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21.02.2012

400 Jahre

Fastentuch St. Stefan am Krappfeld

(Foto: R. Stadler)

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Dienstag

21.02.2012

400 Jahre Fastentuch

 
 
 

Veröffentlicht von:

Pfarradmin-Dekanat Krappfeld / SP

© Foto J. L.

(© Foto: J. L.)

Liebe Pfarrgemeinde, lieber BesucherInnen der Pfarrwebsite!

Zusätzlich zur Anregung unseres Bischofs, die „Einladung der Fastentücher“ in der kommenden Fastenzeit anzunehmen, möchte ich Ihre Aufmerksamkeit besonders auf unser St. Stefaner Fastentuch lenken.
In großen Ziffern steht links und rechts vom Gekreuzigten die Jahreszahl 1612. Das wollen wir zum Anlass nehmen für ein „400 Jahr Jubiläum“ und uns mit zwei besonderen Feiern für dieses kunstgeschichtlich wertvolle Juwel dankbar erweisen. Jedes Jahr kommen in der Fastenzeit einige hundert Menschen mit Bussen oder privat aus ganz Österreich nach St. Stefan, um unser Fastentuch zu bestaunen und zu betrachten. Meist ist es eine Station auf einer Rundreise zu den bedeutendsten Kärntner Fastentüchern (Gurk, Haimburg, Reichenfels, Millstatt, Baldramsdorf, Sternberg).

Warum wurden die meist prunkvollen Altäre in der Fastenzeit mit einem Fastentuch verhüllt? Ein Grund war, dass zusätzlich zum Fasten von Speisen auch ein Fasten der Augen wichtig genommen wurde. Der Blick auf die oft überladenen Altäre soll in der Fastenzeit auf das Wesentliche beschränkt und gelenkt werden.

Das kommt bei unserem Fastentuch besonders zur Geltung. Im Unterschied zu den älteren Fastentüchern, wo viele biblische Szenen aus dem Alten und Neuen Testament in vielen Feldern dargestellt werden, ist das St.Stefaner Fastentuch das älteste der sogenannten „Zentraltyp-Fastentücher“. Im Zentrum ist der gekreuzigte Christus, daneben stehen Maria und Johannes in Andacht versunken.
Links und rechts sind in acht Medaillons Szenen aus der Passion Christi als Andachtsbilder dargestellt: Jesus am Ölberg, Gefangennahme, Jesus vor dem Hohenpriester, Geißelung, Dornenkrönung, Jesus vor Pilatus bzw. „Ecce homo“, und  Kreuztragung. Dass im achten Medaillon schon die Auferstehung Jesu dargestellt ist, bringt zum Ausdruck, dass der Todesweg Jesu der Heilsweg zur Auferstehung und zum ewigen Leben ist. Dies wird auch noch darin deutlich, dass aus dem Fuß des Kreuzesstammes der neue Lebensbaum wächst, der das ganze Leidensgeschehen verbindet.

Liebe Pfarrgemeinde, ich darf Sie persönlich und im Namen unseres Pfarrers sowie des Pfarrgemeinderates ganz herzlich zu den beiden Veranstaltungen einladen:
Konzert des Ars musica mit Gedanken  zum Fastentuch von Prof.Heinz Ellersdorfer am Samstag, 3.März  18 Uhr und Festgottesdienst am Sonntag, 18.März 10 Uhr mit besonderen Liedern zur Fastenzeit mit der Singgruppe aus Wien, bei der auch unsere Kinder mitsingen.

                                                                 Mag. Josef Lagler, Diakon