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Caritas-Hungerhilfe, © Foto: Caritas Kärnten

31.07.2017

Caritas-Hungerhilfe

Weil Millionen Menschen im Osten Afrikas und in weiten Teilen der Sahelzone vom Hungertod bedroht sind, hat die Caritas Kärnten im Rahmen ihrer Hungerkampagne 2017 eine Sofort- und Überlebenshilfe gestartet.

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31.07.2017

Caritas-Hungerhilfe

 
 
 

Veröffentlicht von:

Internetredaktion/MF

Alljährlich im Sommer lenkt die Caritas den Blick auf den Hunger in der Welt und sammelt für ihre langfristigen Hilfsprojekte in den ärmsten Ländern. Weil Millionen Menschen im Osten Afrikas und in weiten Teilen der Sahelzone vom Hungertod bedroht sind, hat die Caritas Kärnten im Rahmen ihrer Hungerkampagne 2017 eine Sofort- und Überlebenshilfe gestartet.

Caritasdirektor Josef Marketz bei seinem Besuch in Marsabit in Kenia, © Foto Caritas Kärnten

Caritasdirektor Josef Marketz bei seinem Besuch in Marsabit in Kenia (© Foto: Caritas Kärnten)

„Kinder, Frauen und Männer sind extrem unterernährt. Weil nach Monaten ohne Regen Trinkwasser und Nahrung fehlen, stehen weite Teile Ostafrikas und der Sahelzone vor einer der schlimmsten humanitären Katastrophen der jüngsten Geschichte. Viele Millionen Menschen werden verhungern, wenn nichts passiert“, sagt Kärntens Caritasdirektor Josef Marketz. Damit die HelferInnen der Caritas in den Hungerregionen Lebensmittel, Wasser und Medikamente verteilen und in späterer Folge Wasser spendende Brunnen errichten können, bittet der Caritasdirektor die Bevölkerung um Unterstützung. Denn Marketz, der im Juni selbst im Norden Kenias war, um sich ein Bild von der dramatischen Lage zu machen, weiß: „Die Hilfe kommt bei den Betroffenen direkt an. Sie wirkt!“  Kärntens Caritasdirektor Josef Marketz kannte Schilderungen über die Situation bereits vor Antritt seiner Reise. Denn seit vielen Jahren ist die Caritas Kärnten in den Ländern Kenia und Uganda mit Ernährungs- und Ausbildungsprojekten erfolgreich tätig, das Netzwerk ist gut, der Austausch lebendig.

Dennoch kann man sich nicht vorbereiten auf die Schwere und Bitterkeit, die solch eine Situation von Hungersnot und Überlebenssorge mit sich bringen, so Marketz: „Ich führte Gespräche mit zwei Familien, die in ihren runden Häusern mitten in der kahlen Gegend wohnen. Beide Familien besaßen 600 Schafe und Ziegen, davon sind der einen 60, der anderen 40 Ziegen geblieben. Jetzt haben sie keine Arbeit und bald auch kein Essen mehr“, schildert Marketz. Und: „Dies trifft vor allem die Alten und die Kinder, die bereits so geschwächt sind, dass sie das Hüttenzelt nicht mehr verlassen können.“

Für diese Perspektivlosigkeit finden sich keine Worte. Der nächste Regen in der Region wird erst für Oktober, November erwartet. „Die Menschen sind sich ihrer dramatischen Situation bewusst. Sie sind ratlos und warten hilflos ab, was die Zukunft bringt. Das ist schlimm“, sagt Marketz.

Akute Hilfe und Projektarbeit

Die Menschen brauchen jetzt dringend Überbrückungshilfe. Dafür setzt sich die Caritas ein und ruft aktuell um Spenden für die Hunger-Nothilfe auf. „Und dann muss das Naheliegende versucht werden“, lässt Josef Marketz die Hoffnung auf eine Zukunft in dieser Region keimen. Er erinnert an die letzte Dürre vor fünf Jahren: „Die österreichische Caritas hat einige Brunnen graben lassen, 300 Meter tief und sie funktionieren immer noch. Das sind nachhaltige Investitionen, die über Dürrezeiten helfen und es den Menschen erlauben, in ihrer Heimat zu bleiben. Wir sind am richtigen Weg!“ 

Das ehrgeizige Ziel der Caritas Österreich, 100.000 Menschenleben vor dem Hungertod zu retten, unterstützt auch die Caritas Kärnten. „Das können wir schaffen!  Schon mit zehn Euro kann ein Mensch einen Monat lang überleben. Bitte helfen Sie uns helfen“, hofft Caritasdirektor Josef Marketz auf die Spendenbereitschaft der Bevölkerung vor Ort. Wer möchte, kann aber auch online spenden und dem Spendenbarometer beim „Wachsen“ zuschauen: www.caritas.at/10sekunden

Langfristige, nachhaltige Hilfe

Die Caritas Kärnten setzt aber auch auf langfristige Hilfe und schaut, dass sich die Betroffenen nach der Hungerkrise selbst versorgen können. „Seit Jahren unterstützen wir deshalb nachhaltige Schul-, Bildungs- und Ernährungsprojekte in Kenia und Uganda. Viele Menschen haben dank dieser Initiativen wieder eine Zukunftsperspektive und bleiben eher in ihrer Heimat“, sagt Alexandra Blattnig, Bereichsleiterin der Auslandshilfe.

Spendenkonto

Kärntner Sparkasse 

Kennwort Hunger

IBAN: AT40 2070 6000 0000 5587