Am dritten Tag der Kontaktwoche im Dekanat Wolfsberg besuchte Bischof Schwarz Schulen, Betriebe und traf die Landjugend
Das Schulzentrum in Wolfsberg, die Druckerei Theiss und ein Treffen mit der Landjugend im Haus der Musik in St. Stefan. Das waren die "bischöflichen Stationen" am dritten Tag der Kontaktwoche Wolfsberg.
Besuch bei der Druckerei Theiss, einer der größten Druckereien in Kärnten (© Foto: fotomax-internetredaktion)
Pendler und Frühaufsteher wurden am Bahnhof Wolfsberg mit Müsliriegeln, Äpfeln, Bananen, Nüssen und guten Worten von Vertreter/innen der Katholischen Jugend begrüßt, die Schüler/innen im Schulzentrum Wolfsberg hatten schon in der Frühe hohen Besuch: Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz besuchte einzelne Klassen der unterschiedlichen Schulformen im Schulzentrum und kam mit den Schüler/innen über Gott und die Welt und facebook ins Gespräch. Nach einem Treffen mit den Religionslehrer/innen im höheren Schulbereich, einem gemeinsamen Mittagessen mit den Direktoren der einzelnen Schulen des Zentrums und einem Treffen und der Feier der Heiligen Messe mit Religionslehrer/innen aus dem Pflichtschulbereich sah der bischöfliche Terminplan eine Besichtigung der Druckerei Theiss in St. Stefan im Lavanttal vor. Bei seinem Betriebsbesuch wurde Bischof Dr. Schwarz von Vertreter/innen des Pfarrgemeinderates, Dechant Erich Aichholzer, den Pfarrvorstehern von St. Stefan und Wolfsberg, Eugen Länger und Engelbert Hofer und Bischofsvikar Dr. Josef Marketz begleitet. Die Druckerei Theiss beschäftigt 110 Mitarbeiter/innen und produziert im Monat 160 Einzeltitel. In einem Jahr verlassen rund 7 Millionen Druckwerken (Bücher, Broschüren, Schulbücher etc) die Fabrikstore. Zu den Verlagskunden von Theiss zählen u.a. der Styria-Verlag, der Echter-Verlag, Patmos, der ÖBV, kurz das who is who des Verlagswesens. Die Druckerei Theiss produzierte aber auch schon Sonderdrucke des Koran oder Broschüren für den arabischen Raum. Und auch das neue Buch unseres Bischofs, "Mit Kinderaugen Gott schauen", ist durch die Druckmaschinen von Theiss gelaufen.
Am Abend traf Diözeanbischof Dr. Alois Schwarz dann im Haus der Musik in St. Stefan mit Vertreter/innen der Landjugend und Interessierten zum Austausch über die Kirche im ländlichen Raum zusammen. Pfarrprovisor Eugen Länger verwies in seiner Begrüßung auf die idenditätsstiftende Funktion von Kirche, Brauchtum und Landjugend im ländlichen Raum. Die Feste des Kirchenjahres würden stark von der Landjugend mitgetragen.
Der Bezirksobmann der Landjugend des Lavanttales stellte mit Powerpoint und mit einem Impulsreferat die ländliche Situation des Lavanttales und die Arbeit der Landjugend vor. Die Landjugend stünde für eine „sinnvolle Freizeitbeschäftigung der Jugend und will Orientierung bieten“.
Hauptberuf ist aber Bischof
Bischof Dr. Schwarz verwies in seinem Impulsreferat, dass Kirche und Landwirtschaft Hand in Hand gehen würde. Die Landwirtschaft richte sich nach den Jahreszeiten, die Kirche nach dem Mondkalender, wobei die Kirche ihre Feste in die Jahreszeiten hinein verwoben habe.
Bischof Schwarz forderte eine neue Solidargemeinschaft, in der es darum gehe, nachhaltige und hochwertige Produkte vor Ort zu kaufen. Die Landjugend sei ein Ort, an dem Persönlichkeitsbildung passiere; die jungen Landwirte würden anders mit der Schöpfung umgehen, nachhaltiger, biologischer: Landwirte würden „dem Schöpfer zu Hand gehen, dem Herrgott helfen, das Paradies zu erhalten“. Sie erzeugen hochwertigste Produkte und pflegen das Land - „nicht nur für den Tourismus, sondern für sich selber“.
Der Bischof verwies, dass er selbst als Bischof von Kärnten nicht vom Kirchenbeitrag, sondern von den Erträgen aus der Land-und Forstwirtschaft des Bistums, also der Stiftung der Heiligen Hemma, lebe. Es sei auch Aufgabe der Kirche, Arbeitsplätze in Land- und Forstwirtschaft zu bieten, er selbst sei als Bischof von Kärnten auch Landwirt; „das mache ich aber nur nebenbei, Hauptberuf ist Bischof“.
Im Anschluss an seinen Impuls stellte sich der Bischof den Fragen der Anwesenden.
Bischof Schwarz lud die Jugendlichen ein, vermehrt am Sonntag die Kirche aufzusuchen - auf die Frage, was einem die Kirche bieten würde, zeigte der Bischof, dass der Sonntag dazu da ist, „das wir erinnert werden, dass das Leben stärker ist als der Tod. Wer sich darauf einlässt, auf das Hochrisiko der Messe, der riskiert, dass er verwandelt heraus geht. Der Sonntag und die Messe sind ein Durchatmen der Seele“, so der Bischof. „Die heilige Messe ist eine lebensverwandelnde, seelische Kraft“. Die Sonntagsmesse sei eine Solitargemeinschaft, wir würden niemals nur für uns, sondern immer auch für die anderen in die Messe gehen.


















by ilab crossmedia