Organisation

Katholischer Familienverband Kärnten

“Die Zukunft der Gesellschaft geht über die Familie”

Internationalen Tages der Familien

Familienbischof DDr.Klaus Küng  (© Foto: Mag. Haab Georg “Der Sonntag“)
Familienbischof DDr.Klaus Küng (© Foto: Mag. Haab Georg “Der Sonntag“)

Anlässlich des Internationalen Tages der Familie am 15. Mai 2012 lud der Katholische Familienverband Kärnten Familienbischof DDr. Klaus Küng zu einem Vortrag. Mag. Henckel von Donnersmarck begrüßte und dankte im Namen des Verbandes für sein Kommen.

"Die Zukunft der Gesellschaft geht über die Familie"

Wer ist Kirche? Das sind die Eltern!
Der Familienbischof ermutigt die Familien, Schulen des Lebens und der Liebe zu sein.
„Die Zukunft der Gesellschaft geht über die Familie“: Unter diesem Leitsatz von Johannes Paul II. referierte Familienbischof Klaus Küng auf Einladung des Katholischen Familienverbandes im Dompfarrhof. Ausgehend vom Dilemma, dass nicht das Familienleben das Erwerbsleben, sondern häufig das Erwerbsleben das Familienleben bestimmt, beschrieb er die Realität moderner Familien: In der Spannung zwischen Beruf, Karriere, Wohlstand und Familienleben werde oft der Kinderwunsch zurückgestellt. Später komme es dann zu Problemen durch Komplikationen und Unfruchtbarkeit. Küng machte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Mut, die Gestaltung ihrer Familie verantwortungsbewusst in die Hand zu nehmen: Als „Schulen des Lebens und der Liebe“ seien Familien unabdingbar für die Zukunft der Gesellschaft. Nicht nur der Erwerb der Muttersprache, sondern das Erlernen grundlegender Werte geschehe vor allem im Elternhaus. Kinder brauchen Liebe, brauchen Geschwister, brauchen Geborgenheit in einer stabilen Beziehung. Wie Eltern Probleme bewältigen und Versöhnung leben, ist prägend für die Entwicklung des Kindes. Das sei eine riesige Herausforderung an die Eltern; umgekehrt lasse sie aber auch die Eltern in der Liebe wachsen und reifen, so Küng. Der ungebrochen großen Sehnsucht Jugendlicher nach einer stabilen, liebenden Familie mit Vater, Mutter, Kindern stehe das steigende Scheitern derselben gegenüber. Dem Bindungswunsch stehe eine ebenso große Bindungsangst gegenüber. An Beispielen zeigte er auf, welche Hilfestellung der Glaube in dieser Situation bieten kann. „Eine Familie, die betet, bleibt zusammen“, zitierte er Mutter Teresa, und nahm die Seelsorger in die Verantwortung, Familien diese Hilfestellung in Ehevorbereitung und -begleitung auch zukommen zu lassen. Die ersten Vermittler des Glaubens aber seien die Eltern, so Küng: „Die Kirche? Für Kinder sind das zuerst die Eltern. Sie sind für ihre Kinder wichtiger als Pfarrer, Bischof oder Papst.“

Mag. Georg Haab

Über 50 interessierte Gäste folgten der Einladung in den Klagenfurter Dompfarrhof.