Dekanat

Dekanat Friesach

Heimkehr der “Steinernen Madonna”

Die lebensgroße steinerne Madonna kehrte wieder in die Dominikanerkirche zurück

Steinerne Madonna, Propst Mag. Leszek Zagorowski, Diözesankonservatorin Mag. Dr. Rosmarie Schiestl, EM Diözesankonservator Dr. Eduard Mahlknecht (© Foto: Pfarre Friesach)
Steinerne Madonna, Propst Mag. Leszek Zagorowski, Diözesankonservatorin Mag. Dr. Rosmarie Schiestl, EM Diözesankonservator Dr. Eduard Mahlknecht (© Foto: Pfarre Friesach)

Am 06. Dezember 2016, am Tag des Hl. Nikolaus, kehrte unsere Madonna wieder nach Hause - in die Dominikanerkirche - zurück. Die lebensgroße steinerne Madonna gilt als eines der Meisterwerke gotischer Steinsakralkunst. Im Frühjahr 2015 wurde sie zur Restaurierung nach Wien gebracht.

Die Dominikanerkirche St. Nikolaus wurde als längste Kirche Kärntens  im Jahre 1260 im Langschiff vollendet und gilt als Monumentalbau der ausgereiften gotischen Architektur im Alpenraum.

Als älteste Niederlassung im deutschen Sprachraum schlug der Predigerorden am 27. Dezember 1217 in einem anderen Stadtteil der aufblühenden Stadt Friesach sein Lager auf (Sack unter dem Rotturm). Am 24. Februar 1251 erhielt der Orden neuen Grund vor der Stadt und begann mit dem Bau der Kirche. Von der ursprünglichen Kirche „Hl. Maria unter dem Berge“ übersiedelten die Patres außerhalb des Stadtgrabens in das neu- errichtete Kloster. In der Blütezeit gehörten bis zu 100 Dominikaner dem Kloster an. Im Jahre 1890 erfolgte durch den persönlichen Einsatz von Kardinal Dr. Andreas Frühwirt O.P. die Revitalisierung des Klosters und der Kirche und ein Neuanfang der Dominikaner in Friesach.

Im Frühjahr 2015 verließ leider der letzte Dominikanerpater das Kloster und dieses wurde verkauft. Die Kirche zum Hl. Nikolaus konnte im Herbst 2016 von der Diözese Gurk erworben werden und gilt seitdem als Filialkirche von Friesach.