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13.10.2014

Lebensräume für Jung und Alt

Schaubild Wohnanlage: DI Omansiek

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Montag

13.10.2014

Bischof Schwarz präsentiert Wohnprojekt „Lebensräume für Jung und Alt“

 
 
 

Veröffentlicht von:

Pressestelle der Diözese Gurk

Projektleiterin Enzinger: Wohnprojekt ist „Gegenbewegung zur Vereinsamung“

Freuen sich mit Bischof Schwarz über das neue Wohnprojekt: Architekt Omansiek, Projektleiterin Enzinger, Diözesanökonom Lamprecht und Direktor Wutte (v. l. n. r.), © Foto Pressestelle/Eggenberger

Freuen sich mit Bischof Schwarz über das neue Wohnprojekt: Architekt Omansiek, Projektleiterin Enzinger, Diözesanökonom Lamprecht und Direktor Wutte (v. l. n. r.) (© Foto: Pressestelle/Eggenberger)

Klagenfurt, 13. 10. 14 (pgk). Als „Vorzeigemodell, das das gelebte Miteinander, das Engagement und die Aufmerksamkeit füreinander in der Gesellschaft fördern soll“ hat Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz das Wohnbauprojekt „Lebensräume für Jung und Alt“ bei der Pressekonferenz im Bischofshaus anlässlich des Baubeginns der Wohnanlage am Klagenfurter Standort Mariannengasse//Pischeldorferstraße bezeichnet. Er sei, so der Kärntner Bischof, „froh und dankbar“, dass die Diözese Gurk nun auf dem Grund des Bistums Gurk in unmittelbarer Nähe des Bischofshauses ein solches „Leuchtturmprojekt“ realisiere. Die Katholische Kirche sei immer schon wichtiger Bauherr gewesen, sagte der Kärntner Bischof und verwies in diesem Zusammenhang auf die 1.000 Kirchen und die rund 600 Profangebäude wie z. B. Pfarrhöfe, Schulen, Kindergärten, Altenwohn- und Pflegeheime, die die Diözese Gurk baulich verwaltet. Mit dem Wohnprojekt „Lebensräume für Jung und Alt“ setze die Katholische Kirche Kärnten nun, so Bischof Schwarz, „einen neuen und wichtigen Akzent für Kirche und Gesellschaft“, denn es sei bewiesen, betonte der Kärntner Bischof, dass „das Engagement füreinander die Lebensqualität erhöht und auch die Lebenserwartung steigert“.

Projektleiterin Andrea Enzinger, B.A. MA präsentierte das Konzept „Lebensräume für Jung und Alt“, das von der Katholischen Privatstiftung Liebenau entwickelt wurde und in vielen süddeutschen Städten bereits erfolgreich umgesetzt wird. Das Wohnprojekt in Klagenfurt sei gleichsam ein „erbautes Leitbild“, sagte die Projektleiterin und betonte ebenso den „Zugewinn an nachhaltiger Lebensqualität“. Das generationenübergreifende Wohnprojekt sei eine „Gegenbewegung zur Vereinsamung“ mit dem Ziel, „dass sich Menschen mit ihren Fähigkeiten und Ressourcen in die Nachbarschaft einbringen, sich gegenseitig unterstützen und aktiv miteinander leben“. Es gründe auf gegenseitigem Geben und Nehmen und ermögliche so, „selbständig und sinnvoll alt zu werden“. Diese neue Art der Nachbarschaft solle nun gleichsam die Funktionen übernehmen, die früher innerhalb der Großfamilien selbstverständlich gewesen seien. Das Projekt sei geleitet von christlichen Werten. Dies bedeute aber nicht, so Enzinger, dass andere Religionen ausgeschlossen seien.

Architekt DI Harald Omansiek stellte die Wohnanlage im Detail vor. Gebaut werden 30 Wohnungen, bestehend aus 19 Wohnungen zu je 47 m2, acht zu 75 m2 und drei zu 102 m2.sowie eine Tiefgarage mit 44 Stellplätzen und Ladestationen für Elektroautos. Der Architekt hob in besonderer Weise die Barrierefreiheit in der gesamten Anlage sowie die kommunikationsfördernde Bauweise durch offene Laubengänge, das großzügig gestaltete Foyer und zwei Mehrzweckräume für gemeinsame Aktivitäten hervor.

Dr. Klaus Wutte, Direktor des Kärntner Siedlungswerkes, der die Baubetreuung dieses Wohnprojektes innehat, dankte Bischof Schwarz dafür, „als Partner bei diesem Vorzeigemodell, das Vorbild ist und zur Nachahmung anregen soll, dabei sein zu dürfen“. Im Vordergrund stehe „gelebte Toleranz im Miteinander unter einem Dach“.

Diözesanökonom und Finanzkammerdirektor Mag. Franz Lamprecht legte die Finanzierung des Projektes dar. „Die Gesamterrichtungskosten von rund 4,7 Millionen Euro werden je zur Hälfte aus Eigenmitteln der Diözese und aus Darlehen aufgebracht“, so Lamprecht, der in besonderer Weise hervorhob, „dass die Eigenmittel nicht aus dem Kirchenbeitrag, sondern aus Baurücklagen, unter anderem aus dem Verkauf des Studentenheimes Concordia, stammen“.

Das Konzept „Lebensräume für Jung und Alt“. Ältere Menschen leben in der Wohnanlage mit jungen Familien und Alleinerziehenden zusammen. Selbsthilfe, aktive Nachbarschaftshilfe und gegenseitige Unterstützung stehen dabei im Vordergrund. Die Bewohnerinnen und Bewohner übernehmen zum Beispiel Gartentätigkeiten, unterstützen hilfebedürftige Bewohnerinnen und Bewohner beim Einkauf und beim Kochen oder helfen sich gegenseitig in der Kinderbetreuung. Als Ansprechpartner in allen wohnungsbezogenen und persönlichen Angelegenheiten wird ein/e so genannte/r Gemeinwesenarbeiter/in zur Verfügung stehen, der/die die Gemeinschafts- und Nachbarschaftshilfe moderieren und bedarfsgerechte Hilfe wie z. B. Essen auf Rädern, Haus- und Pflegehilfen etc. koordinieren wird. Für Veranstaltungen und Gemeinschaftsaktivitäten steht ein Gemeinschaftszentrum zur Verfügung. Für die Auswahl des Standortes in Klagenfurt war u. a. auch die direkte Anbindung an eine Kirche/Pfarre in der Nähe (Elisabethinenkirche und Bischofskapelle) ein wesentliches Kriterium.

Bauherr: Diözese Gurk; Grundeigentümer: Bistum Gurk (2.903 m² Baurecht); Baubetreuung: Kärntner Siedlungswerk (KSW); Bauzeit: Oktober 2014 bis Frühjahr 2016