Die biblia pauperum von Maria Bichl hängt in Klagenfurt
Ein wiederentdecktes spätgotisches Fastentuch verhüllt den barocken Hauptaltar der jungen Christkönigskirche.
Das Kreuz des Karfreitags wird überwunden (© Foto: fotomax-internetredaktion)
2. Hälfte 16. Jh. / 5,30 x 4,45 m / Felder-Typ
Leimfarben auf Leinen
36 Bildfelder, davon 6 aus dem AT, 30 aus dem NT in 6 Reihen zu 6 Feldern
Die Klagenfurter Christkönigskirche, welche am 08. Dezember 1932 geweiht wurde, beherbergt wertvolle sakrale Kunstschätze unterschiedlicher Epochen. Neben Kunstwerken des 20. Jahrhunderts wie z.B. der Messing-Tabernakel und buntfärbige Terrakotta-Reliefs von Wilhelm Bormann, den glasgemalten Portalfenstern von Prof. Heinrich Tahedl oder dem Terrakotta-Kreuzweg von Franz Kirsch entdecken die Besucher/innen auch ältere Sakralkunst: der barocke Hochaltar aus dem späten 17. Jahrhundert stand bis zur Profanisierung in der Bürgerspitalskirche von St. Veit/Glan. Dieses Kunstwerk ist in der Fastenzeit jedoch nicht zu sehen, da es von einem der wertvollsten und ältesten Fastentücher in Kärnten verdeckt wird: Dem 1924 wiederentdeckten und in die Christkönigskirche verbrachten Fastentuch von Maria Bichl. Die Bilder sind durch gemalte Säulen mit korinthischen Sockeln und Kapitellen voneinander getrennt und zeigen auch ikonographisch besondere Szenen wie Jesu Gang durch den Bach Kidron, die Verlobung Josefs mit Maria und Jesu Abschied von seiner Mutter auf dem Weg nach Golgatha.
Führungen auf Anfrage
Information:
Rektoratskirche Klagenfurt-Christkönig
9020 Klagenfurt, Tarviser Straße 30
Rektor Prälat Dr. Karl Woschitz
Kontaktperson: Mag. Roland Stadler, Tel. 0676/8772-2117

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