„Mit Jesus Christus den Menschen nahe sein“
Bischof Schwarz stellt bei Sommerempfang für MitarbeiterInnen Leitbild und Leitziele der Katholischen Kirche Kärnten vor
Klagenfurt, 17. 6. 11 (pgk). „Mit Jesus Christus den Menschen nahe sein“ – So lautet das Leitbild der Katholischen Kirche Kärnten, das Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz gestern ebenso wie die Leitziele der Katholischen Kirche Kärnten für die kommenden fünf Jahre in den Mittelpunkt seiner Predigt bei der hl. Messe im Rahmen des traditionellen Sommerempfangs für die MitarbeiterInnen des Bischöflichen Ordinariates, des Bischöflichen Seelsorgeamtes, der Caritas und der Finanzkammer der Diözese Gurk im Bischöflichen Bildungshaus Stift St. Georgen/Längsee stellte. Unter Zitierung von Papst Benedikt XVI. betonte der Kärntner Bischof, dass der Mensch nur von Gott her zu verstehen sei und nur wenn der Mensch in Beziehung zu Gott lebe, sein Leben recht werde. „Im Gesicht Jesu, in seinem Tun, erkennen wir die Gedanken Gottes“, so Bischof Schwarz. „Unsere Aufgabe ist es, auf Jesus Christus zu schauen und uns um ihn zu scharen“, so Bischof Schwarz, der in diesem Zusammenhang auch auf das neue Logo der Katholischen Kirche Kärnten verwies. „In der Mitte das Kreuz, umklammert von zwei Balken, die das Kreuz halten und umfassen. In der Mitte von alldem, was die Katholische Kirche ausmacht, ist der Gekreuzigte, der Auferstandene – und wir scharen uns als Gemeinschaft um ihn und versuchen, Jesus Christus in den Gesichtern der Menschen zu entdecken“, so Bischof Schwarz. Besonders in unserer heutigen Gesellschaft, in der es trotz zahlreicher Kommunikationsmöglichkeiten verstärkt zu Vereinzelung und Vereinsamung komme, sei es wichtig, „eine Nahverbindung mit den Menschen aufzubauen und sie als von Jesus Christus Berührte bei ihrer Suche nach Halt und Orientierung zu unterstützen“. Das Lebens- und Glaubensprogramm der Katholischen Kirche zeige, so der Kärntner Bischof, „dass das Leben mehr sei als Arbeit, Leistung, Eventkultur und Unterhaltungsindustrie“. „Unsere Aufgabe ist es, dieses Lebensprogramm Gottes zu den Menschen, in ihre unterschiedlichen Lebensbereiche und Lebensfelder, zu bringen“, betonte Bischof Schwarz und ermunterte die MitarbeiterInnen, das Leitbild zu verinnerlichen und umzusetzen.
Es sei eines der drei großen Leitziele für die nächsten fünf Jahre, „als Bischof gemeinsam mit den von ihm bestellten Verantwortungsträgern den MitarbeiterInnen Halt und Orientierung zu geben und sie zu ermutigen, sich wechselseitig zu stärken, einander zu beraten und zu ergänzen im Sinne der gemeinsamen Arbeit“. Weiters wünsche er sich, so Bischof Schwarz, dass „aus den MitarbeiterInnen in den nächsten fünf Jahren Verbündete mit einem starken und bewussten Zugehörigkeitsgefühl zur Kirche geworden sind“. So würden sie gemeinsam mit ihm miteinander Verantwortung für die Katholische Kirche Kärnten tragen. Als drittes Leitziel sprach sich der Kärntner Bischof für ein „offenes katholisches Profil“ aus. „Weil wir mit Jesus Christus den Menschen nahe sein wollen, sind wir überzeugt, dass es eine Vielfalt von Zugängen zum christlichen Glauben gibt. Wir vertreten ein einladendes, katholisches Profil und fördern innerhalb unserer Kirche unterschiedliche Angebote christlicher Glaubenspraxis“, so Bischof Schwarz.
Nur so könne die Katholische Kirche Kärnten ihr Leitbild glaubhaft umsetzen und das Vertrauen der Menschen zur Kirche wieder wachsen. „Die Katholische Kirche Kärnten muss für die Menschen in diesem Land wieder zu einem stärkeren Hoffnungs- und Sympathieträger werden“, appellierte der Kärntner Bischof.
Am Ende des Gottesdienstes, in dem auch das 10-Jahr-Jubiläum von Bischof Schwarz gewürdigt wurde, überreichte Generalvikar Msgr. KR Dr. Engelbert Guggenberger dem Kärntner Bischof als Dank und Wertschätzung für sein zehnjähriges Wirken in der Diözese Gurk einen Bildband mit Impressionen aus den vergangenen zehn Jahren. In seinem Vorwort zum Bildband würdigt Generalvikar Guggenberger in besonderer Weise die Fähigkeit von Bischof Schwarz, „Menschen in Begegnungen innerhalb und außerhalb des Kirchenraumes anzusprechen“. Diese Volksnähe würden die Menschen, so Generalvikar Guggenberger, sehr schätzen. Unter Bezugnahme auf den Wahlspruch von Bischof Schwarz „Et verbum caro factum est – Und das Wort ist Fleisch geworden“ stellt der Generalvikar fest: „Das Kommen Gottes zu uns in Jesus Christus ist der wesentliche Bezugspunkt des Wirkens von Bischof Schwarz.“