| Beten für die Opfer |
| In Gedanken sind wir bei den Opfern von Haiti |
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Die Caritas Kärnten lädt ein zum gemeinsamen Fürbittgebet für die Opfer des Erdbebens in Haiti
Ort: Klagenfurt, an der Pestsäule am Alten Platz Zeit: Mittwoch, 20.1.2010 von 16.30 – 16.45 Uhr
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Wer nicht persönlich kommen kann, der kann sich uns in Gedanken anschließen:
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Gebet für die Opfer des Erdbebens in Haiti
Einleitende Worte des Herrn Caritasdirektor Dr. Viktor Omelko
Ein Erdbeben der Stärke 7,0 erschütterte am Dienstag, den 13. Jänner, gegen 23.00 Uhr die Karibikinsel Haiti. Heute gab es ein Nachbeben der Stärke 6.
Haitis Jahrhundert-Beben gilt nach UNO-Angaben als die schlimmste Katastrophe in der Geschichte der Vereinten Nationen. Immer deutlicher wird das ganze erschreckende Ausmaß des Leidens und der Zerstörungen erkennbar. Gewalt und Chaos verschärfen nach dem Erdbeben die Lage in einem Land, in der auch ohne Katastrophe jeder Zweite keinen Zugang zu sauberem Wasser hat und zwei von drei Menschen weniger als zwei Dollar am Tag zum Überleben haben. Es bleibt noch viel zu tun. Denn während noch lang nicht alle Toten geborgen, alle Schäden bekannt sind, erreicht die humanitäre Hilfe gerade einmal einen Bruchteil der Menschen, die dringend versorgt werden müssen.
Die Situation ist unhaltbar. Die Toten liegen auf der Straße und ein Verwesungsgeruch hängt über der Stadt. Es gibt kein Trinkwasser und keine Lebensmittel in Port-au-Prince, die Menschen müssen auf der Straße schlafen und stehen unter Schock. Trotz extremer logistischer Probleme und chaotischer Zustände kommt die Hilfe an. Jedes Lebensmittelpaket, das wir unter die Menschen bringen, rettet Leben.
Ein Hilfsflieger der Caritas Österreich mit 10 Containern mit medizinischer Ausrüstung für die Grundversorgung von 100.000 Menschen für 3 Monate wird spätestens am Samstag von Amsterdam aus Richtung Santa Domingo starten. Jedes Packet enthält Medikamente (wie Paracetamol oder Malariaprophylaxe), Antibiotika, Injektionen, Sterilisationsmittel und Mittel zur Wasseraufbereitung. Der Transport von der Dem. Republik nach Haiti wird von der Caritas Demokratische Republik organisiert, die Verteilung vom medizinischen Personal des internationalen Caritas Teams von Port au Prince.
Alle Warenlager der Caritas in Porte-au-Prince sind wieder mit Hilfsgütern aufgestockt.
Heute werden 2 Flieger mit Hilfsgütern (einer aus Holland und einer aus Deutschland) erwartet.
Zusätzlich hat die Caritas Holland 15.000 Zelte vorbereitet. Die ersten 5000 Zelte werden schnellstmöglich versandt. Die Caritas ist auf der Suche nach weiteren Lagern in Port-au-Prince. Die ersten Verteilungen laufen. Prioritäten sind derzeit Nahrung und Hilfsgüter für den täglichen Bedarf (Hygiene Pakete, Kochutensilien etc.).
Aufgrund der erschwerten Sicherheitslage in Porte-au-Prince hat die amerikanische Caritas einen speziell ausgebildeten Mitarbeiter einberufen, der am Mittwoch in Porte-au-Prince ankommen wird. Weitere Sicherheitssysteme für die Verteilung der Hilfsgüter sind in Planung.
Die Caritas unterstützt in der ersten Nothilfephase 50.000 Menschen (10.000 Familien) mit medizinischen Hilfsmitteln, sauberem Wasser, Nahrung, Hilfsmittel für den täglichen Bedarf, temporären Unterkünften, Aufräumungsarbeiten und psychosozialer Unterstützung in den ersten vier Wochen. 15 Laster mit Nahrung und Hilfsgütern des täglichen Bedarfs der Caritas Santa Domingo sind zusammen mit 5 Lastern der amerikanischen Caritas in Porte-au-Prince angekommen am Montag angekommen. Letztere waren mit 500 Nahrungsmittelpaketen und Benzin beladen.
