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Donnerstag

31.08.2017

Der Schrei der Erde und die Schreie der Armen

 
 
 

Veröffentlicht von:

Internetredaktion/KHK

Papst Franziskus lädt in Generalaudienz zu Teilnahme an "Schöpfungszeit" vom 1. September bis 4. Oktober ein

Ambivalente Schönheit einer Industrielandschaft, © Foto Pixabay - CC0 (Benita5)

Ambivalente Schönheit einer Industrielandschaft (© Foto: Pixabay - CC0 (Benita5))

Vatikanstadt, 30.08.2017 (KAP) - Papst Franziskus hat zu mehr Respekt für die Umwelt aufgerufen. Alle, die in besonderer Verantwortung stehen, sollten "den Schrei der Erde und den Schrei der Armen, die am meisten durch Umweltzerstörung betroffen sind, hören", sagte er am Mittwoch bei der Generalaudienz am Petersplatz in Rom. Die Gläubigen aller Religionen lud er zur Teilnahme an der "Schöpfungszeit" ein - einer Aktion, mit der christlichen Kirchen vom 1. September bis 4. Oktober den Blick besonders auf den rücksichtsvollen Umgang mit der Schöpfung lenken und für dieses Anliegen auch beten.

Der Papst kündigte zugleich eine gemeinsame Botschaft für den Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung am Freitag an, die er gemeinsam mit dem weltweiten Ehrenoberhaupt der orthodoxen Kirche, Bartholomaios I., an die Welt richten wolle. Der "grüne Patriarch" von Konstantinopel gilt als profiliertester Kirchenvertreter in Sachen Umweltschutz und gab die Initiative für den Gebetstag.

Impuls für neuen Lebensstil

Die mit 1. September startende fünfwöchige Schöpfungszeit findet ihren End- und Höhepunkt am 4. Oktober, dem Fest des Heiligen Franziskus. Seit 2015 ist der bereits davor ökumenisch begangene "Schöpfungstag" am 1. September offiziell als "Weltgebetstag für die Schöpfung" im katholischen Kalender eingetragen. Der Tag sollte in allen Ortskirchen angemessen begangen werden und einen nachhaltigen Lebensstil fördern, betonte Papst Franziskus.

Damit griff der Papst eine Einladung der orthodoxen Kirche auf: Bereits 1989 hatte der damalige Ökumenische Patriarch von Konstantinopel Dimitrios "die ganze orthodoxe und christliche Welt" eingeladen, am 1. September "zum Schöpfer der Welt zu beten: mit Dankgebeten für die große Gabe der geschaffenen Welt und mit Bittgebeten für ihren Schutz und für ihre Erlösung". Diese Initiative wurde 1992 von der gesamten Orthodoxen Kirche begrüßt und übernommen, katholische und evangelische Ortskirchen folgten.

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