Kirchenbeitrag ist Garant, dass kirchliches Wirken beständig und flächendeckend möglich ist
Covermotiv des Finanzberichtes 2009 mit gotischem Kirchenfenster (14. Jh.) der Stadtpfarrkirche Bad St. Leonhard i. Lav. (© Foto: Finanzkammer der Diözese Gurk)
Der Finanzbericht 2009 der Diözese Gurk bietet auf 20 Seiten einen umfassenden Bericht über die kirchlichen Leistungen in Kärnten...
Neben den Erläuterungen zur Einnahmen- und Ausgabenübersicht finden Sie Informationen zum Kirchenbeitrag, über die Katholische Kirche Kärnten als Dienstgeber und eine Dankadresse an die Kirchenbeitragszahler.
Bischof Dr. Alois Schwarz schreibt in seinem Vorwort: "Dem Finanzbericht 2009 der Katholischen Kirche Kärntens verleihen neben Bildern aus dem kirchlichen Leben unserer Diözese zahlreiche Fotos von Glasfenstern aus der Pfarrkirche Bad St. Leonhard im Lavanttal mit ihrer Farbenpracht ein besonderes Profil. Sie zeugen vom einzigartigen kulturellen Reichtum unserer Kirchen, gleichzeitig auch von der großartigen Gestaltungskraft der Gotik, biblisches Geschehen in wunderbar farbigen Bildern den Menschen zugänglich zu machen und ihren Blick durch die Harmonie der Farben auf das dahinter liegende Unendliche zu eröffnen. Der Wohlstand, den der Gold- und Silberbergbau im 14. Jahrhundert dem Lavanttal bescherte, motivierte die damals für das Gebiet zuständigen Babenberger Bischöfe zu einem gewaltigen Kirchenbau in Bad St. Leonhard mit prächtigen Glasfenstern der ersten und zweiten Judenburger Werkstätte. Die Kehrseite der Medaille zeigte sich dagegen zu Beginn des 20. Jahrhunderts, vor Einführung des Kirchenbeitrages, als aus Geldnöten zur Finanzierung des neuen Kirchturms ein Teil dieser bedeutenden gotischen Fenster verkauft werden musste und seither im Metropolitan Museum in New York bewundert werden kann.
Heute stellt der Kirchenbeitrag einen nicht immer geliebten, dennoch aber unverzichtbaren Garanten dafür dar, dass kirchliches Wirken beständig und flächendeckend möglich ist. Er stellt sicher, dass das Wort Gottes im ganzen Land verkündet und Seelsorge geleistet werden kann, dass Kirche bei den Menschen sein kann, wenn sie Rat, Hilfe und Begleitung benötigen und dass sie Initiativen in der Erziehung, Bildung, Sozialarbeit und Kultur setzen kann. Ihr Kirchenbeitrag ermöglicht es, dass diese Dienste verlässlich und kontinuierlich erbracht werden, dass Sozialarbeit auch in Zeiten der Krise ungeschmälert geleistet werden kann, kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht um ihren Arbeitsplatz bangen müssen und kirchliche Bauwerke und Kulturdenkmäler in gutem Zustand erhalten werden können. Die Bereitschaft unserer Bevölkerung, ihren Kirchenbeitrag auch in wirtschaftlich schwereren Zeiten verlässlich zu zahlen, lässt die tiefe Verwurzelung des Glaubenslebens erkennen.
In der Kirche leisten Menschen Dienst am Menschen. Den Priestern und Diakonen sowie den hauptberuflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kirche stehen in Kärnten tausende ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im laufenden Dienst und bei großen kirchlichen Bauvorhaben mit Rat und Tat zur Seite. Ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass die knappen Geldmittel soviel Gutes bewirken können.
Als Bischof sage ich allen, die durch ihren Kirchenbeitrag vielfältiges kirchliches Wirken möglich machen und allen, die sich in der Kirche ehrenamtlich, im Großen und Kleinen engagieren und ihr Wissen und Können uneigennützig und aufopfernd zur Verfügung stellen, ein HERZLICHES VERGELT’S GOTT!
Inhalt:
Vorwort - 02
Inhaltsverzeichnis - 03
Einnahmen 2009/Ausgaben 2009 - 04
Zahlen und Fakten - 06
Erläuterungen zu den Einnahmen 2009 - 07
Erläuterungen zu den Ausgaben 2009 - 08
Kirchenbeitrag ist Solidarbeitrag, nicht Kirchensteuer - 12
Mitentscheidung über die Verwendung
des Kirchenbeitrages durch Zweckwidmung - 14
Hauptberufliche und ehrenamtliche
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
in der Katholischen Kirche Kärntens - 16
Dank an die Beitragszahler - 18

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