Fußwallfahrt des Dekanates Ferlach / Pešromanje dekanije Borovlje
Pilgern hat Menschen schon immer fasziniert und verändert. Man entdeckt die Langsamkeit neu, erweitert seinen Horizont und freut sich über die Begegnungen auf dem Weg. Stille, Gebet und Gemeinschaftserfahrung - ein Erleben und Erfahren mit allen Sinnen. Pilgern schafft eine tiefe Zufriedenheit, wenn das Ziel erreicht ist. Es verhilft neu über sich zu staunen und neue Zugänge zum Glauben zu finden und Gottes Nähe zu spüren.
Start zur 2. Fußwallfahrt des Dekanates Ferlach war um 6:30 Uhr in der Pfarrkirche Ludmannsdorf. Die Route von gut 20 km führte über Wellersdorf - Sala - Hundsdorf - St. Johann - Kappel - Kirschentheuer - Reßnig in die Wallfahrtskirche Maria Rain. Über 50 Pilger machten sich heuer auf den Weg, doppelt so viele wie beim 1. Mal. Dechant Janko Krištof sowie die Pfarrer Michael Joham (Köttmannsdorf), Josef Markowitz (Kappel a.d.Drau) und Georg Pichorner (Maria Rain) begleiteten die Pilgerschar. Unterwegs wurden Andachten gefeiert, Litaneien gebetet und Lieder gesungen. Überall waren liebevoll Labestationen vorbereitet, das reichliche Angebot wurde sehr gerne und dankbar angenommen. In Maria Rain wurde freudig die Abschlussmesse gefeiert und im Anschluss waren alle Pilger in den Pfarrhof eingeladen. Ein großes Danke an die Organisatoren und Helfer für die überaus gelungene Wallfahrt mit der Bitte, im nächsten Jahr wieder einen "Tag für die Seele" einzuplanen.
Das unruhige Herz ist die Wurzel der Pilgerschaft
Im Menschen lebt die Sehnsucht,
die ihn hinaustreibt aus dem Einerlei des Alltags
und aus der Enge seiner gewohnten Umgebung.
Immer lockt ihn das Andere, das Fremde.
Doch alles Neue, dass er unterwegs sieht und erlebt,
kann ihn niemals ganz erfüllen. Seine Sehnsucht ist größer.
Im Grunde seines Herzens sucht er ruhelos den ganz Anderen,
und alle Wege, zu denen der Mensch aufbricht, zeigen ihm an,
dass sein ganzes Leben ein Weg ist, ein Pilgerweg zu Gott.
Augustinus