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Freitag

04.04.2014

Was macht Mit- und Nebeneinander von Armut und Wohlstand so schwer?

 
 
 

Veröffentlicht von:

Katholisches Familienwerk / WU

Stellungnahme der Katholischen Aktion zur "Bettler-Debatte"

Demütigend: Leben aus dem Spendenkörberl..., © Foto Unterlercher

Demütigend: Leben aus dem Spendenkörberl... (© Foto: Unterlercher)

Die Streitkultur „Wohlstand und Armut“ am 31.3.2014 zeigte einmal mehr, wie viel an Ängsten, Unwissenheit, an Unsicherheit und leider auch an Polemik zu einem so wichtigen Thema in unserer Gesellschaft vorhanden ist.

Für Christinnen und Christen muss die Frage im Vordergrund stehen, wie wir mit Menschen umgehen, die am Rande der Gesellschaft leben, mit Menschen, die so arm sind, dass sie betteln müssen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Es sind Menschen, die egal ob organisiert oder nicht, in einer Situation sind, wo die Würde der Person keine Rolle mehr spielt, wo Erniedrigung und von der Gesellschaft abgelehnt zu werden trauriger Alltag ist.

Der Umstand, dass sich die Satten von den Hungrigen, die Reichen von den Armen gestört fühlen, darf nicht zur Grundhaltung in unserem Land werden. Wir erachten die aktuelle Vorgehensweise als grobe Missachtung der Menschenwürde dieser Personen, die ohnehin vom Wohlstand und den Annehmlichkeiten unserer Gesellschaft ausgeschlossen sind.

Wer Armut und Schwäche aus seinem Blickfeld verdrängen will, übersieht ‚Brüder und Schwestern‘, die Not leiden. Es möge unsere gemeinsame christliche Grundhaltung sein, alle Menschen in unserem Land ungeachtet ihrer Herkunft und Lebenssituation mit Würde zu behandeln; darauf verweist auch Papst Franziskus an vielen Stellen.

Wir möchten unsere Solidarität mit den Bemühungen der Caritas ausdrücken, wenn auch die Herangehensweise an das Projekt und die Kommunikation insgesamt hätte besser sein können.

Menschen dabei zu helfen, die notwendigsten Bedürfnisse decken zu können – sich waschen können und ein Bett über Nacht zu haben, hilft auch dabei, Kontakt zu haben zu den Bettlergruppen, Entwicklungen einschätzen zu können, sie kennen zu lernen und damit auch zu einem friktionsfreieren Miteinander beitragen zu können.

Im Handeln kann man dem Evangelium eine konkrete Gestalt geben; es entfaltet dann die Kraft, unsere Gesellschaft zusammenhalten.

Leitung der KA -Kärnten:

Präsidentin Dr. Iris Straßer

Vizepräsident HR Dir. Mag. Wilfried Hude

Vizepräsidentin OStR Mag. Ilse Habicher

Geistlicher Assistent Pater Mag. Irenäus Toczydlowski

Generalsekretärin Rolanda Honsig-Erlenburg