Freitag, 05. Januar 2018 • Freitag der Weihnachtszeit

Gott ist größer als unser Herz. (1 Joh 3,20)

Heilige(r) des Tages: Johannes Nepomuk Neumann

Johannes Nepomuk Neumann; © Foto: Schauber/Schindler, Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf, Pattloch Verlag

Bischof CSSR
Zu den Heiligen, deren Kanonisierungsprozeß erst in jüngeren Jahren abgeschlossen wurde, gehört auch Johannes Nepomuk Neumann. Papst Paul VI. war es, der den Bischof von Philadephia, gebürtig aus Böhmen, am 19. Juni 1977 heiligsprach. Vorausgegangen waren über 100 Jahre andauernde, unermüdliche Bestrebungen seiner Diözese sowie seines Ordens, den Akt der Heiligsprechung zu erwirken. Johannes Nepomuk Neumann kam am 28. März 1811 als Sohn eines tschechischen Mutter und eines deutschen Vaters in Prachatitz im Böhmerwald zur Welt. Nach Studienjahren in Budweis und Prag entschloß sich Neumann, der acht Sprachen beherrschte und sich besonders für Botanik und Astronomie interessierte, in der Mission in Nordamerika zu arbeiten. Nachdem er vom New Yorker Bischof John Dubois zum Priester geweiht worden war, wirkte der gelehrte Mann aus Böhmen, inzwischen 25 Jahre alt, mehrere Jahre unter deutschsprachigen Immigranten bei den Niagarafällen. 1840 trat Johannes Nepomuk Neumann dann dem von Alfons di Liguori 1732 gegründeten Redemptoristen-Orden bei. In Anerkennung seines herausragenden pastoralen Wirkens wurde er bereits 1852, mit 41 Jahren, zum Bischof von Philadephia ernannt. Nachdem Neumann über 100 Kirchen sowie 80 Schulen gegründet und unermüdlich seine große Diözese bereist hatte, brach er nach nur acht Jahren Amtszeit völlig ausgezehrt am 5. Januar 1860 auf einer Straße in Philadephia tot zusammen. Beigesetzt wurde der in seinem Orden stark verehrte Kirchenmann in der Redemptoristenkirche St. Peter in Philadephia. Text : Schauber/Schindler, Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf, Pattloch Verlag