Diözesanbischof
Dr. Alois Schwarz

Bischof Dr. Alois Schwarz

Et verbum caro factum est
Und das Wort ist Fleisch geworden

Anleitung

Sie haben Fragen oder Anregungen und wollen mit uns in Kontakt treten? Verwenden Sie einfach das Kontaktformular auf der rechten Seite, füllen Sie die Felder aus und klicken Sie auf “Senden“.

SCHLIESSEN

Kontakt

Ihre E-Mail an: Referat für Pilgern und Reisen

26.09.2011

Von St. Hemma nach Gurk

Fotos: DSG und Referat Pilgern & Reisen

FOTOGALERIE
Multimediabereich ausblenden

Montag

26.09.2011

Auf neuen Wegen

 
 
 

Veröffentlicht von:

Pilgern - Reisen - Tourismus / MS

Eröffnungswallfahrt von St. Hemma nach Gurk

Viele Wege führen nach Gurk zum Grab der heiligen Hemma. Mit einer Eröffnungswallfahrt in der Woche vom 19. – 23. September 2011 wurde nun eine weitere Hemma Pilgerweg Route ihrer offiziellen Bestimmung übergeben.

Ausgangspunkt des neuen Hemma Pilgerweges ist die Filialkirche St. Hemma bei Edelschrott in der Steiermark. Dieses idyllisch gelegene Bergkirchlein soll der Überlieferung nach ihren Ursprung der ehemaligen Bergbautätigkeit in dieser Region verdanken. Der Sage nach ist sie eine Gründung der hl. Hemma von Gurk zu Ehren der Muttergottes. Die erste urkundliche Erwähnung der Kirche findet sich im Jahr 1498. Der 1-schiffige spätgotische Bau dürfte um 1540 anstelle einer älteren kleinen Kapelle, vermutlich der heutigen Sakristei, errichtet worden sein. Der farbig gefasste Hochaltar ist eine bemerkenswerte Arbeit aus der Zeit um 1650, wobei das Hochaltarbild die Auszahlung des „gerechten Lohnes“ durch die hl. Hemma von Gurk zeigt.

Sichtlich bewegt begrüßte Pater Leo Thenner, bis zum Jahr 2007  Stiftspfarrer von Gurk und geistiger Mentor des Hemma Pilgerweg Projektes, in den frühen Morgenstunden des 19. September die rund 30 Personen umfassende Pilgergruppe in der kleinen Landkirche zum Eröffnungsgottesdienst, der vom Kirchenchor aus Hirschegg musikalisch gestaltet wurde. Mit berührenden Worten dankte er bei dieser Gelegenheit Erwin Joham von der DiözesanSportGemeinschaft der Katholischen Kirche in Kärnten für sein persönliches Engagement als langjähriger Pilgerbegleiter und gab den Gläubigen, die an diesem Tag bei stürmischem Regenwetter in Richtung Kärnten aufbrachen, den Pilgersegen mit auf den Weg.
Gottfried Pressler, Bürgermeister von Hirschegg, begleitete die Gruppe ein Stück des Weges und lud alle Beteiligten auf der Bernsteinerhütte zu einer köstlichen Pilgersuppe ein, die angesichts des strömenden Regens und der vorherrschenden Kälte an diesem Tag allen dankbar in Erinnerung bleiben wird. Völlig durchnässt, aber wohlauf, traf die Pilgergruppe schließlich in den Abendstunden in Schiefling im Lavanttal ein.

War der erste Tag wetterbedingt eine körperliche und mentale Herausforderung für alle, so verlief die restliche Woche unter geradezu idealen Bedingungen. Am zweiten Tag besuchte die Pilgergruppe unter anderem die Wallfahrtskirche in Gräbern, wo sich im Seitenschiff das Grabmal Wilhelms von Zeltschach, des Gemahls der hl. Hemma befindet, und wanderte über Prebl weiter auf das Klippitztörl.
Landschaftlich nicht weniger reizvoll dann der dritte Tag, an dem zuerst der Anstieg auf die Hohenwarthütte zu bewältigen war, ehe es am  Höhenrücken der Saualpe bis zur St. Martiner Hütte und von dort bergab über St. Johann am Pressen und die Heft zum Etappenziel nach Hüttenberg ging.
Der vierte Tag startete wieder mit einem rund 3 km langen Anstieg, diesmal zur Wallfahrtskirche Maria Waitschach, von wo die Pilgergruppe über Zeltschach, vermutlich dem Geburtsort Hemmas, nach Friesach gelangte.
Bei herrlichstem Herbstwetter wanderten die Pilger schließlich am Freitag, dem 23. September, von Friesach kommend durch die schattige Einsamkeit des Waldes über den Pirkerkogel und einige entlegene Gehöfte der Gurktaler Berge nach Gurk.

Die Glocken des Gurker Domes begrüßten die Pilger schon von weitem, ehe sie von Vikar Mag. Michael Lercher und Pfarrgemeinderatsobmann Franz Kickmaier vor den Toren des Doms persönlich empfangen wurden. Nach einer kleinen Stärkung unter der Linde des Stiftshofes bildete ein gemeinsamer Gottesdienst in der Krypta des Domes den spirituellen Abschluss dieser Eröffnungswallfahrt, wobei das Ensemble einKLANG mit Kerstin Holdernig und Regine Klingspiegel die stimmungsvolle musikalische Gestaltung übernahm.

In Gurk angekommen, nimmt jeder die Erinnerung an ein einmaliges Erlebnis mit nach Hause und wer die ausgetretenen Stufen in die Krypta hinuntergeht, reiht sich ein in die jahrhundertelange Geschichte jener Menschen, die ihre Bitten und Sorgen der Fürsprache der hl. Hemma anvertraut haben.