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Dr. Alois Schwarz

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Montag

25.12.2017

Weihnachtsbotschaft auf-schließen

 
 
 

Veröffentlicht von:

Pfarradmin St. Josef-Siebenhügel / HS

Predigt zur Christmette 2017 in St. Josef

Krippe in St. Josef, © Foto phs

Krippe in St. Josef (© Foto: phs)

Liebe Pfarrgemeinde, liebe Gäste – liebe weihnachtlich festlich versammelte Schar, liebe Christinnen & Christen!

JESUS der Retter = da! So klingt es im berühmtesten Weihnachtslied der Welt… - ein Schlüsselerlebnis unseres Glaubens, das uns helfen soll zu glauben, zu hoffen, zu leben und zu lieben.

Vom Kind in der Krippe geht eine Kraft aus, die uns alle erfassen und aufrichten möchte: GOTT neigt sich herab, wird einer von uns und lädt uns ein es IHM gleich zu machen. Möge der Zauber dieser Nacht uns helfen unser Leben und unseren Glauben immer neu aufzuschließen – trotz mancher Fragen, schwieriger Momente oder Erfahrungen, trotz Ängste und Zweifel. GOTT = da! Unter uns, einer von uns – uns nahe!

Wir brauchen immer wieder Schlüssel-Erlebnisse im Leben, die uns weiterhelfen und tiefer blicken lassen… - und die Geburt eines Kindes ist ganz sicher so ein Erlebnis.

Von Bischof Klaus Hemmerle (1929-1994, Bischof von Aachen) stammt folgender Weihnachtswunsch:

Ich wünsche uns allen: vier Schlüssel-
Einen Schlüssel für die Hintertür-
Der Herr kommt, wo und wann wir IHN nicht vermuten
ER kommt in denen, die sich nicht ans große Tor getrauen.

Einen Schlüssel für die Tür nach Innen
Der Herr ist inwendiger als unser Innerstes
Von dort aus betritt er das Haus unseres Lebens

Einen Schlüssel für die Verbindungstür,
die zutapezierte, zugemauerte nach nebenan.
Im Allernächsten, welcher der Allerfremdeste ist, klopft der Herr bei uns an.

Einen Schlüssel für die Haustür, für das Portal.
Dort hat man Jesus und Maria abgewiesen.
Wir wollen uns nicht genieren
IHN öffentlich einzulassen in unser Leben, in unsere Welt.

Lassen wir uns ein auf das Schlüsselerlebnis WEIHNACHTEN, dass der Herr auch zu uns kommt:

  • manchmal durch die Hintertür: über Kinder, Geschenke, Brauchtum, Äußeres… - all das darf sein und hat seinen Platz. Durch den Trubel des Advent und mancher vorweihnachtlicher Feier ist es schön, dass wir alle uns jetzt hier zusammengefunden haben. Gott kommt – manchmal auch durch die Hintertüren des Lebens. Gott sei Dank.
  • „Ich wünsche uns allen: Einen Schlüssel für die Tür nach Innen“ - Möge Gott uns INNEN ansprechen, unser Herz berühren – damit es uns immer neu gelingt von innen heraus zu leben, zu lieben, uns zu freuen und Güte auszustrahlen.
  • „Ich wünsche uns allen: Einen Schlüssel für die Verbindungstür“ - Möge Weihnachten verschlossene Türen aufsperren und es uns ermöglichen wieder neu Wege zu beschreiten, die wir schon vergessen, verschlossen oder  zugeschüttet haben. Gehen wir wieder neu aufeinander zu und nützen wir die Feiertage Türen in Liebe wieder aufzutun, die wir selbst geschlossen haben oder die zugefallen sind…
  • „Ich wünsche uns allen: Einen Schlüssel für die Haustür, das Portal“ - Schließlich wünsche ich uns allen den Mut und die Zivilcourage CHRISTUS öffentlich einzulassen und zu bekennen: in unseren Häusern, in unseren Familien, in unseren Betrieben, Schulen und Gaststätten – überall, wo wir leben und sind.

Gott gebe uns dazu die Gnade, dass Weihnachten für uns, unsere Pfarre, unsere Familien und alle Welt wieder neu zu einem Schlüssel-Erlebnis des Glaubens und der gelebten Liebe werden kann. Das wünsche ich uns allen. Gnadenreiche Zeit & gesegnete Weihnachten. AMEN

Ich wünsche allen im Namen der ganzen salesianischen Mitbrüder­gemein­schaft ein gesegnetes und friedvolles Weihnachtsfest.

Vergelt‘s Gott & DANKE an alle, die zum Pfarrleben beitragen. Gott ist Mensch geworden, um uns zum Leben in Fülle zu führen. Ich lade Euch ein in den Weih­nachts­tagen zur Krippe zu kommen und Euer Leben mit allen Freuden und Sorgen vor das göttliche Kind zu bringen. Das Kind in der Krippe sagt uns: Gott ist mitten unter uns!

P. Herbert Salzl SDB, Pfarrer