| Hören auf Gottes Geist - Anbetung in Stille |
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Anbetung gehört seit Jahrhunderten zur Tradition katholischer Frömmigkeit. Anbetung ist Dasein vor Gott. Dasein mit allem, was mein Herz bewegt, ungeschminkt, so wie ich da bin. Ich darf die Hingabe Jesu Christi im eucharistischen Brot mit meinem ganzen Menschsein beantworten; Gottes Liebesgeschichte mit mir mit meinem Lobpreis erwidern; meine Hoffnung, meine Sorge, meine Freude, meine Last zum Ausdruck bringen. Hier begegnen sich zwei Liebende, deren Beieinander Sein Ruhe, Heilung und Dynamik birgt. (Mag. Janko Krištof, Referat für Spiritualität)
Von 2. April bis 18. Mai 2002 gab es die Gelegenheit zur "Stillen Anbetung" in der Antoniuskapelle am Benediktinerplatz.
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| Wir bringen hier drei Texte zum Nachlesen und Nachdenken: |
Gebet der Hingabe
Mein Vater, ich überlasse mich dir; mach mit mir, was dir gefällt. Was du auch mit mir tun magst, ich danke dir. Zu allem bin ich bereit, alles nehme ich an. Wenn nur dein Wille sich an mir erfüllt und an allen deinen Geschöpfen, so ersehne ich weiter nichts, mein Gott. In deine Hände lege ich meine Seele. Ich gebe sie dir, mein Gott, mit der ganzen Liebe meines Herzens, weil ich dich liebe und weil diese Liebe mich treibt, mich dir hinzugeben, mich in deine Hände zu legen, ohne Maß, mit einem grenzenlosen Vertrauen. Denn du bist mein Vater. Amen.
(Charles de Foucauld)
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Herr, du hast uns gerufen
Herr, du hast uns gerufen. Die Unruhe, die uns ergreift, wenn wir dein Wort hören, beweist es.
Du kennst unsere Schwäche. du weißt, wie leicht wir den Mut verlieren. Du weißt, wie ängstlich wir unsere Schritte setzen. Aber du hast uns gerufen. Darauf verlassen wir uns. Wirke in uns, wenn es dein Wille ist. Brauche uns und mache uns brauchbar.
Wir wissen nicht, ob etwas herauskommt bei allem, was wir in deinem Namen tun. Aber das Werkzeug braucht sich nicht zu ängstigen um den sinn des Werks. Wir sind dein Werkzeug. du hast uns in die hand genommen. Brauche uns. Amen.
(J. Zink)
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Du weißt Herr
Du weißt, Herr, dass ich nicht viele Worte machen kann, und es kommt dir darauf auch nicht an; aber mein Herz ist voll Dank, darum will ich Dich anbeten.
Du weißt, Herr, dass ich Dir nichts zu bringen habe, und es kommt Dir darauf auch nicht an; aber ich selber möchte in Deiner Nähe sein und dich anbeten.
Du weißt, Herr, wie wenig ich Dir dienen kann, und es kommt Dir darauf auch nicht an; aber ich bin erfüllt davon, dass Du mir immer wieder dienst und dich mir zuneigst. Darum will ich dich anbeten.
Du weißt; Herr, dass ich die Liebe nicht begreifen kann, die Dich bewog, mir nahe zu sein, und es kommt Dir darauf auch nicht an; aber ich ahne, dass Deine Liebe stärker ist als alles, was mich sonst an Dich binden könnte, und größer als meine Schuld.
Herr, nimm mein armes Herz an. Es ist oft so fern von Dir. Es ist wie wasserloses, dürres Land, verloren an die tausend Dinge und Nichtigkeiten, die meinen Alltag füllen.
Herr, nur Du kannst mein Herz auf Dich hin sammeln, der Du doch der Mittelpunkt aller Herzen, der Herr aller Seelen bist.
Nur Du kannst den Geist des Gebets verleihen, nur Deine Gnade vermag mir zu geben, dass ich durch alle Vielfalt der Dinge, durch alle Zerstreuung des Alltags hindurch Dich finde, das eine, in dem mein Herz ruhig werden kann.
Dein Geist komme meiner Schwachheit zur Hilfe, und wenn wir nicht wissen, um was wir bitten sollen, dann trete er mit unaussprechlichem Flehen für uns ein, und Du, der Du die Herzen kennst, hörst, was Dein Geist in uns begehrt, der für uns eintritt.
(Karl Rahner)
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Diese Seite wurde am 21.05.2002 zuletzt aktualisiert.
Redaktion: >>Diözesanes Referat für Internet- und Kulturkoordination
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