignisse
    -   starke Strömungen
    -   Eisbildung im Winter, höhere Temperaturen im Sommer
    -   Schutzsuche bei Prädatorendruck (Fischotter, Kormoran, Reiher…)

Durch den Ausbau der Fischteiche in der engen Gurk und durch die besondere Wasserqualität der dortigen Quellen ist eine Aufzucht autochtoner Fischarten möglich geworden. So wird in den Gewässern des Bistums Gurk eine Vermehrung der Fische und Fischarten dauerhaft sichergestellt.

Die Fischgewässer werden vom Bistum Gurk verpachtet. Der Pächter züchtet darin Fische, unter anderem die Kärntner Urforelle. 

Seine Fische finden in der Gastronomie und im privaten Verkauf großen Anklang.   Fischerei DI Markus Payer