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12.07.2017

Wechsel an der geistlichen Spitze der Grabesritter in Kärnten

 
 
 

Veröffentlicht von:

Pressestelle der Diözese Gurk

Bischof Schwarz wird zum neuen Prior, Bischofsvikar Allmaier zum Subprior ernannt

Die Unterstützung der im Heiligen Land lebenden und von den politischen Auseinandersetzungen betroffenen Christen steht im Zentrum des Wirkens der Grabesritter, © Foto Pressestelle

Die Unterstützung der im Heiligen Land lebenden und von den politischen Auseinandersetzungen betroffenen Christen steht im Zentrum des Wirkens der Grabesritter (© Foto: Pressestelle)

Klagenfurt, 12. 7. 17 (pgk). Wechsel an der geistlichen Spitze des „Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem“, kurz „Grabesritter“ genannt, in Kärnten: Am Sonntag, dem 16. Juli, wird im Rahmen eines Festgottesdienstes mit dem emeritierten Salzburger Erzbischof Dr. Alois Kothgasser, Großprior der Statthalterei Österreich der Grabesritter, um 10 Uhr im Klagenfurter Dom Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz zum neuen Prior der Komturei Klagenfurt ernannt. Er folgt in dieser Funktion auf emerit. Univ.-Prof. Prälat Kan. Dr. Karl Heinz Frankl, der seit 1991 an der Spitze der Kärntner Grabesritter stand und nun Ehrenprior wird. Zum Subprior wird Bischofsvikar Dompfarrer Kan. Dr. Peter Allmaier, MBA, ernannt. Die Dekrete wird der Statthalter der Grabesritter in Österreich, Dr. Andreas Leiner, überreichen. Musikalisch mitgestaltet wird der Festgottesdienst von Domkantorei und Domorchester unter der Leitung von Domkapellmeister Thomas Wasserfaller. Sie bringen die „Missa Gratias agimus tibi“ von Jan Dismas Zelenka zur Aufführung.   

Die Grabesritter – Zahlen, Daten, Fakten. Der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem zählt mit dem Souveränen Malteser-Orden zu den einzigen beiden Ritterorden, die der Vatikan neben den Päpstlichen Ritterorden (Christusorden, Orden vom Goldenen Sporn, Piusorden, Gregoriusorden und Silvesterorden) anerkennt. Weltweit sind die Grabesritter mit rund 32.000 Mitgliedern in 52 Ländern vertreten. In Österreich zählt der Orden rund 550 Mitglieder in insgesamt zwölf Komtureien. An der Spitze des Ordens stehen der Statthalter und der Großprior. Die Leitung der Komturei obliegt dem Leitenden Komtur. Der Prior unterstützt ihn in der geistlichen Führung. Komtureien werden jeweils von einem Prior geleitet. In Kärnten wurde im Jahre 1975 durch die Investitur von P. Hildebrand Vinzenz Urdl OFMCap, Dr. Gottfried Tschurtschenthaler und Dr. Helmut Ebner in Ossiach der Grundstein für eine Komturei gelegt. Gegründet wurde die Komturei Klagenfurt im Jahr 1991. Die heute noch lebenden Gründungsmitglieder sind Dr. Viktor Michitsch und emerit. Univ.Prof. Prälat Kan.Dr. Karl-Heinz Frankl. Die Komturei Klagenfurt zählt derzeit 24 Mitglieder, darunter eine Ordensdame, und eine Kandidatin. Leitender Komtur ist Mag. Thomas Mairitsch.                                                                                                         

Entstehung und Aufgaben des Ordens. Der Ritterorden entstand aus einem mittelalterlichen Brauchtum, bei dem adelige Pilger am Heiligen Grab zu Jerusalem zum Ritter geschlagen wurden. Der heutige Orden, eine eigenständige juristische Person des Kirchenrechts, ist eine vorwiegend von Laien getragene, humanitäre Organisation zur Unterstützung der im Heiligen Land lebenden und von den politischen Auseinandersetzungen betroffenen Christen. So unterstützen die Grabesritter u. a. den Unterhalt von Kirchen, Schulen, Kindergärten, Sozialstationen und Altenheimen in Israel, Jordanien und Palästina. Bei öffentlichen Auftritten erkennt man die Ordensdamen an einem schwarzen, die Herren an einem weißen Mantel mit dem Jerusalemkreuz.
 

>> MEHR über den Ritterorden zum Heiligen Grab zu Jerusalem - Statthalterei Österreich