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27.10.2017

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Veröffentlicht von:

Internetredaktion/KHK

Die TelefonSeelsorge Kärnten hilft Menschen in schwierigen Lebenssituationen und in Krisen seit mittlerweile 40 Jahren

Silvana Fischer leitet das Team der Telefonseelsorge Kärnten, © Foto Caritas Kärnten

Silvana Fischer leitet das Team der Telefonseelsorge Kärnten (© Foto: Caritas Kärnten)

Die TelefonSeelsorge Kärnten hilft Menschen in schwierigen Lebenssituationen und in Krisen seit mittlerweile 40 Jahren. Zum Geburtstag ein Blick zurück in eine Zeit, als es beim Telefon noch Viertelanschlüsse und keine Handys gab. Viel hat sich in der Beratung verändert. Was, das lesen Sie hier.

Am 24. Oktober 1977 hat der damalige Caritasdirektor Viktor Omelko die TelefonSeelsorge (TS) Klagenfurt ins Leben gerufen. Auch wenn sich im Laufe der 40 Jahre viel verändert hat, Auftrag und Ziel sind gleich geblieben. ,,Wir sind für Menschen da, die sich etwas von der Seele reden wollen. Wir hören ihnen vertraulich zu und stehen ihnen bei der Bewältigung ihrer Probleme, in Krisen und in schwierigen Lebenssituationen einfühlsam, klärend und ermutigend zur Seite“, erklärt Silvana Fischer als Leiterin der TelefonSeelsorge.

Anonyme, kostenlose Hilfe unter der Notrufnummer 142

Gab es die Beratungseinrichtung der Caritas am Anfang nur stundenweise, so sind die 65 vorwiegend ehrenamtlichen MitarbeiterInnen heute 24 Stunden lang unter der Notrufnummer 142 erreichbar. Und das anonym, kostenlos und ohne Voranmeldung. Fischer: ,,Die TelefonSeelsorge besteht seit 1999 rund um die Uhr und zum Nulltarif. Damals wurde uns die Notrufnummer 142 zuerkannt und das Telefonnetz von analog – also von Viertelanschlüssen, bei denen sich vier Menschen eine Leitung teilten –  auf digital ausgebaut.“  Da die TS damit für alle Menschen im Land kostenfrei und jederzeit erreichbar war, erfuhr sie eine Umbenennung in TelefonSeelsorge Kärnten.

Neue Medien, neue Beratungsformen

Mit dem Ende der Viertelanschlüsse kam bald der Handyboom, mit den neuen Medien (Internet, Skype, Facebook) eine neue Herausforderung. Fischer: ,,In den Jahren von 2000 bis 2010 begannen vor allem junge Leute zunehmend das Internet mit all seinen Möglichkeiten zu nutzen. Uns erreichten immer weniger Junge.“ Denn per E-Mails lasse es sich noch anonymer um Hilfe anfragen. Da höre auch niemand die Stimme.
Die TS Kärnten wappnete sich für die neuen Medien und führte im Jahr 2012 –  im Verbund mit den TelefonSeelsorgestellen der Bundesländer – die E-Mail-Beratung ein. Seit dem heurigen Sommer gibt es auch eine Chatberatung.

Die Probleme der Hilfesuchenden

Das Team der Telefonseelsorge hat für alle Menschen ein offenes Ohr. Die Gründe, warum sich Kinder und Jugendliche sowie Frauen und Männer jeglichen Alters an die TS wenden, sind vielschichtig. Sie reichen von Krisen im Zusammenhang mit Krankheit, Einsamkeit und Beziehungsproblemen bis zum Jobverlust und zu den Nachteilen der neuen Medien. Fischer: ,,Mit deren Etablierung mussten wird bald erkennen, dass Internet-Foren, Partnerbörsen, Facebook & Co viel Leid verursachen können. Cybermobbing oder Cyberbullying kommt nicht nur in den Medien vor, auch unsere Hilfesuchenden sind damit konfrontiert.“

263.311 Gespräche seit Beginn

Die TelefonSeelsorge steht – dem Gründungsgedanken entsprechend – für Suizidprävention und akute Krisenbewältigung. Die Anfragen seien von Beginn an stetig steigend gewesen. ,,Das Telefon war seither an 233.739 Stunden mit kompetenten, extra ausgebildeten ehrenamtlichen TelefonSeelsorgerInnen besetzt“, weiß Fischer nach einem Blick in die Statistik. Bis heute fanden 263.311 Gespräche statt.  1107 E-Mails wurden beantwortet. Seit Bestehen der TS erhielten 183 Menschen, davon 39 Männer, für diesen anspruchsvollen Dienst eine Ausbildung.

TelefonSeelsorge Kärnten – kostenlose Notrufnummer 142

www.onlineberatung-telefonseelsorge.at