Diözesanbischof
Dr. Alois Schwarz

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Pfarrkirche

 
 
 

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Pfarradmin / VR

Herz-Jesu-Friedens- und Versöhnungskirche

Herz-Jesu-Friedens- und Versöhnungskirche, © Foto Reinhard Kager

Herz-Jesu-Friedens- und Versöhnungskirche (© Foto: Reinhard Kager)

Die Gemeinde Seeboden hat eine sehr junge Geschichte. Sie entwickelte sich aus dem Zusammenschluss verschiedener Weiler um die Burg Sommeregg und entlang des Seeufers. Die heute vorwiegend vom Fremdenverkehr geprägten Ortschaften Wirlsdorf, Reich, Kraut, Techendorf, Gritschach und Seebrücke wuchsen seit 1900 immer mehr zusammen. Das Gemeindegebiet mit etwa 6200 Einwohnern umfasst seit der Eingemeindung von Lieserbrücke, Lieserhofen, Lieseregg und Hühnersberg im Jahre 1973 insgesamt 28 Ortschaften.
Bereits vor 1900 regte sich in Seeboden die Idee zur Errichtung einer eigenen Pfarre mit neuer Kirche. Um die Pläne voranzutreiben, gründete man 1914 sogar einen Kirchenverein, doch der Krieg und wirtschaftlich schwere Zeiten verhinderten die Ausführung. Erst am 12. Mai 1951 konnte man mit dem Spatenstich das Vorhaben in die Tat umsetzen. Am 8. August 1954 konsekrierte Diözesanbischof DDr. Joseph Köstner die nach den Plänen von Motoné, Nowotny und Max Wochinz errichtete Herz-Jesu-Kirche. Der Namenszusatz "Friedens- und Versöhnungskirche" sprach kurz nach Ende des 2. Weltkrieges für sich, wie auch das erste Läuten der zwei Jahre später geweihten vier Glocken zum Andenken an die Gefallenen der beiden Weltkriege erfolgte. Der Ort Seeboden aber erhielt erst 1964 von der wesentlich älteren Pfarre Lieseregg die pfarrliche Selbstständigkeit.
Weit zurückgesetzt von der lebhaften Hauptstraße steht die Pfarrkirche erhöht im Zentrum Seebodens. Der freie Vorplatz erlaubt schon von weitem den freien Blick auf die Südfassade. Den mächtigen Glockenturm mit massivem Unterbau und je drei Schallarkaden über der Turmuhr schließt ein geknicktes Zeltdach ab. Die Giebelfassade über der breiten Freitreppe wird von einem großen Rundbogenportal und seitlichen Fenster-Dreiergruppen gegliedert. Ein rotes Satteldach, dazu niedrige Seitenschiffe sowie die je als Dreiergruppen zusammengestellten Obergadenfenster prägen die Seitenansicht. Der gerade Chorschluss wird seitlich von drei bzw. einem rundbogigen Lanzettenfenster belichtet. Östlich an den genordeten Chor schließt sich das Pfarrhaus mit Kindergarten aus dem Jahre 1993 an.
Das Hauptportal liegt zurückgesetzt in einer rundbogigen Nische. Die ursprünglich hölzerne Doppeltüre wird oben von einem Bogenfenster (1952) abgeschlossen, ebenso die beiden Seitenportale. 1992-94 wurden die Türen mit Kupferblech eingemantelt und vom Klagenfurter Künstler Walter Unterweger mit bronzenen Reliefbildern gestaltet. Das Hauptportal stellt Christus mit ihm gleichgesetzten Symbolen wie Getreideähren, Weinreben u.a. dar. Das rechte Seitenportal gibt den Ortsheiligen Seebodens, den hl. Jakobus d.Ä., mit verschiedenen Attributen wieder, während die linke Seitentür wiederum auf Christus bezogene Symbole aufzeigt.
Auch das Innere der Kirche weist deutlich in die Entstehungszeit der 50er-Jahre. Die große Basilika mündet in einem leicht erhöhten Chorraum. Die Seitenschiffe sind nur durch einfache Wandpfeiler abgeteilt.
Beherrschender Blickpunkt der Pfarrkirche ist zweifellos das 56 m2 große Altarbild an der geraden Chorwand, das 1954 der Spittaler Künstler Peter Brandstätter in zeitgemäßer Formensprache geschaffen hat. Es stellt das Motiv des Gnadenstuhls dar. Christus am Kreuz wird von Gottvater hinterfangen, der, auf einem Regenbogen sitzend, von einem gewaltigen Nimbus aus Licht und Farbe umgeben wird. Die Heilig-Geist-Taube schwebt in einer sphärischen Kugel zum Kruzifix, Engel und die Evangelisten mit ihren Schriften und Symbolen haben sich neben dem Kreuzes-stamm aufgestellt, der von Maria Magdalena umfasst wird.
Ein marmorner Hochaltar mit goldfarbenem Tabernakelschrein und der davor stehende moderne Volksaltar bilden das Zentrum des Gotteshauses. Durch Stufen und eine hölzerne Kommunionbank mit geschnitzten christlichen Symbolen grenzt das Presbyterium vom Kirchenschiff ab.
Eine Fatima-Madonna und eine Herz-Jesu-Figur stehen an der Stirnseite der Seitenschiffe. Während der Fastenzeit verhüllt ein 1999 von den damaligen Firmlingen in 38 Einzelbildern und zwei abschließenden Streifen auf Seide gemaltes und auf einem Tuch zusammengesetztes Fastentuch die Chorwand.
Das Mittelschiff wird durch seine Deckenbilder künstlerisch geprägt, die Hilde von Bravalle 1952 in 20 Quadratfeldern fertigte. Unterschiedliche christliche Symbole in Pastelltönen verteilen sich in Zweier- und Vierergruppen über die durch Holzbalken gegliederte Decke. Über der Empore erhebt sich zusätzlich der 5-teilige Schauprospekt der Orgel.
Der unter der Orgelempore eingezogene Eingangsraum wird seitlich von kleinen Kapellen begleitet. Die linke Kapelle birgt eine wohl Anfang des 20. Jh. geschaffene, farbige Figur des hl. Joseph mit Kind und Lilie. In der rechten Taufkapelle mit dem Taufstein hat die Kärntner Landespatronin, die hl. Hemma von Gurk mit Krone und Kirchenmodell, als ungefasste hölzerne Statue Aufstellung gefunden.
 

Gottesdienstzeiten:
Sommer:
Montag, Mittwoch - 07:00 Uhr
Dienstag, Freitag, Samstag - 19:00 Uhr
Sonn- und Feiertage: 07:30 Uhr und 10:00 Uhr
Winter:
Montag, Mittwoch - 07:00 Uhr
Dienstag, Freitag, Samstag - 18:00 Uhr
Sonn- und Feiertage: 07:30 Uhr und 10:00 Uhr
 

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