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Wenn Leben anders wird

 
 
 

Veröffentlicht von:

Kontaktstelle für Behindertenpastoral / GH

Ein Unfall, eine Erkrankung, eine Behinderung - und was dann?

© Foto: Haab

(© Foto: Haab)

Es war ein Snowboard-Unfall, ein übermütiger Sprung – und danach war alles anders. Klaus, 17 Jahre alt, konnte seine Beine nicht mehr bewegen, war von den Hüften abwärts gelähmt. Würde er jemals Schule und Lehre abschließen können? Er hatte Bäcker werden wollen, mit seiner Freundin später eine Familie gründen, ...
Menschen wie Klaus erzählen, dass die Folgen ihres Unfalls oder ihrer Erkrankung wie eine Todeserfahrung sind: Ein Teil von dir stirbt. Das Gleichgewicht zwischen Leben und Tod kommt ins Wanken. Wie wichtig es ist, um diese Erschütterung zu wissen und sie angemessen zu begleiten, darauf wies Rudolf Likar, Leiter der Abteilung für Intensiv-Medizin des Landeskrankenhauses Klagenfurt, kürzlich in einem Interview hin: „Es ist sehr schlimm, wenn jemand eingeliefert wird und wir eine Querschnittslähmung diagnostizieren. Vorher hätten viele gesagt, dass sie damit nie leben wollten. Aber bis auf einen, der schon über 80 war, wollten noch alle unsere Patienten leben. In dieser Situation werden das Leben und das, was es lebenswert macht, ganz anders beurteilt als von einem Gesunden, der so etwas nur aus dem Fernsehen kennt.“
Das Leben nach dem Unfall bringt für Klaus viele Veränderungen: Seine Beeinträchtigung bringt ihm Einschränkungen und Abhängigkeiten und bindet einen Teil seiner Ressourcen. Was macht sein Leben lebenswert?
Wir haben mit Menschen gesprochen, die durch Unfall oder Krankheit aus ihrem Alltag herausgerissen wurden. Sie lassen uns daran teilhaben, wie ihr Leben anders geworden ist. Sie geben Zeugnis davon, was ihnen in diesen schweren Zeiten wirklich Kraft gegeben und sie getragen hat. Und sie zeigen, dass ihnen die Einschränkung eine neue, viel tiefere Dimension des Lebens geschenkt hat, weil sie sich auf das Wesentliche konzentrieren müssen. In diesem Licht sind viele Dinge, über die wir im Alltag gerne murren, auf einmal Kleinigkeiten.
Menschen, die auf unsere Hilfe und Solidarität angewiesen sind, schenken uns auf diese Weise Lebensmut und Hoffnung. Wie Prophetinnen und Propheten weisen sie uns darauf hin, was wesentlich ist. Wir sollten ihnen dafür dankbar sein.

 

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