Diözesanbischof
Dr. Alois Schwarz

Bischof Dr. Alois Schwarz

Et verbum caro factum est
Und das Wort ist Fleisch geworden

Anleitung

Sie haben Fragen oder Anregungen und wollen mit uns in Kontakt treten? Verwenden Sie einfach das Kontaktformular auf der rechten Seite, füllen Sie die Felder aus und klicken Sie auf “Senden“.

SCHLIESSEN

Kontakt

Ihre E-Mail an: Pressestelle

Freitag

11.12.2015

Festgottesdienst mit Öffnen der „Heiligen Pforte“ des Klagenfurter Domes mit Bischof Schwarz

 
 
 

Veröffentlicht von:

Pressestelle der Diözese Gurk

Feierlicher Auftakt zum „Jahr der Barmherzigkeit“ in der Diözese Gurk

Dompfarrer Peter Allmaier und Künstler Werner Hofmeister bei der „Pforte der Barmherzigkeit“ des Klagenfurter Domes, © Foto Hofmeister

Dompfarrer Peter Allmaier und Künstler Werner Hofmeister bei der „Pforte der Barmherzigkeit“ des Klagenfurter Domes (© Foto: Hofmeister )

Klagenfurt, 11. 12. 15 (pgk). Feierlicher Auftakt zum „Jahr der Barmherzigkeit“ in der Diözese Gurk: Nach dem Öffnen der „Heiligen Pforte“ des Petersdoms durch Papst Franziskus am 8. Dezember wird Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz am dritten Adventsonntag, dem 13. Dezember, um 10 Uhr die „Heilige Pforte“ beim Nordportal der Domkirche in Klagenfurt öffnen und anschließend im Dom zu Klagenfurt das feierliche Hochamt zur Eröffnung des „Jahres der Barmherzigkeit“ in der Diözese Gurk feiern. Musikalisch mitgestaltet wird die hl. Messe von der Domkantorei (Leitung: Domkapellmeister Thomas Wasserfaller) mit der „Missa Rorate caeli“ von Antonio Caldara.

Die „Pforte der Barmherzigkeit“ des Klagenfurter Domes befindet sich beim Nordportal, dem ehemaligen Haupteingang der Domkirche, und soll im „Jahr der Barmherzigkeit“ wieder als Haupteingang genutzt werden. Mit der künstlerischen Umsetzung der „Heiligen Pforte“ wurde der Kärntner Künstler Werner Hofmeister betraut. Er konnte sich in einem Wettbewerb gegenüber fünf anderen KünstlerInnen durchsetzen. Hofmeister gestaltete die Pforte aus einer schweren, unbehandelten Eisenplatte, die eine menschliche Gestalt mit ausgebreiteten Händen darstellt. Mit dieser Handhaltung übersetzt der Kärntner Künstler den oft sperrigen Begriff der Barmherzigkeit in eine menschliche Haltung, die vertraut und ersehnt zugleich ist. Dass Barmherzigkeit nichts mit Zwang zu tun hat, bringt Hofmeister dadurch zum Ausdruck, dass die Pforte mehr als drei Meter von der Kirchentür entfernt ist und somit links und rechts einen Weg frei lässt. Ganz in der Tradition der „Heiligen Pforten“, die eigentlich immer die kleinsten Türen einer Kirche sind, hat auch die „Pforte der Barmherzigkeit“ des Klagenfurter Doms eine Durchgangslichte von nur 80 Zentimeter. Wer auf die Pforte zugeht und von draußen in den Kirchenraum eintritt, liest die aus dem Hochgebet der hl. Messe entlehnte Formel „Durch Ihn, mit Ihm, in Ihm“. Wer aus der Kirche heraus geht, liest die Botschaft „Durch Dich, mit Dir, in Dir“. Dies soll daran erinnern, dass durch das alltägliche Handeln von ChristInnen die Liebe Gottes erlebbar werden soll. Auf diese Verantwortung verweisen auch die in Stuck aufgebrachten Worte „JA DU“ an der Innenseite neben der Ausgangstür. Das bestätigende „Ja“ und das persönliche „Du“ sind die Antwort auf die Frage, wer denn nun barmherzig sein soll.

Im „Jahr der Barmherzigkeit“, das Papst Franziskus weltweit für die Zeit zwischen 8. Dezember und dem Christkönigsonntag am 21. November 2016 ausgerufen hat, werden erstmals in der Geschichte der „Heiligen Jahre“ auch in möglichst allen Diözesen weltweit „Heilige Pforten“, so genannte „Pforten der Barmherzigkeit“, geöffnet. In der Diözese Gurk wird es weitere „Pforten der Barmherzigkeit“ in der Kirche Villach-St. Nikolai (Öffnung am 18. Dezember 2015, 18 Uhr), in der Wallfahrtskirche Heiligengrab/ Božji grob (Öffnung am 12. Februar 2016, 9 Uhr), im Dom zu Gurk (Öffnung am 3. April 2016, 10 Uhr) und in der Basilika Maria Loreto in St. Andrä/Lav. (Öffnung am 1. Mai 2016, 15 Uhr) geben. Außerdem begeht die Diözese Gurk das „Jahr der Barmherzigkeit“ mit mehr als 120 Veranstaltungen und Aktionen, die von liturgische Feiern, Konzerten und Wallfahrten über Diskussionsrunden, Besinnungs- und Studientage und Exerzitien bis hin zu Stadtspaziergängen, Jugendtreffen, Sporttagen und Fastenmeditationen reichen.

Heilige Jahre“ sind besondere Jubiläumsjahre der Katholischen Kirche, in dem der Papst den Gläubigen bei Erfüllung bestimmter Bedingungen einen vollständigen Ablass gewährt. Das „Jahr der Barmherzigkeit“ gilt als außerordentliches „Heiliges Jahr“. Das erste „Heilige Jahr“ wurde 1300 von Bonifatius VIII. für PilgerInnen ausgerufen, die nach Rom kamen. Ab 1475 fand jedes 25. Jahr ein „Heiliges Jahr“ statt. Das letzte war im Jahr 2000 das von Papst Johannes Paul II. ausgerufene „Jubeljahr“ zum Thema „Christus gestern, heute und in Ewigkeit“. Das Durchschreiten der „Heiligen Pforte“ gilt als Frömmigkeitsübung, um Gottes Barmherzigkeit zu erfahren. In Verbindung mit Beichte, Kommunion und Gebeten wird den Gläubigen in den „Heiligen Jahren“ der so genannte „Jubiläumsablass“ zugesprochen.