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22.02.2012

Wasser + Wort

Aschermittwochpredigt von Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz im Dom zu Klagenfurt am 22. 2. 2012

Bischof Schwarz: Fastenzeit ist bewusste Hinführung zu Leben mit Gott
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Mittwoch

22.02.2012

Bischof Schwarz: Fastenzeit ist bewusste Hinführung zu Leben mit Gott

 
 
 

Veröffentlicht von:

Pressestelle der Diözese Gurk

Die Aschermittwochsliturgie mit Bischof Schwarz im Klagenfurter Dom bildete auch den Auftakt zum Projekt "Kunst im Dom".

Aschermittwochliturgie im Dom zu Klagenfurt am 22. 2. 2012, © Foto KH Kronawetter / Internetredaktion

Aschermittwochliturgie im Dom zu Klagenfurt am 22. 2. 2012 (© Foto: KH Kronawetter / Internetredaktion)

Klagenfurt, 22. 2. 12 (pgk). Als „bewusste Hinführung zum Leben aus der Taufe und zu einem Leben mit Gott“ hat Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz heute die österliche Buß- und Fastenzeit bei der Aschermittwochsliturgie mit Austeilung des Aschenkreuzes im Klagenfurter Dom bezeichnet. Bereits traditionell bildete diese Aschermittwochsliturgie auch den Auftakt zum Projekt „Kunst im Dom“, das dieses Jahr unter dem Motto „wAsser + wΩrt“ steht. „Wasser und Wort können lebensrettende Geschichten auslösen und uns Menschen auch heute die Angst nehmen vor der größten Bedrängnis des menschlichen Lebens, nämlich dem Tod“, sagte Bischof Schwarz und verwies in diesem Zusammenhang auf die „von Gott in der Taufe zugesprochene und geschenkte Rettung“. Beim Übergießen des Täuflings mit Wasser werde deutlich, dass der Getaufte nun „in der Lebenswirklichkeit Gottes seinen Platz gefunden hat“, sagte Bischof Schwarz, der auf die „Ewigkeitswirkung der Taufe“ hinwies. Die Fastenzeit sei immer schon eine besondere Zeit der Taufvorbereitung und -erneuerung gewesen. „Wer sich seines Getauft-Seins neu bewusst wird, der darf sich an der Zusage Gottes freuen, dass die göttliche Kraft des Wassers in ihm wirken möchte“, sagte Bischof Schwarz. Es sei wichtig, dem Bösen gegenüber ein entschiedenes „Nein“ zu sagen, besonders hinsichtlich der in unserer Gesellschaft oft herrschenden „Atmosphäre der Konflikte und Unversöhnlichkeit“. „Immer wieder müssen wir Menschen uns schützen vor den zerstörerischen Kräften der Feindseligkeit, der Wut, des Hasses und des Unfriedens“, so der Kärntner Bischof. Beim Fasten wie beim Beten gehe es nicht um eine „nach außen zur Schau gestellte Frömmigkeit oder um eine ´Herzeige-Spiritualität´“, sondern darum, die eigene Gottesbeziehung den anderen unaufdringlich anzubieten und ihnen davon auf Nachfrage zu erzählen.
Bezugnehmend auf die von der Künstlerin Helma Rud erbetene Interaktion im Rahmen des Projektes „Kunst im Dom“, nämlich auf kleinen Kommentarkärtchen persönliches Zeugnis von Leben, Beten, Fasten und Geben abzulegen, rief Bischof Schwarz dazu auf, „einander im Schutzraum des Heiligen Worte der Gottesbeziehung zu schenken“. So werde der Dialog zwischen Gott und den Menschen neu initiiert und das Wort gleichsam wie durch eine Wellenbewegung weiter getragen. „So entsteht eine Atmosphäre des guten Wortes, der liebenden Zuwendung, der stillen Aufmerksamkeit für die Menschen, die mit uns leben, und die Domkirche wird zu einer Quelle, aus der die Menschen im Zugehen auf Ostern Kraft schöpfen, besonders auch jene, deren Not keine Stimme hat und noch nicht ins Wort gekommen ist“, sagte der Kärntner Bischof.
Musikalisch mitgestaltet wurde die Aschermittwochsliturgie vom Domchor unter der Leitung von Domkapellmeister Thomas Wasserfaller mit der „Berliner Messe“ und dem „De profundis“ von Arvo Pärt.

Das Projekt „Kunst im Dom 2012“ ist eine ortsspezifische, interaktive Mixed Media Installation. Die Installation von Helma Rud besteht aus einem skulpturellen Objekt, auf welches Bilder projiziert werden, die sich gemäß unterschiedlichen Zuschauerinteraktionen verändern. Eine besondere Ergänzung zur Kunstinstallation sind auch heuer wieder die Dialogpredigten. Dabei sprechen Kärntner AutorInnen (Harald Schwinger, Simone Schönett, Isabella Straub, Ursula Wiegele, Alois Brandstetter) an den Sonntagabenden um 19 Uhr bei der Abendmesse im Dialog mit Dompfarrer Peter Allmaier, der auch das Projekt „Kunst im Dom“ leitet, über das Evangelium. Einen besonderen Akzent setzt auch heuer wieder die musikalische Gestaltung der Veranstaltungen – so zum Beispiel das Passionskonzert der Dommusik Klagenfurt mit Franz Joseph Haydns „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz“ am Sonntag, dem 25. März, um 17 Uhr