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Der Oktober gilt seit dem Mittelalter als Rosenkranzmonat und ist - wie der Mai - als Marienmonat, der Gottesmutter Maria geweiht.
Geschichtliches: Perlenschnüre zum Abzählen von Gebeten sind in allen Weltreligionen bekannt. Im Christentum hat es Gebetsschnüre ("Pater-noster-Schnüre") mindestens seit dem 12./13. Jahrhundert gegeben, wie der Berufsstand der "Pater-noster-Macher" im 13. Jahrhundert in ganz Europa beweist. |
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Rosenkranzmadonna mit Kind und den Heiligen: Antonius, Dominikus, Sebastian und Rochus (Altarbild von G. A. Guardi aus dem Jahr 1749; Pfarrkirche Belvedere di Aquileia) aus: Patriarchi. Quindici secoli di civiltà fra l'Adriatico e l'Europa Centrale, 2000. |
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Der Rosenkranz, vom Spätmittelalter bis in unsere Zeit eine Gebetsform für einzelne und Gruppen, hat sich aus alten Mariengebeten (capelletum Mariae, psalterium - , rosarium -, sertum -) entwickelt. Die Verbindung einer Gebetsschnur mit 15 "Vater-unser", 15x10 "Ave-Maria" und 15 "Ehre sei dem Vater", womit die Betrachtung von 15 Geheimnissen ("Gesätzen") des Jesusgeschehens verbunden ist (= ganzer Rosenkranz - im Gegensatz zum Rosenkranz mit 5 Zehnern mit je 5 Geheimnissen) wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts durch den Kölner Dominikanerprior J. Sprenger zur Grundlage des Rosenkranzes gemacht. 1475 gründete er in Köln die erste Rosenkranzbruderschaft. Papst Sixtus IV. (1471-1484) empfahl 1478 den Rosenkranz, dessen 15 Geheimnisse (freudenreicher, schmerzhafter und glorreicher Rosenkranz) seit 1483 bis heute im wesentlichen gleichgeblieben sind. |
| Legendarisch setzte sich die Meinung durch, der hl. Dominikus habe aus der Hand der Gottesmutter den Rosenkranz empfangen und sei Urheber der Rosenkranzbruderschaften. Die Dominikaner betreuen seit jeher das Rosenkranzgebet besonders. |
| Der Sieg über die Türken in der Seeschlacht von Lepanto am 7. Oktober 1571 wurde wesentlich dem Rosenkranz zugeschrieben, denn zur Zeit der Schlacht beteten in Rom die Rosenkranzbruderschaften um einen Sieg. Pius V. (1566-1572) gestattete 1573 allen Kirchen mit eigenem Rosenkranzaltar ein Rosenkranzfest am ersten Sonntag im Oktober. 1716, nach dem Sieg über die Türken bei Peterwardein wurde das Fest durch Clemens XI. (1700-1721) auf die gesamte Kirche ausgedehnt. Leo XIII. (1878-1903) ordnete für den Oktober eines jeden Jahres das tägliche Rosenkranzgebet an, und Pius X. (1903-1914) schließlich legte das Rosenkranzfest wieder auf sein ursprüngliches Datum, den 7. Oktober, zurück. Heute ist es ein gebotener Gedenktag. |
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Den Rosenkranz in traditioneller Form als Gebetsschnur - es gibt ihn auch als Rosenkranz-Gebetsring - existiert in unzählig unterschiedlichen Ausführungen, die nach dem Zeitgeschmack variieren. Zahlreiche Ordensleute tragen einen Rosenkranz an ihrem Gürtel. Der Papst schenkt seinen Besuchern Rosenkränze mit einem Kreuz, das das Kreuz seines Bischofsstabes wiedergibt. |
| (Text aus: Manfred Becker-Huberti, Feiern-Feste-Jahreszeiten. Lebendige Bräuche im ganzen Jahr; Geschichte und Geschichten, Lieder und Legenden, Freiburg-Basel-Wien 1998, 363f.) |
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| >> die "Geheimnisse" des Rosenkranzgebetes >> Rosenkranz-Broschüre |
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| >> "Riesenrosenkränze" in Kärntner Wallfahrtskirchen |
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Diese Seite wurde am 14.11.2002 zuletzt aktualisiert.
Redaktion: >>Diözesanes Referat für Internet- und Kulturkoordination
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