Die Lage in den Städten Jacmel und Leogane (Großraum Porto au Prince) ist laut Einschätzungen der Caritas besonders tragisch. 90% der Gebäude wurden zerstört und kein Such,- oder Rettungsteam ist dort bisher eingetroffen. Sowohl die Caritas als auch ihre kirchlichen Partner (Salesianer) planen dort Verteilungsstellen zu organisieren.
Weitere Lebensmittelpakete werden in der Dominikanischen Republik laufend geschnürt und schnellstmöglich nach Haiti gebracht. Zusätzlich bereitet die Caritas weitere Wasseraufbewahrungscontainer, Wasserreinigungstabletten, Kochutensilien, Plastikplanen und Hygienepakete in Haiti und der Dominikanischen Republik vor. Das große Caritas Zentrum in Haiti ist von dem Erdbeben nicht zerstört worden und dient als Unterkunft für die Helfer bzw. teilweise auch als Zwischenlager für die Hilfsgüter.
Zwischen den Fürbitten eine Schweigeminute und bitte dazu auch aufrufen.
Fürbitten:
Wir beten für die Überlebenden der Katastrophe vom 13. Jänner: Wir beten dafür, dass die Überlebenden schnelle Hilfe bekommen. Dass genug Spendengelder eingehen, damit die Hilfsorganisationen vor Ort tätig sein können. Dass die verletzten Menschen die richtige medizinische Hilfe bekommen. Dass die Menschen dort auch Unterstützung aus dem eigenen Land und von den eigenen Landsleuten bekommen. Dass die Betroffenen so viel Zuversicht und Hoffnung aufbringen, dass sie ihren Teil dazu beitragen, mit dieser Situation konstruktiv umzugehen. Dass die Menschen dort sich nicht allein fühlen müssen und sich gerade jetzt in ihrem Glauben aufgehoben fühlen.
Wir beten für die überlebenden Kinder dieser Katastrophe: Besonders für die Kinder, die ihre Eltern verloren haben. Dass sie Aufnahme finden bei Menschen in ihrer Umgebung, die gut mit ihnen umgehen und ihnen tröstend zur Seite stehen. Dass sie mit dem versorgt werden, was sie dringend brauchen. Dass sie nicht in Hände von Menschenhändlern geraten und nicht Opfer von Zwangsadoption werden. Dass sie das, was sie erlebt haben, irgendwann einmal verarbeiten können. Dass sie, obwohl sie das erlebt haben, zu gesunden Menschen heranreifen können. Dass sie erleben dürfen, dass ihr Land wieder aufgebaut wird. Dass sich die politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen ihres Landes so erneuert werden, dass ein Leben mit lebenswerten Zukunftsaussichten möglich wird.
Wir beten für die Helfer aus Haiti und aus allen anderen Teilen der Erde: Dass sie die Kraft und die strukturellen Möglichkeiten haben, sinnvolle Hilfe leisten zu können. Dass sie selbst durch ihre Hilfe keinen körperlichen oder seelischen Schaden nehmen. Dass sie wieder gesund in ihre eigene Heimat zurückkehren können. Dass sie aufgrund dessen, was sie dort in Haiti an Schrecklichem gesehen haben, nicht zynisch werden. Dass sie den Menschen, denen sie helfen, würdevoll und mit Optimismus entgegen treten. Dass die Helfer sich gegenseitig bei der Arbeit motivieren. Und dass sie sich in scheinbar hoffnungslosen Stunden gegenseitig unterstützen. Dass vor Ort auch für sie gesorgt wird, dass sie genug Essen und eine einigermaßen gute Bleibe haben.
Wir beten für die Verstorbenen der Katastrophe in Haiti: Dass Du Herr sie aufnehmen mögest. |
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Diese Seite wurde am 19.01.2010 zuletzt aktualisiert.
Redaktion: >>Caritasamt - Kärntner Caritasverband (Direktion)
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